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Endourologie

Unter Endourologie versteht man die minimal-invasive Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der oberen und unteren Harnwege. Idealerweise wird die Harnröhre als natürlicher Zugangsweg verwendet, aber auch berührungsfreie Behandlungen (Stoßwellenlithotripsie, ESWL) bzw. Operationen über miniaturisierte Zugänge durch die Haut (z.B. perkutane Nierensteinenfernungen, sog. PCNL) sind möglich. So können verschiedene urologische Krankheiten der Harnröhre, Prostata, der Harnblase, des Harnleiters und der Niere sehr schonend mit unterschiedlichen Instrumenten abgeklärt bzw. behandelt werden. Steinentfernungen und Gewebeentnahmen aus Harnleiter und Niere werden mit modernsten Techniken (z.B. Lasertechniken) durchgeführt. Hierdurch wird die operative Belastung für den Patienten und die Erholungszeit äußerst gering gehalten.

Operative Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung

Das Behandlungsspektrum des Endourologischen Zentrums umfasst die minimal-invasive Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung mit allen modernen Behandlungsverfahren, wie dem Thulium- und Holmium-Laser sowie dem Aquabeam®-Verfahren.

Durch die Verfügbarkeit unterschiedlicher Lasersysteme kann jedem Patienten ein optimales und individuelles Behandlungskonzept angeboten werden. Sowohl sehr große Prostataadenome als auch vorerkrankte Patienten, die z.B. auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente angewiesen sind, können sicher und effektiv behandelt werden. Seit Juli 2020 stehen unserer Klinik Thulium-Laser der allerneuesten Generation zur Verfügung (sog. gepulster Thuliumfaser bzw. Thulium:YAG-Laser), die eine noch effektivere Harnstein- und Prostatabehandlung erlauben.

Harnsteintherapie

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Harnsteintherapie. Für eine individuelle Harnsteintherapie steht uns die gesamte Bandbreite an modernsten endoskopischen Behandlungsmöglichkeiten (extrakorporale Stoßwellenlithotripsie), endoskopische Harnsteinentfernung (flexible Nierenspiegelung/flexible Ureterorenoskopie), Mini-PCLN, Harnsteinentfernung über einen Zugang durch die Haut inklusive dem Einsatz von Lasertechnik zur Verfügung.

Unsere Klinik stellt ein international anerkanntes Referenzzentrum für die Laserbehandlung der Prostata mit dem Thulium-Laser und die minimal-invasive Harnstein-Therapie per URS (Harnleiterspiegelung) bzw. PCNL (Harnsteinentfernung durch die Haut) dar. Hospitationen zahlreicher Gastärzte aus dem In- und Ausland sowie regelmäßig stattfindende Operationsworkshops und Weiterbildungsveranstaltungen bestätigen die Qualität unseres endourologischen Zentrums.

Harnblasentumoren

Der endoskopischen Behandlung von Harnblasentumoren kommt eine besondere Bedeutung zu. Neben der Diagnosesicherung kann bei sog. oberflächlichen Harnblasentumoren die endoskopische Entfernung auch die Therapie darstellen. Die oberflächlichen Tumore behandeln wir mit der klassischen transurethralen Resektion (TUR) in bipolarer oder monopolarer Technik, das heißt, wir entfernen nur das erkrankte Gewebe. Der Eingriff ist auch mit dem Laser möglich. Zur besseren Darstellung des Tumorbefunds kommen die modernsten Formen der photodynamischen Diagnostik (PDD) und Therapie zum Einsatz. Bei aggressivem Blasenkrebs (Krebs dringt in die Muskulatur und/oder Umgebung ein) stellt jedoch die Entfernung der Harnblase (Zystektomie) die Therapie der Wahl dar. Auch hier bieten wir eine individuelle Therapie nach ausführlicher Beratung in unserer Sprechstunde an.

Harnleiter- und Nierenbeckentumore

Foto: Team der Urologie mit da Vinci OP-Roboter

Hier kommt der endoskopischen Diagnostik eine besondere Bedeutung zu. Über starre und flexible hochauflösende digitale Video-Endoskope kann der gesamte Harntrakt abgeklärt und behandelt werden. Soweit möglich (bei kleinem einzelnen oberflächlichem Tumor) streben wir eine organerhaltende Therapie an. Sollte eine Nierenharnleiterentfernung notwendig sein, so wird diese minimal-invasiv mit dem Da Vinci® Roboter in unserem Da Vinci® Zentrum operiert. Hierfür fallen keine zusätzlichen Kosten für den Patienten an.

Prostatakrebs

Auch für die Behandlung des Prostatakrebses stehen uns endourologische Methoden zur Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

MRT-fusionsbasierte ultraschallgeführte Prostatabiopsie

Mit der MRT/ultraschallgeführten (US) Fusionsbiopsie können wir die digitalen Bilder eines Prostata-MRT vom Patienten mit den transrektalen Ultraschallbildern "live" fusionieren. Dies ermöglicht eine gezielte Punktion von suspekten Arealen, die zuvor anhand des MRTs vom Radiologen markiert wurden.

Die MRT-gestützte Prostatastanzbiopsie hat im Vergleich zu der systematischen ultraschallgesteuerten Re-Biopsie eine um ca. 40-50% höhere Entdeckungsrate im Hinblick auf den Nachweis eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms.

Die MRT-/ultraschallgeführten Fusionsbiopsie wird bei uns transrektal durchgeführt. Nachfolgend erfolgt eine Besprechung des histopathologischen Ergebnisses und Erörterung von Therapieoptionen (z.B. robotisch-assistierte Da Vinci® Prostatektomie, klassische offen-chirurgische retropubische Prostatektomie, fokale Therapie (HIFU) bei geeignetem Risikoprofil (Teilbehandlung), HIFU-Therapie der gesamten Prostata) in unserer Sprechstunde.

Mit der neuen MRT-fusionsbasierten Prostatabiopsie können die wenigen fokalen Tumoren früher erkannt und gezielter behandelt werden. So werden heutzutage schon Tumore erkannt, die nur auf einen Herd begrenzt (unifokal) sind, oder nur auf ein Areal, z.B. einen Prostataseitenlappen. Solche sehr früh entdeckte Tumoren, können auch mittels einer so genannten fokalen Therapie behandelt werden.

Die fokale oder Teilbehandlung der Prostata ist besonders erfolgversprechend wenn es sich um einen kleinen Tumorherd mit niedrigem Gleason-Wert handelt. Je kleiner der Tumorherd und je geringer der Eingriff, desto geringer auch die Gefahr, dass durch die Behandlung Schäden an Nervenbündeln, Schließmuskel oder Darmwand entstehen. Daher treten schwerwiegende oder langfristige Nebenwirkungen bei der fokalen Behandlung sehr selten auf.

Zur Zeit bieten wir mit der HIFU Methode (Focal One) die am besten untersuchte fokale Therapie an.

Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung: Prostata-Operation mit dem AquaBeam®-System

Beim AquaBeam-System nutzt der Urologe die Möglichkeiten moderner Robotertechnik zur Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung. Ihr Arzt markiert auf einem Echtzeit-Ultraschallbild das überschüssige Gewebe und definiert die Behandlungsgrenzen. Danach übernimmt das computergesteuerte Robotersystem und trägt das markierte Gewebe präzise und verlässlich mittels eines Wasserstrahls ab. Durch Verzicht auf die Hitzeeinwirkung alternativer Verfahren können wichtige Strukturen, die für die Sexualfunktion und Kontinenz wichtig sind, besonders gut geschont werden. Ihr Urologe überwacht den Eingriff und hat natürlich jederzeit die Möglichkeit einzugreifen.

In der Asklepios Klinik Barmbek wird das Verfahren seit Januar 2019 angewandt und gehört Deutschlandweit zu den erfahrensten Anwendern dieser Therapie.

Prinzipiell kann das AquaBeam-Verfahren bei den meisten Patienten angewendet werden. Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin, um herauszufinden, ob auch Sie von dem Verfahren und unserer Erfahrung profitieren können.

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