Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

Mehr erfahren

Sektion für Pränatale Diagnostik und Therapie

Zertifiziertes DEGUM Zentrum



Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

in der Asklepios Klinik Barmbek bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum der pränatalen Diagnostik und Therapie. Auch wenn Sie besorgt sind, dass Ihr ungeborenes Kind nicht gesund sein könnte oder es in Ihrer Schwangerschaft zu Problemen kommt, sind Sie in unserem Perinatalzentrum der höchsten Stufe (Level I) bestens aufgehoben.
Die Behandlung erfolgt auf Überweisung bei besonderem Risiko (persönliche KV-Ermächtigungen Priv.-Doz. Dr. med. H. Maul und Prof. Dr. med. I. Kyvernitakis), bei einem ersten Verdacht oder auf Ihren persönlichen Wunsch hin als Privatleistung, bei akut zu behandelnden Beschwerden auch nach Einweisung.

Prof. Dr. med. Ioannis Kyvernitakis
Sektionsleitung

Sprechstunden

Terminvereinbarung für unsere Sprechstunden und zur Geburtsanmeldung - auch online möglich!

Unter diesen Telefonnummern erreichen Sie uns

Nummern quer

Rufen Sie uns an:

Leistungsspektrum pränatale Diagnostik und Therapie

Ultraschalldiagnostik (Sonographie)

  • Erweitertes Ersttrimester-Screening (sog. Nackenfaltenmessung und Untersuchung der Zusatzmarker, z.B. das fetale Nasenbein, Ductus venosus) inkl. Serumbiochemie
  • Untersuchung bei Mehrlingen (Zwillinge, Drillinge, Vierlinge)
  • Gezielte Ultraschalldiagnostik (sog. Genetische Sonographie)
  • Präeklampsiescreening im ersten Trimenon
  • Fehlbildungsdiagnostik (Feindiagnostik)
  • Untersuchung des fetalen Herzens (fetale Echokardiographie)
  • Dopplersonographie (maternale und fetale Gefäße)
  • 3D/4D-Ultraschall
  • KANET (Pränataler Test bei V.a. Zerebralparese oder neurologisches Defizit)

Fetales MRT (Kernspin)

  • Radiologie und Neuroradiologie in der AK Barmbek
  • Neuroradiologie in der AK Nord

Test auf Trisomie 13, 18 und 21 aus mütterlichem Blut

  • NIPT (fetale zellfreie DNA aus mütterlichem Blut)

Invasive Untersuchung

  • Chorionzottenbiopsie (Mutterkuchenpunktion)
  • Amniozentese (Fruchtwasserpunktion)
  • Cordocentese (Fetale Blutentnahme)

Pränatale Therapie

  • Fetale Bluttransfusion (bei fetaler Anämie)
  • Fetale Shunteinlage (Megazystis, Hydrothorax)
  • Amniondrainage (bei stark vermehrter Fruchtwassermenge)
  • Amnionauffüllung (Fruchtwasserauffüllung)
  • Kontinuierliche Amnioninfusion über einen intraamnialen Katheter nach einem frühen, vorzeitigen Blasensprung vor oder an der Grenze der Lebensfähigkeit des Kindes
  • Antiarrhytmische Therapie bei Herzrhythmusstörungen

Therapiemöglichkeiten bei hohem Risiko für eine Frühgeburt

  • Fruchtwasserauffüllung (in besonderen Situationen bei frühem vorzeitigem Blasensprung)
  • Einlage von Arabin-Pessaren
  • Transvaginale Cerclage (McDonald und Shirodkar Cerclagen)
  • Transabdominale Cerclage (offen oder laparoskopisch bei Z.n. Trachelektomie)
  • Totaler Muttermundsverschluss nach Saling

Kooperationen bei seltenen fetalen Fehlbildungen und Erkrankungen

  • Fetale Spina bifida 
    • Kooperation mit der Universitätsfrauenklinik Heidelberg (fetalchirurgische intrauterine Operation)
    • Kooperation mit der Neurochirurgie der Asklepios Klinik Nord-Heidberg
  • Fetale Zwerchfellhernie
    • Kinderklinik des Universitätsklinikums Mannheim
  • Angeborene Herzfehler
    • Kinderherzchirurgie des Universitätsklinikums Kiel
    • Kinderherzchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
  • Genetische Erkrankungen
    • Humangenetik im Gynaekologikum (Pränatalzentrum Altonaer Straße)

Pränataldiagnostik - Flyer

Risikoschwangerschaften

Ultraschallbild

Die allermeisten Schwangerschaften verlaufen problemlos. Einige werdende Mütter zählen jedoch zu einer Risikogruppe aufgrund Ihrer Vorgeschichte, des Verlaufs der bestehenden Schwangerschaft oder aufgrund von Untersuchungsergebnissen. Dies bedeutet, dass Schwierigkeiten bei der Mutter und/oder dem Kind wahrscheinlicher sind. Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, bedeutet dies, dass unsere Experten Sie in enger Abstimmung mit Ihrem Frauenarzt engmaschiger mitbetreuen und überwachen. Wir sind auf solche Schwangerschaften spezialisiert und bieten Ihnen ein breites Spektrum an Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten an.

Risikoschwangerschaften können vorliegen bei:

  • Alter der Mutter über 35 oder unter 18 Jahren
  • Vorerkrankungen der Mutter wie Diabetes (Zuckerkrankheit), Thrombophilie (Neigung zur raschen Blutgerinnung), Asthma, Epilepsie, Herzerkrankungen, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen, Bluthochdruck, Infektionen, Autoimmunerkrankungen
  • Erbkrankheiten in der Familie
  • Komplikationen in einer vorangegangenen Schwangerschaft
    • Präeklampsie oder HELLP-Syndrom
    • Wachstumsrestriktion (IUGR)
    • Gestationsdiabetes
    • Frühgeburt
    • Fehlgeburten oder Totgeburten
    • Kaiserschnitt
    • Geburtshilfliche Komplikationen (z.B. Schulterdystokie, höhergradige Dammverletzung)
  • Komplikationen in der gegenwärtigen Schwangerschaft
    • Zervixverkürzung und/oder vorzeitige Wehentätigkeit
    • Längeranhaltende Blutungen im 1./2. Trimenon
    • Präeklampsie
    • Gestationsdiabetes
    • V.a. Makrosomie (zu großes Kind)
    • Blutgruppenunverträglichkeit
    • Mehrlingsschwangerschaft
    • Uterus myomatosus mit Beschwerden
    • Plazentaanomalien (z.B. Insertio velamentosa, Vasa praevia, Placenta praevia, V.a. Placenta increta/percreta)
    • Lageanomalie, z.B. Beckenendlage, Querlage
    • Verdacht auf Infektion in der Schwangerschaft (z.B. Cytomegalievirusinfektion, Toxoplasmose)
    • V.a. zu geringes Wachstum der Feten („small for gestational age“, intrauterine Wachstumsrestriktion)
    • V.a. fetale Fehlbildungen

Liegen solche Umstände vor, bieten wir Ihnen abgestimmt mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin eine intensivere Betreuung aus einer Hand an. Sie werden dann je nach Fragestellung entweder ambulant oder stationär versorgt. Sollte sich aus den Untersuchungen ein Befund ergeben, der eine fachübergreifende Beratung durch z.B. unsere Kinderärzte erforderlich werden lässt, kann durch die Nähe und Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachdisziplinen der Asklepios Klinik Barmbek eine optimale Betreuung erfolgen.

Schwerpunkte

Frühgeburtsprävention

Die Frühgeburt ist die Entbindung vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche. Mit einer Häufigkeit von 9% aller Kinder in Deutschland ist sie die Hauptursache für perinatale Sterblichkeit und stellt somit ein wesentliches Problem der Geburtsmedizin dar.
Unser Ziel ist es, das Frühgeburtsrisiko auf der Basis modernster Ultraschalltechnik und mit allen zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu senken und Übertherapien unbedingt zu vermeiden.
Als eines der führenden Perinatalzentren der höchsten Versorgungsstufe (Level I) sind wir auf die Versorgung und Betreuung von Müttern und Kindern ausgelegt und auf jede Situation optimal vorbereitet.

 

Spezialsprechstunde für Frühgeburtsprävention

Die Spezialsprechstunde für Frühgeburtsprävention umfasst die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Risikoschwangerschaften. Wir bieten an, Risikopatientinnen auch vor einer geplanten Schwangerschaft zu beraten. Spezialisiert sind wir auf die Beratung von Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten, bei vorausgegangener Frühgeburt oder nach Muttermundsoperationen (Konisation). Da Frühgeburten auch andere Ursachen haben können (z.B. IUGR, Polyhydramnion, Fehlbildungen, Präeklampsie, HELLP-Syndrom), ist es wichtig, spezifisch und auf die jeweilige Situation angepasst zu beraten und zu behandeln.

Die therapeutischen Maßnahmen können sowohl medikamentös, aber auch operativ sein. In diesem Zusammenhang, kann die bei drohender Frühgeburt und kurzen Gebärmutterhals (Zervixverkürzung) die Progesterontherapie das Risiko der Frühgeburt verbessern.  Bei entsprechender Indikation bieten wir auch alle heute möglichen Operationen zum Verschluss des Gebärmutterhalses (Mc-Donald/Shirodkar/abdominelle Cerclage, totaler Muttermundsverschluss nach Saling, Kombinationstherapie) an. Des Weiteren besitzt unser Zentrum eine ausgewiesene Erfahrung mit der Anwendung von Arabin-Pessaren bei verkürztem Gebärmutterhals.

Bei Bedarf, kann eine individuelle pränatale Beratung gemeinsam mit den Kollegen der Neonatologie vereinbart werden. Auch Hilfsangebote wie psychotherapeutische Gespräche für Betroffene können angeboten werden.


Kooperationspartner für psychotherapeutische Gespräche:

  • Dr. Almut Dorn, Psychologin
  • Fr. Irmtraud Borgert-Nicks (Traumatherapeutin und Trauerbegleiterin)

Patientinnen mit erhöhtem Risiko für Frühgeburt:
 

  • Patientinnen mit Verkürzung des Gebärmutterhalses
  • Patientinnen mit vorzeitiger Wehentätigkeit
  • Patientinnen mit frühem vorzeitigen Blasensprung
  • Mehrlingsschwangerschaften (Zwillinge, Drillinge, etc.)
  • Patientinnen mit vorausgegangener Frühgeburt
  • Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten
  • Patientinnen mit vorausgegangenen Muttermundsoperationen (Konisation)
  • Patientinnen mit vorausgegangenem Kaiserschnitt
  • Fortgeschrittenes Alter bei Schwangerschaft (>50 Jahre)
  • Nach Reproduktionsmedizin: IVF, ICSI, Z.n. Eizellspende, etc.
  • Patientinnen mit Erkrankungen, aufgrund derer eine Frühgeburt indiziert sein könnte

Zwillingsschwangerschaften

Schwangerschaften, die mehrfache Elternfreude bringen, sind in unserer Sprechstunde gut aufgehoben. Im Rahmen unserer Spezialsprechstunde für Zwillingsschwangerschaften können wir Sie vom Anfang der Schwangerschaft an mitbetreuen und so eventuelle Risikofaktoren rechtzeitig erkennen und Ihnen und Ihren Kindern eine optimale Versorgung anbieten.

In der Frühschwangerschaft ist wichtig zu erkennen, ob sich die Kinder einen gemeinsamen Mutterkuchen oder sogar eine gemeinsame Fruchthöhle teilen. Davon hängt ab, welche Risiken im Verlauf der Schwangerschaft auftreten können und wie engmaschig die Schwangerschaft überwacht werden soll.


Vorgeburtliche Risiken bei Zwillingsschwangerschaften:

  • Durchblutungsstörung bei eineiigen Zwillingen, die einen Mutterkuchen teilen (Fetofetales Transfusionssyndrom, selektive Wachstumsrestriktion, Twin Anaemia Polycytaemia Sequence (TAPS), Twin reversed arterial perfusion (TRAP))
  • Frühgeburt
  • Doppelfehlbildung (siamesische Zwillinge)

Ansprechpartner für spezielle Fragestellungen

In unserem Perinatalzentrum stimmen sich der ambulante und der stationäre Bereich sehr eng ab, sodass wir Sie vom ersten Herzschlag bis zur Geburt Ihres Kindes rundum begleiten.

Kooperation mit dem Praenatalzentrum Hamburg

Seit 2013 bietet das Praenatalzentrum Hamburg in den Räumlichkeiten der Asklepios Klinik Barmbek zweimal wöchentlich eine pränatale Sprechstunde an.

 

Pränatalsprechstunde mit Dr. Boris Schulze-König und Dr. Emine Cetin

  • Donnerstags von 08:00 – 14:00 Uhr
  • Dr. Schulze-König verfügt über eine DEGUM II Qualifikation
  • Dr. Cetin verfügt ebenfalls über eine DEGUM II Qualifikation

Seite teilen: