Interdisziplinäre Behandlung

Interdisziplinäre Behandlung von Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen sind in der Regel die Folge von Kalkablagerungen (Atherosklerose) in den Gefäßwänden, die bei fortgeschrittenem Stadium zu Gefäßverengungen oder-verschlüssen führen können. Meist liegen diesen Gefäßveränderungen ein langjähriges Bluthochdruckleiden, Fettstoffwechselstörungen (v.a. Cholesterin) und auch chronischer Tabakkonsum zugrunde. Je nach Ausmaß der Gefäßerkrankung können verschiedene Organgebiete unterschiedlich betroffen sein.

Kommt zum Beispiel ein Patient mit den typischen Zeichen einer „Schaufensterkrankheit“, bei der die Becken- und Beingefäße betroffen sind, liegen jedoch meist auch in anderen Gefäßen bereits relevante Veränderungen vor, die jedoch häufig noch nicht „symptomatisch“ sind.

Unser Ziel ist es, nicht nur die Beschwerden, sondern vor allem auch die Ursachen, die zur Gefäßerkrankung geführt haben, effektiv zu behandeln. Auch ist es ein wichtiger Bestandteil des Behandlungskonzeptes, drohende Durchblutungsstörungen in den übrigen Organsystemen rechtzeitig zu erkennen und ggf. eine vorbeugende Therapie einzuleiten. Diese „ganzheitliche“ Behandlung von Gefäßerkrankungen kann nur in einem hochspezialisierten Zentrum gewährleistet werden, in dem die einzelnen Fachabteilungen für Herzkreislauferkrankungen (wie Gefäßchirurgie, Angiologie, Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesie, (Neuro-) Radiologie) im engen Schulterschluss  zusammenarbeiten.

In fachübergreifenden („interdisziplinären“) Konferenzen besprechen wir gemeinsam vor allem Patienten mit komplexen Krankheitsbildern. Hierdurch werden das bestmögliche Behandlungsverfahren festgelegt sowie Maßnahmen besprochen, die zum Beispiel das OP-Risiko senken sollen.

Nach der interdisziplinären Besprechung wird der Patient einem unserer Spezialisten zugeteilt, der über die größte Expertise bei dem vorliegenden Krankheitsbild verfügt. Nur so kann auch die bestmögliche Behandlung gewährleistet werden!

Interdisziplinäre Behandlung von Gefäßaussackungen (Aneurysmen)

Gefährliche Aussackungen der Gefäße können im ganzen Körper auftreten. Unbehandelt führen die sogenannten Aneurysmen häufig zu Komplikationen, die potentiell tödlich sein können.

Die Behandlung dieser Gefäßerkrankung ist in der Regel sehr komplex und erfordert eine hohe Spezialisierung im Bereich des betroffenen Organgebietes. So werden Aneurysmen im Kopf zum Beispiel von Neuroradiologen und Neurochirurgen behandelt, Aussackungen der Hauptschlagader vor allem von Gefäßchirurgen und Aussackungen der Eingeweidearterien von Angiologen / Radiologen.

Bei sehr komplexen Prozeduren hat es sich bewährt, wenn Spezialisten der unterschiedlichen Fachabteilungen die Behandlung gemeinsam durchführen. Das bedeutet eine „Bündelung“ von Erfahrung und Kompetenz, von der unsere Patienten sehr profitieren.

Interdisziplinäre Behandlung von Krampfadern und chronischen Geschwüren an den Beinen

Offene Geschwüre an den Unterschenkeln („Ulcus cruris“) sind ein weit verbreitetes Problem vor allem bei älteren Menschen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: eine ausgeprägtes Krampfaderleiden kann zum Beispiel hierfür die Ursache sein, wie auch eine Herzschwäche, die zur Wassereinlagerung in den Beinen führt. Liegen bei diesen Patienten auch noch Durchblutungsstörungen durch Gefäßwandverkalkung vor, sind Diagnostik und Therapie sehr komplex.

Die isolierte Behandlung einer Störung ist in solchen Fällen nicht ausreichend und führt erfahrungsgemäß immer wieder zu Rückschlägen. Auch hier stellt ein „ganzheitliches“ Behandlungskonzept die Grundlage für den Therapieerfolg dar, das nicht nur den stationären Bereich, sondern auch die Weiterbehandlung bei den niedergelassenen Ärzten umfasst.

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