Bauchspeicheldrüsenkrebs

Auch bei einer Krebs-Erkrankung der Bauchspeicheldrüse arbeitet unser Team fachübergreifend und auf Basis umfassender Erfahrungswerte.

In frühen Erkrankungsstadien verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs selten Symptome, weshalb der Tumor häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Erste Beschwerden können Gelbsucht, Gewichtsverlust, Appetitmangel, Übelkeit und Durchfall sein. Häufig berichten die Patienten auch über ein Druckgefühl im Oberbauch oder über Bauchschmerzen, die auch nachts anhalten und in den Rücken ausstrahlen.

Wir helfen Ihnen

Wir sind Spezialisten für die Diagnose und die Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs, der eine aggressive Erkrankung ist. Es ist sehr wichtig, auf Warnzeichen, die auf einen Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen können, rechtzeitig zu reagieren. Ansprechpartner für die Abklärung ist zunächst Ihr Hausarzt, der Sie gegebenenfalls in ein spezialisiertes Zentrum überweist.

Unser auf diese Erkrankung spezialisiertes und erfahrenes Team von Fachärzten der Onkologie arbeitet eng und fachübergreifend mit den Kollegen der Gastroenterologie, der Radiologie sowie der Allgemein- und Viszeralchirurgie zusammen. Um Ihnen als Patient die bestmögliche Therapie anzubieten, besprechen wir Ihren Fall in unseren regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen. Wir bieten Ihnen – in allen Stadien und Phasen der Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung – ein sehr gut abgestimmtes Konzept zwischen ambulanter und, sofern erforderlich, stationärer Behandlung. Diese fachübergreifende Organisationsstruktur bildet ein Netz, das Sie bei einer heilbaren Erkrankung, aber auch in schwierigen Krankheitssituationen trägt.

Wir sind fachlich und organisatorisch exzellent aufgestellt. Die Asklepios Klinik Barmbek ist von der Deutschen Krebsgesellschaft offiziell als „Behandlungs-Zentrum für Pankreaskrebs“ zertifiziert und durch die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Leber-, Galle- und Pankreaserkrankungen (CALPG) ausgezeichnet.

Der erste Schritt: die richtige Diagnostik

Als erster Schritt wird immer eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) durchgeführt. Bei einem Tumorverdacht schließen sich eine Ultraschalluntersuchung von innen (Endosonografie) und eine Computertomografie an. Häufig wird auch eine spezielle Kernspintomografie der Gallenwege oder eine endoskopische Darstellung der Gallenwege (ERCP) mit Einlage eines Stents bei einer Behinderung des Galleabflusses durchgeführt. Nach diesen Untersuchungen legen wir das Stadium der Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung fest. Um nachzuweisen, dass es sich bei der Veränderung in der Bauchspeicheldrüse tatsächlich um Krebs handelt und herauszufinden, welche Form genau vorliegt, ist eine Gewebeprobe notwendig. Wenn der Tumor klein ist und somit komplett operiert werden kann, erfolgt die Gewebeanalyse anhand des herausoperierten Tumors. Falls der Tumor nicht operiert werden kann, entnehmen wir eine Gewebeprobe unter Ultraschallkontrolle (Sonografie). Je nach Lage des Tumors erfolgt die Gewebeprobe von innen (Endosonografie, Ultraschallgerät wird über die Speiseröhre eingeführt) oder unter örtlicher Betäubung von außen (Interventionelle Sonografie). Die Ergebnisse der Untersuchungen erläutern wir Ihnen ausführlich und wir beantworten gerne alle Ihre Fragen.

Therapiemöglichkeiten

Nachdem die Diagnostik abgeschlossen ist, besprechen wir Ihren Fall in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz. Bei der Therapieauswahl berücksichtigen wir viele Faktoren wie das Stadium Ihrer Erkrankung, aber auch Ihre Begleiterkrankungen und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Nach der Tumorkonferenz besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten und die für Ihre individuelle Krankheitssituation optimal angepasste Therapie.

Lokal begrenzter Bauchspeicheldrüsenkrebs

Sofern der Tumor vollständig entfernt werden kann, führen wir eine Operation durch. Art und Umfang der Operation hängt von der Größe des Tumors und seiner Lokalisation innerhalb der Bauchspeicheldrüse ab. Oftmals kann ein Teil der Bauchspeicheldrüse erhalten bleiben, manchmal muss das Organ jedoch ganz entfernt werden. Bei der Operation entfernen wir auch örtliche Lymphknoten. Sofern sich bei der Operation herausstellt, dass der Tumor doch schon kleine Metastasen in anderen Organen gebildet hat (zum Beispiel im Bauchfell und/oder in der Leber), brechen wir den Eingriff ab, da eine Operation die Heilungsaussichten in diesem Fall nicht verbessert. Unsere Allgemeinchirurgen verfügen über eine große Kompetenz und langjährige Erfahrungen in der technisch anspruchsvollen Chirurgie der Bauchspeicheldrüse. Das entfernte Gewebe wird sehr genau von den Pathologen untersucht. Meistens - vor allem bei einem Lymphknotenbefall - raten wir Ihnen im Anschluss an die Operation zu einer (adjuvanten) Chemotherapie, um die Heilungschancen zu verbessern. Die Durchführung der Chemotherapie kann ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie durchgeführt werden. Die Chemotherapie geben wir zu Ihrer Sicherheit häufig über einen Port-Katheter.

Lokal fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs

Hat der Tumor Nachbarorgane erreicht und/oder die großen Blutgefäße im Oberbauch befallen, ist eine Operation oftmals nicht möglich. Die Entscheidung, ob eine Operation in Frage kommt, setzt eine besondere Kompetenz und langjährige Erfahrung voraus. Diese Entscheidung sollte immer durch einen erfahrenen Chirurgen mit besonderer Expertise in der Chirurgie der Bauchspeicheldrüse und von einer Abteilung mit deutlich mehr als 20 chirurgischen Eingriffen an der Bauchspeicheldrüse getroffen werden. Sofern unsere Chirurgen zu der Einschätzung gelangen, dass der Tumor nicht operabel ist, bieten wir Ihnen in bestimmten Fällen eine multimodale Therapie an. Dabei behandeln wir Sie zunächst mit einer (neoadjuvanten) Chemotherapie (medikamentöse Krebsbehandlung). Verkleinert sich der Tumor, erweitern wir die Chemotherapie zu einer Strahlen-Chemotherapie. In einigen Fällen kann sich der Tumor unter dieser vorgeschalteten Therapie so verkleinern, dass wir ihn im Anschluss operieren können. Die Organisation und Durchführung der Chemotherapie und der Strahlen-Chemotherapie wird ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie angeboten. Die Chemotherapie geben wir zu Ihrer Sicherheit häufig über einen Port-Katheter.

Metastasierter Bauchspeicheldrüsenkrebs

Etwa 70 % aller Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs haben bei der Diagnose bereits Metastasen, oftmals in der Leber und/oder im Bauchfell. Auch wenn sich das Tumorwachstum nicht vollständig stoppen lässt, profitieren die meisten unserer Patienten von einer palliativen Chemotherapie. Sie bremst die weitere Ausbreitung der Erkrankung und verbessert nachweislich die Überlebenszeit sowie die Lebensqualität. Die Chemotherapie kann ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie erfolgen und wird häufig zu Ihrer Sicherheit über einen Port-Katheter gegeben. Wir helfen Ihnen auch in schwierigen Situationen bei einer weit fortgeschrittenen Metastasierung. In diesem Fall stehen palliative Therapiemaßnahmen im Mittelpunkt, um die Folgen der Metastasierung zu mildern – zum Beispiel durch eine Schmerztherapie, die Ableitung von Gallenflüssigkeit bei gestauten Gallenwegen oder die Anlage einer Aszites-Drainage bei vermehrter Flüssigkeit (Aszites) in der Bauchhöhle. Das Ziel all dieser unterstützenden palliativen Therapiemaßnahmen ist die bestmögliche Linderung Ihrer Symptome und der bestmögliche Erhalt Ihrer Lebensqualität.

Therapiemöglichkeiten nach einem Rückfall bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Behandlung bei einem Rückfall (Rezidiv) richtet sich nach Ihrer Vortherapie, der Ausdehnung des Rezidiv-Tumors und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Die Therapie des Rückfalls (Rezidivs) setzt eine große Erfahrung voraus und ist immer individuell. Nach abgeschlossener Diagnostik und Bestätigung des Rezidivs besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die Behandlungsoptionen und die für Ihre persönliche Krankheitssituation optimal angepasste Therapie. Grundsätzlich behandeln wir Patienten mit einem Rückfall (Rezidiv) genauso wie Patienten mit einem metastasierten Bauchspeicheldrüsenkrebs nach der Erstdiagnose (siehe metastasierter Bauchspeicheldrüsenkrebs). Insbesondere bei einem Rückfall profitieren Sie von den Vorteilen unserer eng verzahnten, fachübergreifenden ambulant-stationären Organisationsstruktur.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Nachsorge

Die Nachsorge im Anschluss an eine Operation an der Bauchspeicheldrüse erfolgt individuell. Sie beginnt oftmals im Rahmen der nachgeschalteten Chemotherapie (siehe auch lokal begrenzter Bauchspeicheldrüsenkrebs) oder im Rahmen der vorgeschalteten Chemotherapie vor einer möglichen Operation bei einer Verkleinerung des Tumors (siehe auch lokal fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zur Nachsorge gehören grundsätzlich ein Gespräch, in dem der Arzt sich nach möglichen Symptomen erkundigt, Blutuntersuchungen sowie eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie), da ein Rückfall am häufigsten in Form von Lebermetastasen und/oder einer Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum (Aszites) auftritt. Die Ärzte in unserer Abteilung für Onkologie verfügen über eine besondere Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Ultraschalldiagnostik (Sonografie). Daher bieten wir Ihnen an, die Nachsorge ambulant in unserem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie durchzuführen.

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Im Interview informiert Dr. Stang über Bauchspeicheldrüsenkrebs. ©Asklepios

Dr. Axel Stang, Chefarzt der Onkologie an der Asklepios Klinik Barmbek, informiert gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Christian Meyer aus der Asklepios Klinik Altona über Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung bei einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

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