Interdisziplinäres Schädelbasiszentrum

In unserem Schädelbasiszentrum bieten wir eine interdisziplinäre, also fächerübergreifende, Diagnostik und Behandlung von angeborenen und entzündlichen Erkrankungen, Unfallverletzungen oder Tumoren der Schädelbasis an.

Die richtige Diagnostik und Behandlung

Als Schädelbasis wird die Grenzfläche zwischen dem Hirnschädel und dem Gesichtsschädel bezeichnet, sie fügt zwei entwicklungsgeschichtlich unterschiedliche Bauteile des menschlichen Körpers zusammen. Der eine beherbergt die Schaltzentrale des Menschen - unser Gehirn - und der andere ist das Zugangsportal zu unserem Körper mit den Atem- und Speisewegen, der Stimmbildung und Sitz vier unserer Sinne – Geruch, Geschmack, Sehen, Hören.

Aufgrund der Lage im Inneren des Kopfes machen sich Erkrankungen der Schädelbasis meist erst sehr spät und dann häufig im fortgeschrittenen Zustand bemerkbar. Hier kommen vielfach unspezifische Schmerzen und Hirnnervenausfälle als Erstsymptome vor, die die Spitze des Eisberges darstellen, ehe durch eine bildgebende Diagnostik die richtige Diagnose gestellt werden kann. An dieser sind immer verschiedene medizinische Fächer beteiligt, ohne deren Spezialisierung auf dem Gebiet der Schädelbasis eine ganzheitliche Therapie schwierig ist.

Genau hier setzt das interdisziplinäre Schädelbasiszentrum an, das in unserer Klinik sämtliche Fachbereiche vorhält, die zur Behandlung solcher Erkrankungen notwendig sind. Hier ist im Besonderen neben einer fachlichen Expertise im diagnostischen, chirurgischen und strahlentherapeutischen Bereich auch eine spezielle, medizintechnische Ausstattung notwendig, um auf minimalinvasive Weise durch die natürlichen Körperöffnungen der Patienten hindurch mit Navigation und gepowerten Instrumenten zu therapieren.

Das interdisziplinäre Schädelbasiszentrum unserer Klinik ist durch die Deutsche Gesellschaft für Schädelbasischirurgie zertifiziert.

Wir helfen Ihnen bei

Angeborene Fehlbildungen wie 

  • die vorzeitigen Schädelknochenverschlüsse
  • Hirn- und/ oder Hirnhautvorverlagerungen

Entzündliche Erkrankungen wie 

  • Spezifische Infektionen mit Pilzen, Bakterien, Viren
  • Komplikationen von Hirn-, Hirnhaut-, Wirbelsäulen-, Augen-, Augenhöhlen-, Mittelohr-, Nasen-, Nasennebenhöhlen-, Rachen-, Weichteilgewebsstrukturen (Muskel-, Fett- und Bindegewebe), Hautentzündungen
  • Autoimmunerkrankungen wie Morbus Wegener

Unfallverletzungen wie

  • Offene und geschlossene Schädel-Hirntraumata mit/ ohne Schädelbrüche und Beteiligung der Schädelbasis
  • Fremdkörpereinspießungen
  • Stich-, Schussverletzungen

Gutartige Tumore

  • des Hirns, der Hirnhaut oder der Hirnanhangsdrüsen (z.B. Meningeome, Hypophysenadenome, Hirnzysten)
  • der Wirbelsäule
  • des Auges, der Augenhöhle
  • des Mittelohres, der Nasenhaupt-, Nasennebenhöhle, des Rachens
  • der Haut
  • des Weichteilgewebes (Muskel-, Fett- und Bindegewebe)

Bösartige Tumore

  • des Hirns, der Hirnhaut oder der Hirnanhangsdrüsen (z.B. Gliome, Metastasen aller Tumore des Menschen wie Melanome, Bronchial-, Lungenkarzinome)
  • der Wirbelsäule (z.B. Metastasen aller Tumore des Menschen wie Melanome, Mamma-, Darm-, Prostata-, Bronchial-, Lungenkarzinome)
  • des Auges, der Augenhöhle (z.B. Sarkome, Lymphome, Adeno-, Plattenepithelkarzinome, Metastasen aller Tumore des Menschen wie Melanome, Mamma-, Darm-, Prostata-, Bronchial-, Lungenkarzinome)
  • des Mittelohres, der Nasenhaupt-, Nasennebenhöhle, des Rachens (z.B. Sarkome, Lymphome, Adeno-, Plattenepithelkarzinome, Metastasen aller Tumore des Menschen wie Melanome, Mamma-, Darm-, Prostata-, Bronchial-, Lungenkarzinome)
  • der Haut (z.B. Plattenepithelkarzinome, Melanome, Basaliome, Merkelzellkarzinome)
  • des Weichteilgewebes (z.B. Sarkome, Plasmozytome, eosiniphile Granulome)

Die beteiligten Fachdisziplinen in unserer Klinik sorgen dafür, dass im interdisziplinären Schädelbasiszentrum die Expertise der Diagnostik und Therapie auf höchstem wissenschaftlichen und technischen Stand des Fortschritts gebündelt wird, um eine optimale Behandlung auf kurzem Weg für den Patienten zu gewährleisten.

Interdisziplinäre Schädelbasisoperationen – aus HNO Sicht. YouTube

©Asklepios

Heute können selbst dicht an der Schädelbasis liegende Tumoren nicht nur erfolgreich, sondern auch schonend operiert werden. Möglich wird das durch die Zusammenarbeit von Ärzten aus verschiedenen Fachgebieten. Prof. Dr. Jens E. Meyer, Chefarzt für HNO-Heilkunde, Kopf-, Halschirurgie und Plastische Operationen am Asklepios Klinik St. Georg spricht über das Vorgehen bei Operationen an der Schädelbasis und erklärt, welche Rolle die interdisziplinäre Arbeit dabei spielt.

Interdisziplinäre Schädelbasisoperationen ­aus HNO Sicht: 3 Fragen 3 Antworten

©Asklepios

Die Schädelbasis ist die Auflagefläche des Gehirns und gleichzeitig eine Trennlinie zum Gesichtsschädel. Um operativ an die Schädelbasis zu gelangen, nutzen Ärzte gern den Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Dadurch kann eine Schädelöffnung vermieden werden. Bei welchen Erkrankungen diese natürlichen Körperöffnungen genutzt werden können und welche Rolle dabei die Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche spielt, darüber spricht Prof. Dr. Jens E. Meyer, Chefarzt der HNO-Heilkunde, Kopf-, Halschirurgie und der Plastischen Operationen an der Asklepios Klinik St. Georg.

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