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Stammzelltransplantation

Die Übertragung eigener (autologer) oder fremder (allogener) Stammzellen ist eine wichtige Therapiemöglichkeit bei der Behandlung bösartiger Erkrankungen des Abwehrsystems und des Blutes (Leukämien, maligne Lymphome, multiples Myelom) sowie einigen nicht bösartigen Erkrankungen der Blutbildung.

Foto Leukemia-Unit-Asklepios Klinik St. Georg
Leukemia-Unit, Asklepios Klinik St. Georg

Bei der Stammzelltransplantation mit eigenen Stammzellen (autologe Stammzelltransplantation) besteht das Prinzip in der Anwendung besonders hochdosierter Chemotherapien (Verabreichung von Zellgiften). Diese können bei anderweitig kaum behandelbaren Erkrankungen zur Rückbildung oder zur Heilung führen. Die Anwendung einer solchen Hochdosistherapie wird nur möglich, wenn unsere Experten die schweren Nebenwirkungen an der Blutbildung aufheben können. Um die schwerwiegenden Auswirkungen einer solchen Hochdosistherapie auszugleichen, wird die zerstörte eigene Blutbildung durch die zuvor gewonnenen und tiefgekühlt aufbewahrten blutbildenden Stammzellen ersetzt.

Bei der Transplantation mit fremden Stammzellen (allogene Stammzelltransplantation) stammen diese von einer Person, die in den wesentlichen Transplantat-Eigenschaften (den sogenannten HLA-Antigenen) mit dem Patienten möglichst gut übereinstimmt. Ein Vorteil der allogenen Stammzelltransplantation ist die Sicherheit, dass das Transplantat nicht durch bösartige Zellen verunreinigt ist. Zudem kann ein zusätzlicher immuntherapeutischer Effekt gegen Leukämien und Lymphome von den Abwehrzellen der Spender ausgehen. Wegen der Möglichkeit schwerwiegender unerwünschter Reaktionen des Transplantats gegen den Organismus des Patienten darf diese Behandlung nur in besonders ausgestatteten und erfahrenen Zentren durchgeführt werden.

Wir führen in unserem Zentrum autologe und allogene Stammzelltransplantationen bei allen Indikationen durch. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Transplantationen von Patienten mit malignen (bösartigen) Lymphomen. Wir führen auf diesem Gebiet eigene nationale und internationale klinische Studien durch und können Ihnen daher ein Behandlungsangebot auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung bieten.

Unsere Patienten erhalten selbstverständlich eine begleitende intensive physiotherapeutische Betreuung sowie die Möglichkeit einer psychoonkologischen Begleitung. Diese ist bei diesen langen und belastenden Behandlungen häufig sinnvoll und notwendig.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Frühzeitig werden Sie ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem zuständigen Arzt führen. In diesem Gespräch werden wir Ihnen erklären, warum eine Stammzelltransplantation für Sie die beste Möglichkeit darstellt, Sie von Ihrer Erkrankung zu befreien. Wir werden auf die vorbereitenden Maßnahmen eingehen und Ihnen den Ablauf der Behandlungen sowie deren Nebenwirkungen erläutern.

In unserer Broschüre "Die allogene Stammzelltransplantation - Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige" finden Sie alle wichtigen Informationen zur Transplantation in unserer Klinik. Zur Vorbereitung auf das Aufklärungsgespräch lesen Sie diese Broschüre bitte gewissenhaft durch. Bitte notieren Sie sich alle Fragen, Ängste und Probleme und gehen diese mit Ihrem Arzt Punkt für Punkt durch.

Sie werden in der Regel 1-2 Wochen vor dem geplanten Transplantationstermin bei uns aufgenommen. Vor der Transplantation findet eine genau geregelte Vorbehandlung (Konditionierung) statt. Rechnen Sie mit etwa 6 Wochen stationärem Aufenthalt.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

In der frühen Phase nach der Entlassung von der Transplantationsstation sind zunächst häufigere Kontrollen in unserer Ambulanz erforderlich.

Erst etwa 100 Tage nach Transplantation, wenn keine relevanten medizinischen Probleme mehr bestehen und Sie bemerken, dass sich Ihre Fitness stetig steigert, empfehlen wir Ihnen eine Rehabilitationsmaßnahme.

Machen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Transplantationsarzt Gedanken über das für Sie optimale Rehazentrum.

Unser Sozialdienst wird Sie mit den notwendigen Antragsformularen versorgen.

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