Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Grundsätzlich können aber auch Männer betroffen sein. Wenn in Ihrer Familie gehäuft Brustkrebs vorkommt, kann ein erblich bedingtes erhöhtes Brustkrebsrisiko vorliegen. Wird von Ihnen selbst oder im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung ein Knoten in der Brust ertastet, sind weitere Untersuchungen zur Abklärung notwendig. Sofern sich dabei der Verdacht auf Brustkrebs bestätigt, hängt die weitere Therapie von Gewebebefunden und dem Stadium Ihrer Erkrankung ab.

Wir helfen Ihnen

Je früher der Brustkrebs entdeckt wird, desto höher ist die Heilungschance. Durch neue Medikamente sowie den kombinierten Einsatz von Chemotherapie und Operation (multimodale Therapie) können wir den Brustkrebs auch im fortgeschrittenen metastasierten Stadium immer besser behandeln.

In der Abteilung für Onkologie versorgen wir Sie in enger Zusammenarbeit mit unseren Kollegen des Brustzentrums. Nach abgeschlossener Diagnostik besprechen wir Ihren Fall in unserer regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenz. Wir bieten Ihnen – in allen Stadien und Phasen der Brustkrebserkrankung – ein sehr gut abgestimmtes Konzept zwischen ambulanter und, wenn nötig, stationärer Behandlung an. Diese fachübergreifende Organisationsstruktur bildet ein Netz, das Sie bei einer heilbaren Erkrankung, aber auch in schwierigen Krankheitssituationen trägt.

Wir sind fachlich sehr gut aufgestellt und stützen uns bei der Behandlung unserer Patienten auf nationale und internationale Leitlinien. Die Asklepios Klinik Barmbek ist seit 2004 von der Deutschen Krebsgesellschaft als „Zentrum für die Behandlung von Brustkrebs“ zertifiziert. Für die Ultraschalldiagnostik sind unsere Leiter der Abteilungen für Gynäkologie und Onkologie offiziell von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) als Kursleiter (Stufe 3) zertifiziert.

Der erste Schritt: die richtige Diagnostik

Bei einem Verdacht auf Brustkrebs erfolgt zunächst eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Zusätzlich wird häufig eine Mammografie durchgeführt, in besonderen Fällen auch eine Kernspintomografie. Bestätigt sich der Krebsverdacht, werden unter örtlicher Betäubung kleine Gewebeproben entnommen. Mit der Analyse der Gewebeprobe erhalten Sie Gewissheit, ob es sich bei Ihnen um einen Brustkrebs handelt. Bei Tumoren, die bestimmte Eigenschaften aufweisen (zum Beispiel Hormon-Rezeptoren oder sogenannte HER-2-Rezeptoren), können wir sogenannte zielgerichtete Therapien einsetzen. Weiterhin erfolgen immer eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) und eine Knochenszintigrafie (spezielles bildgebendes Verfahren) sowie in ganz besonderen Fällen eine Computertomografie. Nach diesen Untersuchungen legen wir das Stadium Ihrer Brustkrebserkrankung fest.

Therapiemöglichkeiten bei Brustkrebs

Nach abgeschlossener Diagnostik besprechen wir Ihren Fall in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz. Der Therapieweg hängt von der Tumorgröße ab und von der Frage, ob vergrößerte Lymphknoten vorhanden sind und ob sich bereits Metastasen in anderen Organen oder Knochen gebildet haben. Auch spielt bei unserer Therapieauswahl zum Beispiel eine Rolle, ob Hormon-Rezeptoren oder HER-2-Rezeptoren im Tumorgewebe vorhanden sind und ob bei Ihnen Begleiterkrankungen bestehen. Zudem berücksichtigen wir Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und die Tatsache, ob der Brustkrebs vor oder nach den Wechseljahren aufgetreten ist. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir nach der Tumorkonferenz ausführlich die Therapiemöglichkeiten und wählen die auf Ihre individuelle Krankheitssituation optimal abgestimmte Behandlung gemeinsam aus.

Lokal begrenzter Brustkrebs

Befindet sich der Tumor nur in einem lokal begrenzten Bereich der Brust, führen wir eine brusterhaltende Therapie (BET) durch. Vor der operativen Teilentfernung der Brust erfolgt häufig eine Chemotherapie, um den Brustkrebs zu verkleinern. Sofern die Achsellymphknoten in der Ultraschalluntersuchung (Sonografie) unauffällig sind, wird nur ein sogenannter Wächterlymphknoten entnommen (Sentinel-Biopsie). Nur wenn dieser Lymphknoten doch von Tumorzellen befallen sein sollte, erfolgt die Entfernung aller Achsellymphknoten. Unsere Gynäkologen führen die Operation mit großer Erfahrung durch - weitere Informationen zur Operations-Technik erhalten Sie hier. Im Anschluss an eine brusterhaltende Operation ist eine Strahlentherapie, oftmals auch eine Chemotherapie notwendig, um die Heilungschancen zu erhöhen und das Rückfallrisiko zu senken. Nach Beendigung der Chemotherapie kann sich eine Anti-Hormon-Therapie oder eine gegen den HER-2-Rezeptor gerichtete Therapie anschließen. Die Koordination und die Durchführung der Chemotherapie, aber auch die Nachsorge, führen wir ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie durch. Die Chemotherapie geben wir zu Ihrer Sicherheit häufig über einen Port-Katheter. Ihre Fragen beantworten wir Ihnen jederzeit gerne und umfassend.

Lokal fortgeschrittener Brustkrebs

Bei einem Befall von Lymphknoten, mehreren Krebsherden in der Brust oder entzündlichen Veränderungen in der Brust (sogenannter inflammatorischer Brustkrebs) sind oftmals eine vollständige Entfernung der Brust (Mastektomie) und die Entfernung von allen Achsellymphknoten notwendig. Zusätzlich ist vor und/oder nach der Operation eine Chemotherapie erforderlich. Je nach Befund im Tumorgewebe können wir vor und/oder nach der Operation eine zielgerichtete Therapie mit HER-2-Antikörpern oder eine Anti-Hormontherapie durchführen. Die Koordination der Therapie und die Durchführung der Chemotherapie erfolgt ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie. Die Chemotherapie verabreichen wir unseren Patienten zu ihrer eigenen Sicherheit häufig über einen Port-Katheter. Nach abgeschlossener Therapie kann durch unsere plastischen Chirurgen ein Wiederaufbau der Brust erfolgen. Das Vorgehen besprechen wir ausführlich und persönlich mit Ihnen. Bitte stellen Sie uns alle Ihre Fragen, die wir gern beantworten – wir möchten, dass Sie auch spüren, dass Sie bei uns in besten Händen sind.

Metastasierter Brustkrebs

Liegen Metastasen vor, steht die medikamentöse Therapie im Vordergrund, um das Wachstum der Krebszellen im ganzen Körper zu bremsen. Dafür bieten wir Ihnen eine Chemotherapie an und, wenn möglich, eine zielgerichtete Antikörpertherapie, die das Wachstum der Krebszellen bremst. Die Chemotherapie und die Antikörpertherapie führen wir ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie durch. Die Chemotherapie geben wir zu Ihrer Sicherheit häufig über einen Port-Katheter. Wir helfen Ihnen auch in schwierigen Situationen bei einer weit fortgeschrittenen Metastasierung. Dann stehen palliative Therapiemaßnahmen im Mittelpunkt, um die Folgen der Metastasierung zu mildern – zum Beispiel durch eine Schmerztherapie oder die Anlage einer Perikard-, Pleura- oder Aszites-Drainage bei vermehrter Flüssigkeit im Herzbeutel (Perikard-Drainage), Brustkorb (Pleura-Drainage) oder Bauchraum (Aszites-Drainage). Das Ziel all dieser unterstützenden palliativen Therapiemaßnahmen ist die bestmögliche Linderung Ihrer Symptome und der bestmögliche Erhalt Ihrer Lebensqualität.

Expertenvideo: Chemotherapie bei Brustkrebs

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©Asklepios

Wie wirkt eine Chemotherapie bei Brustkrebs? Wann ist sie nötig? Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Axel Stang gemeinsam mit Dr. Susanne Tiede.

Therapiemöglichkeiten nach einem Rückfall bei Brustkrebs

Die Behandlung bei einem Rückfall (Rezidiv) richtet sich nach Ihrer Vortherapie, der Ausdehnung des Rezidiv-Tumors und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Die Therapie des Rückfalls (Rezidivs) setzt eine große Erfahrung voraus und ist immer individuell. Bei einem ersten Rückfall ohne Metastasen kommen grundsätzlich die gleichen Optionen wie bei einer Erstdiagnose in Betracht (siehe lokal begrenzter und lokal fortgeschrittener Brustkrebs). Werden in der Nachsorge Metastasen gefunden, stehen uns ähnliche Behandlungsmöglichkeiten wie bei einer primär metastasierten Brustkrebserkrankung (siehe metastasierter Brustkrebs) zur Verfügung. Nachdem die Diagnostik abgeschlossen ist und nachdem gesichert ist, dass ein Rezidiv vorliegt, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die Behandlungsoptionen und die für Ihre individuelle Krankheitssituation optimal angepasste Therapie. Gerade bei einem Rückfall profitieren Sie von den Vorteilen unserer eng verzahnten, fachübergreifenden ambulant-stationären Organisationsstruktur. Sie sind bei uns sehr gut aufgehoben.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Nachsorge

Nach einer erfolgreichen Behandlung der Brustkrebserkrankung empfehlen wir Ihnen eine regelmäßige Nachsorge. Dazu gehören grundsätzlich in regelmäßigen Abständen durchgeführte Gespräche, in denen mögliche Symptome erfragt werden, regelmäßige Blutuntersuchungen, Kontrollen der Brust und Ultraschalluntersuchungen (Sonografie). Wir bieten Ihnen an, die Nachsorge ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie durchzuführen.

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