Molekularpathologie

Die Molekularpathologie bietet wichtige Methoden zur Erregerdiagnostik und zur Bestimmung von Tumoren.

Neben der Immunhistochemie gelangen zunehmend Methoden der Zellbiologie, speziell Untersuchungen direkt am Genmaterial, zur Anwendung. Dabei eröffnet sich ein zunehmend breiter werdendes Untersuchungsspektrum, indem Infekte oder tumorassoziierte Veränderungen auf molekulares Ebenebestimmt werden. Zu den Untersuchungen gehört auch die Methylierungsanalyse des MGMT-Promotors.

Die MGMT (O-6-Methyguanin-DNA-Methyltransferase) ist ein Dann-Reparaturprotein, das die Alkylierung (Transfer) des Guanins (eine der vier Nukleinbasen in der DNA) rückgängig macht. Dabei nimmt die MGMT die Alkylgruppe auf und wird inaktiviert. Bei einem methylierten Promotor wird die MGMT nicht exprimiert. Da die MGMT die chemotherapie-induzierten DNA-Schäden repariert, wirkt ein hoher MGMT-Spiegel der Wirkung von akylierenden Zytostatika entgegen.

Derzeit ist die MGMT-Promotormethylierung ein wichtiger molekularer um einen postiven Therapieeffekt mit Temozolomid zu prognostizieren.

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