Sarkome

Sarkome sind bösartige Tumoren des mesenchymalen Bindegewebes.

Sarkome kommen an Beinen und Armen, aber auch im Bauch oder im sogenannten Retroperitoneum vor, sind selten (1-3/100.000 Einwohner), unterschiedlich in ihrem Erscheinungsbild und können Absiedlungen (Metastasen) vorrangig in Leber und Lunge verursachen.

Die Benennung erfolgt nach ihrem Ursprungsgewebe (z. B. Knochen = Osteosarkom, Knorpel = Chondrosarkom, Muskel = Myo- oder Rhabdomyosarkom, Fettgewebe = Liposarkom).

Die Entstehungsursache ist weitgehend ungeklärt, wobei prädisponierende Faktoren wie ionisierende Strahlung  oder eine Exposition mit PVC bzw. Asbest beschrieben sind.

Diagnostik und Behandlung

Zur Diagnostik werden Laboruntersuchungen, Computertomographien (CT)Magnetresonanztomographien (MRT) und gelegentlich auch Stanzbiopsien zur feingeweblichen Sicherung des Befundes eingesetzt. So können  Sarkome von Lymphomen (Tumoren des Lymphsystems) und Keimzelltumoren (z.B. Hoden-Tumoren) abgegrenzt werden. Erst dann ist es möglich, anhand der Bildgebung eine individuelle, auf Sie persönlich abgestimmte Planung des Operationsausmaßes vorzunehmen.

Die Therapie der Wahl ist die Operation. Bei sparsamer Entfernung der Sarkome neigen diese in hohem Maße zu erneutem Auftreten (Rezidiven). Daher ist eine radikale Entfernung mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand erforderlich. Je nach Art und Lage können zusätzlich strahlentherapeutische Maßnahmen die Behandlung ergänzen und den Therapieerfolg verbessern.

So unterschiedlich die Sarkome in ihrem Auftreten sein können, so individuell sollte auch die Beratung und chirurgische Therapie erfolgen.

In unserer „Sarkom“-Sprechstunde beraten wir Sie gerne und stellen bei Bedarf einen individuellen, mit Ihnen abgestimmten Therapieplan auf!

Weiterführende Informationen

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