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Schnarchen und obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

Schnarchen (Rhonchopathie) ist eine Folge einer abnormen Atemwegsenge von Nase oder Rachen. Die stark beschleunigte Luftströmung regt die Wände des oberen Luftweges zu laut hörbaren Vibrationen an.

Diagnostik und Behandlung

Typische Folgen des schweren Schnarchens sind Kopfschmerzen und Morgenmüdigkeit. Die Atemwegsenge kann der Hals- Nasen-Ohrenarzt durch Untersuchung von Nase, Rachen und Kehlkopf identifizieren.

Typische Ursachen sind

  • Nasenscheidewandverbiegung (Nasenseptumdeviation)
  • Schwellkörpervergrößerung (Nasenmuschelhypertrophie)
  • Polypen (Adenoide)
  • große Mandeln (Tonsillenhypertrophie).

Diese Befunde sind einfach und eindeutig durch Blick in Nase und Rachen zu erheben. Die Beurteilung des Weichgaumens einschließlich des Zäpfchens (Weichgaumenhypertrophie, Uvulaelongation) oder des Zungengrundes bedarf zusätzlicher endoskopischer Verfahren, bei denen die funktionelle Anatomie beurteilt wird.

Ist die Atemwegsenge identifiziert, kann oft ein einfacher Eingriff den Luftweg ausreichend erweitern. So sind im Kindesalter die Polypenentfernung (Adenotomie) und die Mandelkappung (Tonsillotomie) sinnvolle Operationen, die nicht nur das Schnarchen beseitigen, sondern auch die Belüftung des Ohres verbessern, sodass Mittelohrentzündungen und Paukenergüsse seltener auftreten. Beim Erwachsenen sind die Nasenscheidewandkorrektur (Septumplastik) und die Schwellkörperverkleinerung (Conchotomie) eine häufige Eingriffskombination. Aber auch Nasenfehlstellungen, wie eine Schiefnase, können den Atemweg derart einengen, dass eine Korrektur (funktionelle Septorhinoplastik) geboten ist. Die Entfernung oder Teilentfernung abnorm großer Mandeln ist immer dann erforderlich, wenn die Atemwegsenge die nächtliche Sauerstoffaufnahme stört oder Atemstillstände (Apnoen) auftreten.

Im Anamnesegespräch erfolgt eine gründliche Untersuchung. Sollte der Verdacht auf das Vorliegen einer nächtlichen Atemstörung bestehen, muss diese vorab durch eine häusliche Untersuchung des Schlafes (Somnographie) oder auch im Schlaflabor (Polysomnographie) abgeklärt werden. Der Verdacht besteht z.B. bei beobachteten Atemstillständen, Morgen- und Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Übergewicht oder nächtlichem Harndrang. Bestätigt sich ein Schlafapnoe-Syndrom, kann die Einleitung einer Schlafmaskenbehandlung (CPAP-Therapie) statt einer Operation geboten sein. Wurde ein Schlafapnoe-Syndrom ausgeschlossen oder ist der Schweregrad gering (leichtes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom), kann der Atemweg auch durch eine Weichgaumenplastik (Uvulovelopharyngoplastik, oft „Schnarchoperation“ genannt) stabilisiert werden.

Nicht selten besteht eine Bissanomalie (Prognathie, Retrogenie), die zu einem Missverhältnis von Zungenvolumen und Weite von Rachen und Mundhöhle führt. Hier kann eine Unterkiefervorschubschiene (Protrusionsschiene, auch „Schnarcherschiene“ genannt) helfen, die speziell angefertigt und nachts getragen wird.

Eine besondere Beachtung bei der Beurteilung von Schnarchen kommt dem Körpergewicht zu: Übergewicht verstärkt das Schnarchen, da Fetteinlagerungen den Rachen im Liegen stark einengen. Hier ist eine Gewichtsreduktion sinnvoll. Die Weichgaumenplastik ist bei deutlich erhöhtem Body-Mass-Index nicht erfolgsversprechend.

Schnarchen muss also immer unter Zusammenführung aller Befunde beurteilt werden, nur dann kann eine maßgeschneiderte Therapie erfolgen, welche die gesundheitlichen und sozialen Folgen beseitigt.

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