Schilddrüsenüberfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion führt zu einer Überschwemmung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen, was gravierende Folgen für die Gesundheit hat, wenn diese nicht behandelt wird. Unbehandelt führt eine langjährige Schilddrüsenüberfunktion zu Gewichtsverlust, Osteoporose (Knochenschwund), Muskelschwäche (Muskelabbau) und Herzrhythmusstörungen (oft bestehen Extrasystolen oder eine absolute Arrhythmie).

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Frühsymptome wie Stimmungsschwankungen, Haarausfall, Diarrhoen (Durchfall) und Schwitzen werden oft fehlgedeutet. Ist eine Überfunktion jedoch erst einmal diagnostiziert, erfolgt in der Regel die sofortige medikamentöse Behandlung.

Die Dauereinnahme von Schilddrüsenblockern ist jedoch nicht unproblematisch, da bei nicht wenigen Patienten Leberfunktionsstörungen oder Störungen des Blutbildes als Nebenwirkungen auftreten. Auch müssen derartige Therapien oft jahrelang fortgeführt werden. Darunter tritt nicht selten eine weitere Vergrößerung der Schilddrüse ein. Spätestens dann sollte eine definitive Therapie angestrebt werden, welche die Ursache der Überfunktion beseitigt.

Ein Teil der  Überfunktionen wird  durch „heiße“ Schilddrüsenknoten ausgelöst. Ein heißer Knoten produziert bereits mehr Schilddrüsenhormon als die ganze Drüse und kann oft auch getastet werden. Daneben gibt es Krankheitsformen, bei denen mehrere aktive Knoten in der Schilddrüse liegen. Beide Formen bedürfen unterschiedlicher Therapiekonzepte.

Eine weitere Form der Schilddrüsenüberfunktion stellt die Basedow- Erkrankung dar. Sie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der eine Schilddrüsenentzündung auftritt, welche die Schilddrüsendurchblutung maximal steigert. Zusätzlich können Augensymptome (hervorstehende Augen) auftreten. Die Basedow-Erkrankung bedarf eines exakten Therapiekonzeptes, bei dem auch das Lebensalter der Patienten berücksichtig werden muss.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Unsere spezialisierte Ausrichtung auf Kopf- und Hals-Chirurgie der Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde beantwortet Ihnen Ihre Fragen hinsichtlich der Notwendigkeit und Risiken einer Schilddrüsenoperation bei der Überfunktion.

Grundsätzlich gilt: Eine Schilddrüsenoperation sollte nie im Stadium der akuten Überfunktion operiert werden, sondern erst nach Normalisierung des Stoffwechsels.  Nur so kann das Operations- und Narkoserisiko niedrig gehalten werden. Hierzu kann eine medikamentöse Blockade der Schilddrüse vor der Operation erforderlich sein, die wir gegebenenfalls einleiten würden.

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