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Weaning/Beatmungsentwöhnung

Unter „Weaning“ versteht man die Phase der Entwöhnung eines Patienten von der maschinellen Beatmung. Insbesondere bei Patienten, die über einen längeren Zeitraum künstlich beatmet wurden, gestaltet sich diese Phase oftmals schwierig. Im Weaning-Bereich unserer Intensivstation B haben wir uns auf die Behandlung solcher Patienten spezialisiert – entsprechend erfahren sind unsere Experten und ihre Teams.

Wann ist eine Entwöhnung von künstlicher Beatmung nötig?

Allein in Hamburg benötigen jährlich ca. 5.000 Patienten eine mehr als 24-stündige künstliche Beatmung auf einer Intensivstation. Notwendig wird die Beatmung zum Beispiel nach großen Operationen, Unfällen oder als Folge schwerer innerer Erkrankungen. Bei ca. 15 % dieser Patienten – also 750 Menschen allein in Hamburg – gelingt die stabile Entwöhnung vom Beatmungsgerät, das sogenannte Weaning, nicht. Diese Patienten verbringen dann häufig viele Wochen auf einer Intensivstation und haben ein hohes Risiko für schwere Infektionen der Atemwege oder andere Komplikationen. Bei den anderen Patienten gelingt die Entwöhnung erfolgreich.

Die Gründe für das Fehlschlagen der Beatmungsentwöhnung sind vielfältig: Vorerkrankungen der Lunge sind die häufigste Ursache, oftmals kommen Herzkrankheiten, Muskelschwäche oder Störungen des Nervensystems als Auslöser des Weaning-Versagens hinzu. Sofern es nicht gelingt, Patienten auf herkömmlichem Weg von der künstlichen Beatmung zu entwöhnen, sind spezialisierte Zentren wie das unsere mit erweiterten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten gefragt. Zu erforderlichen Maßnahmen und weiteren Behandlungsschritten beraten wir auch die Angehörigen gern und ausführlich.

Das Weaningzentrum unserer Abteilung

Der Weaning-Bereich unserer Intensivstation B ist ein solches Zentrum und auf die Beatmungsentwöhnung spezialisiert. Seit 01. Mai 2021 leitet dies Dr. Florian Bornitz, der zuvor viele Jahre ein Weaningzentrum an der Thoraxklinik der Universität Heidelberg aufgebaut und geleitet hat. Es besteht aus einem erfahrenen interdisziplinären Team aus Pflegekräften, Atmungs- und Physiotherapeuten, Logopädie und Ergotherapie, um in der hochmodernen, mit neuester Technik ausgestatteten Einheit optimale Voraussetzungen zu geschaffen, auch schwerkranke Patienten erfolgreich von der künstlichen Beatmung zu entwöhnen.

Es gelingt uns in ca. 80% der Fälle, eine komplette Entwöhnung von der Beatmung bei zuvor als nicht entwöhnbar eingestuften Patienten zu erzielen. Ca. 15 % der Patienten benötigen eine häusliche Atmungsunterstützung - meist nur im Schlaf und vorzugsweise über eine Maskenbeatmung.

Im Bereich der Beatmungsentwöhnung verfügt unser Team über einen außergewöhnlichen Erfahrungsschatz, daher können wir den Patienten eine sehr individuelle Therapie mit exzellenten Erfolgsaussichten anbieten.

Gerne nehmen wir auch Patienten aus der häuslichen Beatmung zur Kontrolle, Optimierung oder im besten Fall auch sekundären Entwöhnung von der Beatmung auf unsere Weaning-Einheit auf.

Expertenvideo

Dr. Florian Bornitz im Expertengespräch über künstliche Beatmung & Entwöhnung

Insbesondere bei Patienten, die über einen längeren Zeitraum künstlich beatmet wurden, ist die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung oft schwierig. Chefarzt Dr. Florian Bornitz spricht im Expertentalk über die verschiedenen Formen einer Beatmung und über das sogenannte Weaning, also die Entwöhnung von der maschinellen Beatmung. 

Sie benötigen Unterstützung oder haben Fragen zum Weaningverlauf – nutzen Sie unsere Konsilanfrage:

Sie benötigen fachliche Beratung zur Feststellung des Beatmungsstatus und des Beatmungsentwöhnungspotentials gemäß OPS 1-717 – gerne übernehmen wir dies für Sie:

Kontakt

Die Anmeldung für unseren Weaning-Bereich erfolgt über den Facharzt oder die bisher behandelnde Klinik. Für Rückfragen stehen wir unter Tel.: (0 40) 18 18‐82 95 00 zur Verfügung.

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