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Erkrankungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich

Die Schleimhäute des Mund-, Nasen- und Rachenraums können verschiedene pathologische Veränderungen zeigen, die unsere Pathologen mittels Biopsiediagnostik untersuchen.

So gibt es auf dem Weg zu einer malignen („bösartigen“) Entartung der Schleimhäute (Plattenepithelkarzinom) unterschiedlich stark ausgeprägte Vorstufen (sogenannte Dysplasien oder Präkanzerosen), die sich klinisch als weißliche Verfärbungen der Schleimhaut, papillomatöse Veränderungen oder kleine Ulzerationen (Defekte) darstellen. Wird eine solche Präkanzerose diagnostiziert, kann der betreffende Schleimhautabschnitt entfernt werden, bevor daraus ein Krebs entsteht. Teils sind diese Veränderungen durch spezielle Viren der HPV Gruppe (humane Papillomavieren) induziert. Das Virusgenom, insbesondere sogenannte High-Risk-Typen, können mittels PCR-Untersuchung (Polymerase-Kettenreaktion) nachgewiesen werden.

Die Mund- und Zungenschleimhaut verfügt weiterhin über lymphatisches Gewebe, welches sich durch chronische Entzündungen vergrößern kann. Am häufigsten sind die Gaumentonsillen (Mandeln) oder die Rachentonsille (Vergrößerung der Rachenmandeln – adenoide Vegetation oder Polypen) betroffen, diese müssen dann operativ entfernt werden. In der histologischen Untersuchung können wir die reaktive Vergrößerung bestätigen und einen malignen (bösartigen) Tumor ausschließen.

Bei einer chronischen Heiserkeit ist häufig eine endoskopische Inspektion (Untersuchung des Köperinneren mithilfe eines speziellen Instruments) der Kehlkopfschleimhaut und der Stimmbänder erforderlich. Kleine überlastungsbedingte Stimmbandknötchen (sogenannte fibrinoide Polypen) oder ödematöse Schleimhautveränderungen (zum Beispiel Reinke-Ödem) können biopsiert (Gewebeprobeentnahme) und durch unsere Experten auf ihre Gutartigkeit untersucht werden.

Die Schleimhäute der Nasenhöhle sowie der Nasennebenhöhlen sind einer Vielzahl an Umwelteinflüssen durch die Atemluft ausgesetzt. So steigt die Zahl der Patienten mit einer allergischen Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut) an. Ist die Schleimhaut chronisch entzündet, kann sie sich unter Ausbildung von Pseudopolypen und Vernarbungen vergrößern und verfestigen. Eine Operation ist dann notwendig. Die abgetragene Schleimhaut untersuchen wir histologisch auf die Entzündungsursache. Insbesondere eine im Rahmen einer allergischen Genese auftretende starke Vermehrung eosinophiler Granulozyten (Untergruppe der weißen Blutkörperchen) können wir hierbei erkennen.

Erkrankungen der großen und kleinen Speicheldrüsen umfassen Entzündungen sowie gut- und bösartige Neubildungen.

Die Schleimhäute des Mittelohrs und die Haut des Gehörgangs können ebenfalls durch entzündliche Prozesse in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine Otits media (Entzündung des Mittelohrs) kann sich auf den Warzenfortsatzknochen ausbreiten und eine Mastoiditis (eitrige Entzündung) erzeugen. Eine häufige Ursache ist das Einwuchern von verhornendem Plattenepithel des Gehörgangs in das Mittelohr, was zur Ausbildung eines Cholesteatoms (sogenanntes Perlgeschwulst) führt.

In den Bereich der angeborenen Fehlbildungen fallen die lateralen und medialen Halszysten, die entwicklungsgeschichtlich Residuen von Gangstrukturen der Kiemenbögen oder der Schilddrüse darstellen.

Außerdem liegen in den Halsweichteilen zahlreiche Lymphknoten, die den Lymphabfluss filtern. Diese können aus verschiedenen Gründen (Entzündungen, metastatische Absiedlung eines Malignoms, maligne – bösartige – Entartung des lymphatischen Gewebes) anschwellen. Eine operative Entnahme und unsere histologische Aufarbeitung eines Lymphknotens bringt die sichere Erkenntnis der Ursache und Dignität (Wertigkeit).

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