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Ganzkörperbestrahlung

Das Hermann-Holthusen-Institut hat im Mai dieses Jahres sein Spektrum erweitert und bietet in Kooperation mit der Hämatoonkologie der Asklepios Klinik St. Georg und der Asklepios Klinik Altona die Ganzkörperbestrahlung im Rahmen der Konditionierung vor Stammzelltransplantation an.

Diese Behandlung kann als Bestandteil der Konditionierung durchgeführt werden, wenn Patient:innen eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation benötigen. Bei der Ganzkörperbestrahlung wird das gesamte blutbildende System und das Immunsystem des Patienten zerstört, damit Spenderzellen erfolgreich anwachsen können. 

Standardmäßig wird in der Strahlentherapie die Strahlendosis zur Schonung des umgebenden Gewebes auf ein kleinstmögliches Volumen begrenzt. Im Gegensatz dazu ist das Ziel der Ganzkörperbestrahlung eine möglichst homogene Dosisverteilung im gesamten Körper zu applizieren. So ergeben sich besondere Anforderungen und Herausforderungen an diese Bestrahlungstechnik.

Wie läuft die Ganzkörperbestrahlung ab?

Wir nutzen in unserer Klinik das Konzept der bogenbasierten Ganzkörperbestrahlung. Um mit dem Strahl die gesamte Körperlänge erfassen zu können, liegt der Patient auf einer Liege bodennah, während der Linearbeschleuniger über einen Winkel von etwa 100° rotiert. Eine homogene Dosisverteilung längs der Patientenmitte kann trotz verschiedener Abstände zwischen Strahlaustritt und Patientenoberfläche erreicht werden, indem der Bogen in Segmente mit unterschiedlicher Strahlintensität aufgeteilt wird. Damit eine annähernd gleichmäßige Dosisverteilung in der Tiefe gewährleistet wird, erfolgt bei jeder Bestrahlungssitzung eine Bestrahlung in Bauch- und Rückenlage. Möglichst nah über dem Patienten befindet sich eine durchsichtige, 1cm dicke Plexiglasplatte, die für die gewünschte Dosis in der Hautoberfläche sorgt.

Die Bestrahlungsplanung erfolgt individuell mittels einer Ganzkörper-CT in Bauch- und in Rückenlage. Anhand derer wird der Patientendurchmesser ausgemessen und ggf. Lungenblöcke zur Schonung der Lungen konturiert. Aus den ermittelten Daten wird der abzustrahlende Bogen mit den gewichteten Segmenten bestimmt. Nach Abschluss der individuellen Bestrahlungsplanung und Simulation, kommt der Patient zur Therapie.

Der Patient liegt zentriert mit dem Rücken auf der bodennahen Liege. Es werden kleine Detektoren (Halbleiterdioden) auf repräsentative Körperstellen geklebt, um die applizierte Dosis zu messen und mit den Referenzwerten zu vergleichen. Falls Lungenblöcke zur Schonung der Lungen erforderlich sind, werden diese aufgelegt und deren korrekte Positionierung mittels Bildgebung sichergestellt. Anschließend positionieren wir die Plexiglasplatte über dem Patienten, woraufhin die jeweils etwa 20-minütige Bestrahlung, zuerst in Rücken- und dann in Bauchlage erfolgt. 

Die Ganzkörperbestrahlung erfolgt unter stationären Bedingungen an zwei bis drei aufeinanderfolgenden Tagen mit jeweils zwei täglichen Bestrahlungen im Abstand von mindestens 6 Stunden.

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