Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, der vor allem ältere Menschen betrifft. Häufige Risikofaktoren sind Bluthochdruck, bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern), Diabetes mellitus (sogenannte Zuckerkrankheit), Rauchen und erhöhte Blutfette (Cholesterin).

Eine schnelle Behandlung ist beim Auftreten von Schlaganfall-Symptomen sehr wichtig. Je schneller unsere Experten helfen können, umso besser sind die Chancen, den Schlaganfall zu überstehen. Zudem kann das Ausmaß der Folgeschäden häufig deutlich verringert werden.

Bei Symptomen für einen Schlaganfall rufen Sie sofort Hilfe über die Notrufnummer 112 – diese gilt in ganz Europa.

Diagnostik und Behandlung

Patienten mit akutem Schlaganfall werden auf unserer von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifizierten Stroke Unit in einem multidisziplinären, also fachübergreifenden, Team behandelt und ständig ärztlich und pflegerisch überwacht. In enger Kooperation mit anderen Abteilungen (Radiologie, Anästhesiologie und Intensivmedizin, Kardiologie und Neurochirurgie) behandeln wir unsere Patienten je nach Krankheitsbild individuell und mit gebündeltem Fachwissen.

Je nach Ursache lässt sich der Schlaganfall präziser als Hirninfarkt bezeichnen, wenn er durch eine Mangeldurchblutung des Hirns hervorgerufen wurde, oder als Hirnblutung, wenn er durch den Austritt von Blut in das Hirngewebe verursacht wurde.

Beim akuten Hirninfarkt muss sofort eine Computer- oder eine Magnetresonanztomografie (bildgebende Verfahren) des Kopfes erfolgen, um eine Gehirnblutung von einem Hirninfarkt zu unterscheiden. Beim Infarkt kommt eine medikamentöse oder mechanische Wiedereröffnung eines Blutgefäßes in Betracht – allerdings nur in einem Zeitraum von maximal 6 Stunden. Deshalb müssen Schlaganfallpatienten sofort in die Klinik kommen. Ist bei der ersten bildgebenden Untersuchung des Kopfes der Verschluss eines großen Gehirngefäßes erkennbar, können wir dieses mittels eines Katheters in der Leiste wiedereröffnen.

Anschließend erfolgt die Ursachenklärung, um einen weiteren Schlaganfall zu verhindern. Dazu gehören eine Ultraschalluntersuchung der das Gehirn versorgenden Arterien, ein Langzeit-EKG (Elektrokardiogramm), eine Ultraschalluntersuchung des Herzens sowie Messungen des Blutdrucks, des Blutzuckers und der Blutfette (Cholesterin).

Bereits während der ersten Tage beginnen wir mit der Physio- und Ergotherapie sowie der Logopädie. Je früher mit der Rehabilitation begonnen werden kann, umso besser sind ihre Erfolgsaussichten. Wenn eine längere Rehabilitation erforderlich ist, werden Sie für Ihren weiteren Genesungsweg in eine entsprechende Einrichtung verlegt.

Schlaganfallvorsorge - was kann ich tun?

Schlaganfallvorsorge - was kann ich tun? ©Asklepios Kliniken

Eine gesunde Lebensweise mit viel körperlicher Betätigung sowie regelmäßiges Blutdruckmessen - das sind nur einige der Maßnahmen, die jeder und jede zur Vorbeugung eines Schlaganfalls ergreifen kann. PD Dr. med. Christoph Terborg, Privatdozent und Chefarzt der Neurologie in der Asklepios Klinik St. Georg, thematisiert nicht nur die Prävention, sondern spricht zudem über die Risikofaktoren, die zu einem Schlaganfall führen können, erklärt mögliche Symptome und erläutert schließlich mögliche Therapien im frühen und späten Stadium der Erkrankung.
 

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