Intensivmedizin

Eine weitere wichtige Aufgabe unserer Klinik ist die Betreuung von Patienten, die eine besondere intensivmedizinische Überwachung, Pflege und Behandlung benötigen. Wir behandeln unsere Patienten mit optimalen medizinischen Therapien unter Einsatz modernster Technik. Bei unserer Arbeit steht stets der Patient mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Hierbei fühlen wir uns dem Willen unserer Patienten in besonderer Weise verpflichtet.

Auf unseren Intensivstationen arbeiten speziell qualifizierte Ärzte und Pflegekräfte im Schichtdienst. Ergänzt wird unser Team durch Physiotherapeuten und Logopäden.

Unsere Klinik betreibt insgesamt 32 Intensiv- und 20 Intermediate-Care-Betten (für die Zwischenpflege) auf zwei Stationen. Dort werden Patienten aller operativen Fächer rund um die Uhr betreut.

Die intensivmedizinische Versorgung unserer Patienten erfolgt dabei in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit und kontinuierlicher Abstimmung mit den Ärzten der jeweiligen operativen Abteilungen, um eine bestmögliche Behandlung für Sie zu gewährleisten.

Unsere Therapie orientiert sich dabei an nationalen und internationalen Behandlungsstandards und -empfehlungen sowie daraus abgeleiteten, von uns erstellten, Behandlungspfaden, die regelmäßig aktualisiert werden. Die Patientenbetreuung wird zudem durch einen engen konsiliarischen Austausch mit unseren Spezialisten aus den nicht-operativen Abteilungen (zum Beispiel Radiologen, Neurologen, Kardiologen/Internisten, Infektiologen sowie Hämatologen und Onkologen) unterstützt. Außerdem findet eine wöchentliche mikrobiologische Visite auf den Intensivstationen statt (Antibiotic Stewardship).

Schwerpunkte intensivmedizinischer Versorgung

Ein besonderer Schwerpunkt unserer intensivmedizinischen Versorgung liegt auf der Behandlung von Patienten mit akutem Lungenversagen, Patienten mit schwerer Sepsis (einer sogenannten Blutvergiftung) und septischem Schock sowie Patienten mit akuter Herzinsuffizienz, einschließlich der Therapie mit künstlichen Herzunterstützungs-Systemen. Langjährige Erfahrungen und besondere Kompetenz haben wir weiterhin bei der Therapie Schwerverletzter und Polytraumatisierter und bei der Behandlung von Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma sowie intrakraniellen (innerhalb des Schädels auftretenden) Blutungen.

Operative Intensivmedizin

Die operative Intensivmedizin gehört ebenfalls zum Tätigkeitsbereich unserer Klinik. Wir betreuen zwei Intensivstationen, deren medizinische Versorgung sich durch einen hohen Technisierungsgrad auszeichnet.

Folgende besondere Techniken und Therapieformen werden von unseren Intensivstationen vorgehalten:

  • Hypothermie-Verfahren
  • Hirndruck-Messtechniken
  • Therapie des Lungenversagens
  • Elimination / Oxygenierung (Sauerstoffzuführung), nichtinvasive Beatmung
  • Therapie des kardiogenen Schocks (durch einen Schock ausgelöstes Pumpversagen des Herzens) mit einem Ballonkatheter oder dem Einsatz einer Blutpumpe
  • frührehabilitative Intensivmedizin

Technische Ausstattung und Leistungsspektrum

Unser Therapieangebot und unsere apparative Ausstattung umfasst, neben den modernen Monitoranlagen an allen Bettplätzen, folgende Leistungen:
 

  • Beatmungsgeräte an jedem Intensivplatz für alle gängigen invasiven (in ein Organ eingreifende) und nichtinvasiven Beatmungsformen mit der Möglichkeit der Behandlung mit inhalativem Stickstoffmonoxid (NO)
  • Therapie mit Herz-Kreislaufunterstützungs-Systemen wie zum Beispiel der intraaortalen Ballongegenpulsation (IABP: Einbringung eines Ballons in die Hauptschlagader), der extrakorporalen Membranoxygenation (ECMO: maschinelle Beatmung) und mittels implantierter kardialer (des Herzens) Unterstützungssysteme (VAD)
  • Durchführung von verschiedenen Nierenersatzverfahren (Dialyse, CVVH, CVVHDF und Citratantikoagulation)
  • erweitertes Herz-Kreislauf-Monitoring mit pulmonalarteriellem Katheter und kontinuierlicher Herzzeitvolumen-Bestimmung, transpulmonaler Thermodilution (zur Messung des Herzzeitvolumens) und Pulskonturanalyse
  • Neuromonitoring: Hirndruckmessung, zerebrale Oxymetrie (NIRS: Messung der Sauerstoffsättigung durch den Schädelknochen hindurch), EEG (Aufzeichnung des Hirnaktionsströme-Verlaufs), Bispectral Index (BIS: Methode zur Überwachung des Bewusstseinszustands)
  • transthorakale (durch den Brustkorb erfolgende) und transösophageale (durch die Wand der Speiseröhre erfolgende) Echokardiografie (Ultraschall-Untersuchung des Herzens)
  • Sonografie (Ultraschall) / Dopplersonografie (Ultraschallverfahren, das den Doppler-Effekt nutzt)
  • Durchführung von perkutanen Dilatationstracheotomien (spezielles Verfahren, bei dem durch den Hals ein Zugang zur Luftröhre geschaffen wird)
  • diagnostische und therapeutische videoassistierte Tracheobronchoskopien (Luftröhrenspiegelungen)
  • invasives Kühlsystem (Coolgrad)
  • Anlage passagerer Herzschrittmacher
  • inhalative Sedierungsverfahren (AnaConDa)

Intensivstationen

Unsere Intensivstationen E1 / IMC-Station E1

Telefonische Auskunft: täglich 10:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 22:00 Uhr

Intensivstation E3

IMC-Station E3

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