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Aorten-Zentrum St. Georg

Das Aorten-Zentrum St. Georg ist ein Zusammenschluss von Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Angiologie (Gefäßmedizin), Kardiologie (Herzmedizin) Radiologie (Röntgendiagnostik) und Anästhesie (Intensivmedizin und Narkosemedizin).

Wir haben uns gemeinsam zur Aufgabe gemacht, komplexe und schwierige Krankheitsgeschehen an den großen Schlagadern als Verbund der St. Georger Spezialisten bestmöglich zu behandeln.

Regelmäßig findet eine Konferenz der beteiligten Fachdisziplinen statt („Aorten-Board“), in der wir gemeinsam Behandlungspfade für Diagnostik, Behandlungsplanung und Therapie erstellen. Dazu gehört u.a. auch eine hochexakte Diagnostik und Therapieplanung mit Erstellung von 3-D-Modellen und zugehörigen Messungen am Computer durch speziell dafür entwickelte Software.

Das nachfolgende Schaubild soll Ihnen helfen, leicht und direkt den richtigen ersten Ansprechpartner für Ihr Krankheitsbild zu finden. In dem Schaubild ist die Aorta in unterschiedliche Abschnitte unterteilt. Zu jedem dieser Abschnitte finden Sie eine Erläuterung der möglichen Behandlungsverfahren.

Erkrankungen der aufsteigenden Hauptschlagader (aorta ascendens)

Das Standard-Verfahren bei Erkrankungen der aufsteigenden Hauptschlagader ist immer noch die offene Operation. Sollte die Entscheidung zur Operation fallen, werden wir Sie bestmöglich vorbereiten. Wir werden vor einer Therapie sehr sorgfältig die Funktion Ihres Herzen und der Herzklappen mittels einer Ultraschalluntersuchung prüfen, und die Herzkranzgefäße mittels Katheter untersuchen. Ihr Ansprechpartner ist die Herzchirurgie; die Diagnostik von Herzfunktion und Herzklappen sowie die Herzkatheter-Untersuchung erfolgen über  Kardiologie und Internistische Intensivmedizin.

Kontakt Herzchirurgie

Telefon: 040 181885-4150

 

Erkrankungen des Aortenbogens

Bei Erkrankungen des Aortenbogens arbeiten insbesondere Herz- und Gefäßhcirurgen sehr eng zusammen, und die Möglichkeiten ergänzen sich. Meistens ist derzeit auf längere Sicht die offene Operation immer noch die beste Option; allerdings etablieren sich zunehmend auch endovaskuläre, d.h. geringer invasive, Behandlungsmöglichkeiten. In ausgewählten Fällen ist heute eine Kombination aus einer kleineren Operation und anschließender endovaskulärer Behandlung die beste, weil schonendste Wahl. Je nach Befund werden wir für Sie gemeinsam ein therapeutisches Konzept erarbeiten.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Vermeidung von möglichen Komplikationen (Durchblutungsstörungen des Gehirns bis hin zum Schlaganfall), da die das Gehirn versorgenden Gefäße direkt und indirekt aus dem Aortenbogen entspringen.

Kontakt Gefäßchirurgie

Telefon 040 181885-2492

Erkrankungen der Bauchschlagader

Die Bauchschlagader ist der Abschnitt der Hauptschlagader, der am häufigsten von einer krankhaften Gefäßerweiterung (Aorten-Aneurysma) betroffen ist. Neun von zehn Aneurysmen finden sich im Bereich der Bauchschlagader.

In den meisten Fällen kann mit einer Aorten-Endoprothese, die über die Leistenschlagadern eingeschoben und in der Bauchschlagader entfaltet wird, eine Versorgung erfolgen. Sind die Eingeweidearterien, d.h. die Arterien zur Leber/Milz und die obere Darmschlagader, mitbetroffen, bieten sich Endoprothesen mit Fenstern oder Ärmchen an, über diese wird dann die Verbindung zu den Eingeweidearterien hergestellt. In einigen Fällen, insbesondere auch bei ausgedehnten Durchblutungsstörungen der Beine, bleibt die offenen Operation Therapie der Wahl. Ausführliche Informationen hierzu erteilt Ihnen die Gefäßchirurgie.

Kontakt Gefäßchirurgie

Telefon 040 181885-2492

Erkrankungen an den Eingeweidearterien

Verengungen (Stenosen) oder Erweiterungen (Aneurysmen) der Eingeweidearterien kommen isoliert, aber auch häufig im Zusammenhang mit krankhaften Veränderungen der Hauptschlagader vor. Im letzteren Fall bringt es regelmäßig Vorteile, zunächst – also vor der Versorgung der Hauptschlagader – den krankhaften Befund an den Eingeweidearterien zu behandeln. In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung über Katheter in lokaler Betäubung, es wird dann ein Stent (Gefäßstütze aus Metall) oder ein umhüllter Stent gesetzt. Unsere Experten der Angiologie beraten Sie gern.

Kontakt Angiologie

Telefon: 040 181885-2403

Rückenmarksarterien

Das Rückenmark ist durch mehrere Gefäßsysteme, die untereinander vernetzt sind, gut mit arteriellem Blut versorgt. Die arteriellen Äste kommen aus der Armschlagader unter dem Schlüsselbein (a. subklavia / die wichtigsten sind die Vertebralarterien), direkt aus der Aorta (Intercostalarterien und Lumbalarterien) sowie aus der inneren Beckenschlagader.

Um Komplikationen, insbesondere Lähmungen, zu vermeiden, haben sich in den letzten Jahren Strategien zur Stärkung des Netzwerkes etabliert. Eine wesentliche Strategie besteht darin, vor einer Versorgung der Aorta mittels umhülltem Stent (Stent Graft) die Rückenmarksarterien gezielt zu verschließen, deren Überdeckung ohnehin durch den Stent Graft erfolgen würde, um so vorab das Netzwerk an anderer Stelle zu stärken; und damit letztlich die Rate der Lähmungen deutlich senken zu können (sog. MISACE-Konzept).

Der Verschluss kleiner Arterien zum Rückenmark kann in aller Regel in lokaler Betäubung mittels Katheter erfolgen. Komplikationen sind sehr selten. Auskünfte erhalten Sie über die Experten der Angiologie und Gefäßchirurgie, die hier eng verzahnt planen und arbeiten. 

Kontakt Angiologie

Telefon 040 181885-2403

Kontakt Gefäßchirurgie

Telefon 040 181885-2492

Erkrankungen der Beckenschlagadern

Erkrankungen der Beckenschlagadern treten häufig in Zusammenhang mit Erkrankungen der Hauptschlagader auf. Verengungen können aufgedehnt, und bei Bedarf mittels eines Stents (röhrchenförmiges Drahtgitter) offengehalten werden, oder im Falle von krankhaften Gefäßerweiterungen mit einem Stent Graft oder einem Stent Graft mit Seitenarm behandelt werden. Wenden Sie sich bitte an die Gefäßchirurgie.

Kontakt Gefäßchirurgie

Telefon 040 181885-2492

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