Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

 

  • Anruf statt Wartezimmer / Notaufnahme:
    Bei Verdacht auf Infektion mit dem neuen Coronavirus kommen Sie bitte nicht direkt in die Notaufnahme, sondern rufen vorab Ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an:
    ► Telefonnummer: 116 117
     
  • Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen:
    Zum Schutz unserer Patienten & Mitarbeiter können wir Angehörigen & Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.
    Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, damit wir unsere Patienten weiterhin bestmöglich versorgen können.
     
    Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Asklepios-Team

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Bild: Mehrsprachige Grafik zum Besuchsverbot in den Asklepios Kliniken

Hodentumor

Die Hoden sind Teile der männlichen Geschlechtsorgane. In den Hoden werden Spermien und auch männliche Geschlechtshormone gebildet. Das durchschnittliche Erkrankungsalter für Hodenkrebs ist relativ niedrig, was eher untypisch für Krebserkrankungen ist. Es liegt zwischen 25 und 45 Jahren. Die Heilungschancen stehen allerdings sehr gut. Je früher Sie uns bei Beschwerden kontaktieren, umso besser können wir Sie behandeln.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Hodentumore werden in vielen Fällen durch Zufall entdeckt. Es handelt sich um Verhärtungen im Hodenbereich. Aus Schamgefühl oder mangelnder Informiertheit suchen die betroffenen Patienten leider oftmals erst spät einen Arzt auf, obwohl Hodentumore relativ früh Symptome aufweisen, wie zum Beispiel Schmerzen, einen spürbaren Knoten oder Schwellungen. Eine Besonderheit dieser Tumore ist, dass sie auch außerhalb der Hoden entstehen können. Das heißt, sie gehen auf sogenannte Keimzellen zurück, welche erst während ihrer Entwicklung in die Hoden wandern – werden sie hier bereits bösartig, können sie einen Hodentumor zum Beispiel im Bauchraum verursachen.

In unserer Klinik führen wir zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen. Anschließend tasten wir Ihre Hoden und gegebenenfalls Ihre Lymphknoten ab. Um einem Verdacht auf Hodenkrebs weiter nachzugehen, führen wir weitere Untersuchungen wie Ultraschall, Computer- oder Magnetresonanztomographie (bildgebende Verfahren) sowie eine umfangreiche Blutuntersuchung durch. In manchen Fällen entnehmen unsere Experten zudem Gewebeproben.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Sehr oft handelt es sich um bösartige Tumore, die dringend einer Therapie bedürfen, aber heutzutage fast immer heilbar sind. Häufig liegt bei unseren Patienten ein frühes Erkrankungsstadium vor, in welchem die Entfernung des betroffenen Hodens und eine anschließende engmaschige Verlaufskontrolle ausreichend sind.

Es gibt aber auch Verläufe, in denen wir anschließend eine Chemotherapie (medikamentöse Krebsbehandlung) oder Bestrahlung veranlassen. Bei ausgedehnten Tumorerkrankungen kann, sofern eine Chemotherapie nicht ausreichend ist, eine Entfernung von Restmetastasen erforderlich sein.

Bei der Behandlung von Hodentumoren gelten sehr strenge Therapie- und Qualitätsstandards: Jeder unserer Patienten mit einem Hodentumor erhält nach Entfernung des Primärtumors im Hoden eine Ausbreitungsdiagnostik durch eine Computertomografie (computergestützte Röntgenuntersuchung) des Brust- und Bauchraums. Außerdem bestimmen wir vor und nach der Operation spezielle Tumormarker im Blut.

Die jeweilige Therapie legen wir im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenz fest. Als Patient profitieren Sie hier vom Fachwissen des gesamten Teams. An dieser Tumorkonferenz nehmen die behandelnden Urologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Chirurgen und Humangenetiker teil. In ganz besonderen Konstellationen erfolgt eine Rücksprache mit anderen Experten aus sogenannten Zweitmeinungszentren. Das Ziel ist immer, für unsere Patienten eine optimale, maßgeschneiderte Therapie zu finden, die wir umfassend mit dem jeweils Betroffenen besprechen. Ihre Fragen beantworten wir gern.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Nachsorge

Nach der abgeschlossenen Behandlung erfolgt üblicherweise zunächst alle drei Monate eine Nachsorgeuntersuchung. Ab dem vierten Jahr dann alle sechs Monate und danach jährlich. Zur Nachsorge gehören eine Kontrolle der Blutwerte, bei Bedarf bildgebende Untersuchungen sowie eine Kontrolle des verbliebenen Hodens. Wir möchten, dass Sie auch nach der Therapie bestens und sicher versorgt sind.

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