Tumorerkrankungen

Wir behandeln alle Krebserkrankungen der urologischen Organe: Niere, Nebenniere, Harnleiter, Harnblase, Prostata, Hoden und Penis. Im Frühstadium entdeckt, sind bösartige Tumore aufgrund modernster Methoden häufig gut behandel- und auch heilbar. In Abstimmung mit unseren Kollegen der Onkologie setzen wir auf individuelle Therapiekonzepte.

Roboterchirurgie

Ein Schwerpunkt unserer Abteilung liegt seit Jahren auf der minimalinvasiven Chirurgie, der Laparoskopie: Bei dieser, häufig auch als Schlüssellochchirurgie bezeichneten Methode führen wir die Operation mithilfe einer speziellen Kamera über kleine Öffnungen in der Bauchdecke durch. Im Vergleich zu großen Hautschnitten ermöglicht die Schlüssellochchirurgie schonendere Operationen mit geringerem Wundschmerz, ohne wesentliche Narbenbildung. Auch die Dauer Ihres Krankenhausaufenthalts kann auf diese Weise verkürzt werden. Eine Weiterentwicklung der klassischen Laparoskopie stellt die roboter-assistierte Laparoskopie mit dem DaVinci®-Roboter dar. Das Da Vinci®-Operationssystem stellt das gegenwärtig modernste System zur minimal-invasiven Chirurgie dar: Viele der urologischen Tumorerkrankungen können mittels DaVinci®-Roboter operativ behandelt werden.

Die roboterassistierte Chirurgie ermöglicht präzises und für die meisten urologischen Tumore, onkologisch sehr sicheres operieren mit geringerem Blutverlust und ausgezeichneten, funktionellen Ergebnissen. Denn unser Ziel ist neben der onkologisch kompromisslosen Tumorresektion immer auch die bestmögliche Lebensqualität der Patienten.
 

Wir behandeln unter anderem bei folgenden Krebserkrankungen

Harnblasenkarzinom

Wir unterscheiden zwei Typen von Blasenkrebs: Den oberflächlichen Blasenkrebs, der auf die Schleimhaut beschränkt ist, sowie den aggressiven Blasenkrebs, der in Blasenwand und Muskulatur einwächst. Weitere Informationen zur Diagnose und Therapie beider Formen durch unsere Experten finden Sie hier.

Prostatakarzinom

Die Prostata ist eine kleine, etwa kastaniengroße Drüse, die sich bei Männern unterhalb der Blase befindet. Mehr als 65.000 Männer erkranken in Deutschland jährlich an einem Prostatakarzinom (Prostatakrebs). Über die Diagnostik, u.a. mittels MRT-Fusionsbiopsie und die Therapiemöglichkeiten, insbesondere über die radikale Prostatektomie (Entfernung der Prostata, bei uns vor allem robotisch assistiert mit dem DaVinci-Roboter) sowie die HIFU-Therapie (HIFU: Hochintensiver fokussierter Ultraschall), informieren wir Sie hier.
Sie können in Diagnostik und Therapie auf die umfassenden Erfahrungswerte unserer Experten und auf unser umfassendes medizinisches Fachwissen vertrauen.
 

Hodentumore

Krebserkrankungen der Hoden treten häufig schon im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf, sind aber in der Mehrheit der Fälle gut behandel- und heilbar. Unsere Experten sind sehr erfahren, unsere Klinik ist bestens ausgestattet. Informationen zur Diagnose und Therapie finden Sie hier.

Für weitergehende Informationen sprechen Sie uns bitte an – wir beantworten gerne Ihre Fragen.

Nierenzellkarzinome

Nierenzellkarzinome sind die häufigste bösartige Tumorerkrankung der Niere. In den meisten Fällen kann eine vollständige Heilung mit der operativen Therapie erreicht werden. Diese OP wird in unserer Klinik zumeist mit dem DaVinci-Roboter durchgeführt, jede Behandlung wird jedoch durch unsere Experten individuell auf Sie abgestimmt. Weitere Informationen zu den Therapiemöglichkeiten finden Sie hier.

Nierenbecken- und Harnleiterkarzinome

Ähnlich wie Blasentumore gehen diese Tumore von der Schleimhaut vom Nierenbecken und vom Harnleiter aus.

Häufig entziehen sich diese Tumore einem frühzeitigen Nachweis. Umso wichtiger ist es, bei Blut im Urin präzise diagnostische Verfahren zur Verfügung zu haben, die die Diagnosestellung verbessern. Neben nichtinvasiven (nicht in den Körper eingreifenden) Verfahren wie der Zytologie (Zelluntersuchungen) und der Röntgendiagnostik sind wir in der Lage, mit dünnen endoskopischen Geräten und Videotechnik Ihren gesamten Harntrakt zu inspizieren und gezielt Gewebeproben zu entnehmen.

Sollte bei Ihnen ein bösartiger Tumor bestehen und eine operative Behandlung notwendig sein, entscheiden wir individuell, welches Therapieverfahren für Sie geeignet ist, und bieten Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung an. Die Mehrzahl der Operationen können wir schonend minimalinvasiv (mit dem DaVinci-Roboter) durchführen. Der medizinische Standard ist derzeit die Entfernung von Niere, Harnleiter und Einmündungsstelle des Harnleiters in die Blase (Nephroureterektomie).

Neben der Nephroureterektomie führen wir in ausgewählten Fällen auch eine Harnleiterteilresektion durch. Hier muss, wenn nur der Harnleiter tumorbefallen ist, die eigentlich gesunde Niere nicht entfernt werden. Außerdem bieten wir die endoskopischen Laser-Therapie von Harnleiter und Nierenbecken an. Alle Operationen werden bei uns sehr präzise und versiert durchgeführt.

Nebennierentumore

Nebennierentumoren zählen zu den am weitesten verbreiteten Tumoren überhaupt. Bis zu 3% aller erwachsenen Personen haben einen Tumor in der Nebenniere, wobei die Häufigkeit mit höherem Alter zunimmt.

Der allergrößte Teil dieser Nebennierenveränderungen ist unbedenklich, gutartig und ohne krankheitswert. Meist werden die Tumore zufällig im Rahmen einer bildgebenden Diagnostik auffällig. Bei Tumorgrößen über einen Zentimeter oder auffälligen Beschwerden, sollten Sie eine ärztliche Abklärung durchführen. Typische Tumore der Nebennieren stellen das Phäochromozytom, das Conn- und das Cushing-Adenom, das Nebennierenkarzinom oder die Metastase (Tochtergeschwür) eines anderen Tumors dar.

Die Diagnostik erfolgt bei uns im Haus. In den meisten Fällen muss keine Therapie erfolgen. Sollte der Tumor jedoch entfernt werden müssen, führen wir die Adrenalektomie (Nebennierenentfernung) und partielle Adrenalektomie (Teilentfernung der Nebenniere) in der Regel minimalinvasiv mit dem DaVinci-Roboter durch. Gemeinsam stimmen wir mit Ihnen das für Sie geeignete Vorgehen ab. Bitte stellen Sie uns auch stets alle Ihre Fragen, die wir gerne beantworten.

Peniskarzinom

Peniskrebs ist sehr selten. Da Patienten aus Angst und Schamgefühl häufig erst spät einen Arzt aufsuchen, kommt es oftmals auch erst spät zu einer Behandlung. Dabei gilt auch für ein Peniskarzinom, dass die Behandlung umso besser möglich ist, je eher der Tumor diagnostiziert wird. Im Frühstadium können wir auf eine örtliche Laser-Therapie zurückgreifen, bei einer weiteren Ausbreitung kann eine Penis-Teilamputation beziehungsweise eine komplette Entfernung erforderlich werden, die in unserer Klinik von erfahrenen Experten durchgeführt wird.

Bitte suchen Sie bei Beschwerden rechtzeitig einen Arzt auf, wir sind gerne für Sie da.

Stationsalltag in der Urologie

©Asklepios

Begleiten Sie Oberarzt Dr. Holger Böhme durch seinen Tag in der Urologie der Asklepios Klinik Barmbek. Sie erhalten einen Einblick in den Krankenhausbetrieb und folgen Dr. Holger Böhme auf Patientenvisiten, die Stationsbesprechung und in den OP-Saal.

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