Darstellung des Rückenmarkkanals (Myelographie)

Die Myelographie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem ein Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt wird.

Die Methode wurde lange vor der Einführung der Computertomographie und der Kernspintomographie entwickelt. Durch die heute zur Verfügung stehenden modernen Computertomographen hat die Methode wieder an Bedeutung gewonnen. In Kombination mit den unter Belastung, also im Stehen, durchgeführten Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule in verschiedenen Ebenen sind Funktionsaufnahmen in Vor- und Rückbeuge üblich. Die im Anschluß durchgeführte CT-Untersuchung der Wirbelsäule ermöglicht eine sehr genaue Darstellung der knöchernen Strukturen im Verhältnis zu den durch das Kontrastmittel aufgefüllten Strukturen. Diese Bildgebung ist oft eine gute Ergänzung zur MRT-Untersuchung bei geplanten Wirbelsäuleneingriffen, wenn bereits Operationen vorausgegangen sind oder ausgeprägteste Wirbelsäulenveränderungen vorliegen und die Therapieentscheidung somit nicht einfach ist.

Weiterhin wird die  Myelographie benötigt, wenn ein Patient aufgrund von Metallimplantaten oder nach einer Schrittmacherversorgung nicht im MRT untersucht werden kann.

Das Kontrastmittel wird mit einer feinen Nadel unter Röntgenkontrolle in das Nervenwasser eingebracht. Hierdurch ist eine schonende und präzise Punktion in Lokalanästhesie möglich. 

Sie erreichen uns

Mo
8.30 - 14.00 Uhr
Di
8.30 - 14.00 Uhr
Mi
8.30 - 14.00 Uhr
Do
8.30 - 14.00 Uhr
Fr
8.30 - 14.00 Uhr

Sie erreichen uns

Mo
8.30 - 16.00 Uhr
Di
8.30 - 16.00 Uhr
Mi
8.30 - 16.00 Uhr
Do
8.30 - 16.00 Uhr
Fr
8.30 - 16.00 Uhr

Für Zuweiser

Myelographie / Vorbereitende Untersuchungen

In der Regel erfolgt die Myelographie im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes. Um das Komplikationsrisiko zu senken, sind bestimmte Vorkehrungen zu treffen.

Bei  der Myelographie wird der Rückenmarkskanal mit einer Nadel punktiert, was mit einem moderaten Blutungsrisiko verbunden ist. Um das Blutungsrisiko möglichst gering zu halten, benötigen wir folgende Laborwerte bzw. Vorbereitung:

  • Thrombozytenzahl > 50.000 ml
  • INR < 1,5
  • PTT < 1,5faches des Ausgangswertes (wenn inital normal)
  • ASS nicht pausieren
  • Clopidogrel 5 Tage vor Intervention pausieren
  • Fraktioniertes, niedermolekulares Heparin 8 – 12 Stunden vorher pausieren

In den Rückenmarkskanal wird jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt, daher benötigen wir bei Patienten über 60 Jahre auch einen aktuellen TSH-Wert.

Seite teilen: