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Glaskörper-Operationen

Das Innere des Auges ist ausgefüllt von dem sogenannten Glaskörper (Corpus vitreum). Hierbei handelt es sich um eine gelartige Substanz, die dem Auge Stabilität verleiht. Sie besteht zu 98 Prozent aus Wasser und darin gleichmäßig verteilten Eiweißteilchen und feinsten Bindegewebsfasern.

Bei einigen Erkrankungen am Auge ist es sinnvoll und notwendig, den Glaskörper operativ zu entfernen, so zum Beispiel bei:

  • Glaskörperblutungen
  • Netzhautablösungen
  • diabetischen, durch die Zuckerkrankheit bedingten, Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen
  • Infektionen des Auges
  • Verletzungen

Die operative Entfernung des Glaskörpers bezeichnen Mediziner als Vitrektomie oder auch als PPV (Pars plana Vitrektomie).

Ablauf der Operation

Die Operation im Augeninneren führen unsere Spezialisten mithilfe eines Mikroskops durch. Sie verwenden feinste Instrumente, die sie generell über drei weniger als einen Millimeter große Öffnungen in das Auge einbringen. Zunächst entfernen unsere Fachärzte den Glaskörper vollständig. Anschließend untersuchen wir die Netzhaut sorgfältig. Entdecken wir behandlungsbedürftige Veränderungen, beispielsweise Netzhautlöcher oder diabetische (bedingt durch die Zuckerkrankheit) Netzhaut- oder Gefäßerkrankungen, können wir eine entsprechende Laserbehandlung (Endolaser oder Gefrierbehandlung) noch während der Operation durchführen. Je nachdem, welches Krankheitsbild vorliegt, füllen unsere Operateure den Glaskörperraum mit sterilem Wasser, Gas oder Silikonöl, um die Heilung der Netzhaut zu unterstützen. Wird Gas eingebracht, nimmt der Körper dieses nach der Operation selbst auf und ersetzt es allmählich durch körpereigene Flüssigkeit. Solange sich das Gas im Auge befindet, ist die Sehfähigkeit der Patienten deutlich verringert. Bis die Gasfüllung sich vollständig aufgelöst hat, können je nach Art des Gases zwischen 1 bis zu 8 Wochen vergehen. In dieser Zeit nehmen Patienten eine zunehmende Verbesserung der Sehfähigkeit wahr. Solange sich noch Gas im Auge befindet, dürfen nach der Operation keinesfalls Flugreisen unternommen werden. Ist das Auge nach der Operation mit Silikonöl gefüllt, nehmen unsere Experten nach einigen Monaten einen weiteren Eingriff vor, um das Öl wieder aus dem Auge zu entfernen. Welches Vorgehen für Sie das beste ist, bespricht einer unserer Fachärzte mit Ihnen in einem ausführlichen Untersuchungsgespräch.

Für eine Vitrektomie nehmen wir Sie stationär in unserer Klinik auf. Bei idealen Voraussetzungen können unsere Operateure den Eingriff unter örtlicher Betäubung durchführen. Je nach Befund und in Absprache mit Ihnen kann manchmal auch eine Vollnarkose sinnvoll sein.

Nach einer Vitrektomie besteht das Risiko, dass sich die natürliche Linse rascher eintrübt. Deswegen wird insbesondere bei älteren Patienten mit bereits beginnender Linsentrübung häufig die Katarakt-Operation mit der Vitrektomie kombiniert.

Der Behandlungserfolg nach einer Vitrektomie hängt von der Grunderkrankung und den damit verbundenen Vorschäden der Netzhaut ab. Da die Netzhaut langsam heilt, kann es mehrere Monate dauern, bis die endgültige Sehschärfe erreicht wird. Wir beraten Sie dazu ausführlich und stehen Ihnen auch während der Heilung kompetent zur Seite.

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