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Schilddrüsenoperationen / Nebenschilddrüsenoperationen

Schilddrüsenoperationen zählen mit über 100.000 Operationen jährlich zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen in Deutschland überhaupt. Taktik und Technik der Schilddrüsenchirurgie haben in den letzten 15 Jahren einen erheblichen Wandel erfahren.

Schilddrüsenoperationen

War bisher die Organgverkleinerung das primäre Behandlungsziel, werden nun definitive Therapiekonzepte und damit die

  • primäre vollständige Entfernung des erkrankten Organs
  • Halbeseitenentfernung (Hemithyreoidektomie)
  • Totalentfernung (Totale Thyreoidektomie) angestrebt.

Gründe für diesen Wandel lagen u.a. in einer Rezidivrate (Rückfallrate) bis zu 40% nach Teilentfernungen (Teilresektionen), was zu entsprechend komplikationsträchtigen Reoperationen führte. Wird dagegen eine Knotenschilddrüse oder eine Basedowschilddrüse primär vollständig entfernt, ist die Rate an permanenten Calicum-Mangelzuständen (Hypokalzämien) und an Kehlkopfnervenlähmungen deutlich geringer, da bessere Operationsbedingungen herrschen.

Bei  einem einzelnen Schilddrüsenknoten kann, eine günstige Knotenlage vorausgesetzt, auch eine Ausschneidung (Excision) mit einem Saum normalen Gewebes durchgeführt werden.

Nach totalen Thyreoidektomien ist eine lebenslange Ersatztherapie (Substitution) mit Schilddrüsenhormon erforderlich! Hierüber klären wir Sie umfangreich auf und beantworten Ihre Fragen.

Ein komplikationsarmer Eingriff beginnt mit einer realistischen Zugangsplanung. Dabei berücksichtigen wir die Größe der Organlappen, die Dicke von Unterhautfettgewebegewebe und Muskelschicht und die Lage der Schilddrüse. Nur eine angemessene Schnittlänge ermöglicht die nötige Übersicht auf der Drüsenrückfläche, was zur Vermeidung von Komplikationen unverzichtbar ist. Der Wunsch des Patienten nach einem kleinen Schnitt darf nie zu Lasten der Sicherheit gehen.

Nebenschilddrüsenoperationen

Die Nebenschilddrüsen können gleiche gutartige Geschwülste ausbilden, die Nebenschilddrüsenadenome. Da diese Geschwülste ein Hormon produzieren (Parathormon), das in den Kalziumstoffwechsel eingreift, steigt der Blutcalciumspiegel (Hypercalcämie) an. Als Folge treten Nierensteine auf, die oft das erste Symptom eines Nebenschilddrüsenadenoms darstellen. Besteht die Störung über eine längere Zeit, setzt ein Knochenabbau (Osteomalazie) ein.

Nebenschilddrüsenadenome liegen, wie der Name sagt, in der Regel immer in einer räumlichen Nähe zur Schilddrüse. Typischerweise befinden sie sich auf der Schilddrüsenrückfläche. Sie können aber auch versteckt im Hals oder im Eingang zum Brustkorb, unterhalb der Schilddrüse, liegen.

Nebenschilddrüsenadenome werden operativ entfernt. Da diese Tumore meist nicht größer als 10 mm sind, können sie in der Regel über einen sehr kleinen Schnitt operiert werden.

Zunächst führen wir eine Ultraschalluntersuchung und eine Kernspintomographie durch, um das erkrankte Nebenschilddrüsengewebe zu lokalisieren. Das operative Vorgehen kann dann zielgenau geplant und auch unter Zuhilfenahme des Endoskops minimalinvasiv durchgeführt werden.

Durch die außergewöhnliche Verbindung der Disziplinen „Kopf- und Halschirurgie" und „Schilddrüsenchirurgie“ in einer Abteilung können wir eine hohe Auffindungsrate aller Adenome vorweisen.

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