Blasentumor (endourolgisch, Zystektomie)

Wir sind Ihre erfahrenen Partner bei Diagnostik und Behandlung eines Blasentumors. In der Bundesrepublik Deutschland erkranken pro Jahr schätzungsweise 13.000 Männer und 5.000 Frauen an Blasenkrebs. Die Erkrankung tritt häufig bei älteren Menschen auf, dass Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40. Lebensjahr an. Wenden Sie sich bei Beschwerden rechtzeitig an einen Arzt Ihres Vertrauens – je früher der Tumor erkannt wird, umso besser kann er behandelt werden.

Wir unterscheiden zwei Typen von Blasenkrebs:

Der oberflächliche Blasenkrebs: Diese Form ist im Prinzip auf die Schleimhaut beschränkt und stellt einen eher gutartigen Typ dar, der 80 % der Tumorerkrankungen ausmacht. Diese Krebsform kann nach Abschluss der Behandlung erneut auftreten.

Das aggressive Blasenkarzinom: Dieser zweite Typ ist aggressiv, er wächst in die Blasenwand und damit auch in die Muskulatur ein. In vielen Fällen ist ein starkes Wachstum festzustellen. Eine Heilung ist oftmals nur durch eine umfassende Operation möglich. Endgültig diagnostizieren können wir den Blasentumor mithilfe einer Blasenspiegelung und einer Gewebeentnahme (Biopsie), siehe TUR-B (transurethrale Resektion der Blase).

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Blase

Ihre Behandlung richten wir individuell an Ihrem Krankheitsbild und an Ihren Bedürfnissen aus, das geplante Vorgehen stimmen wir umfassend mit Ihnen ab.

Die oberflächlichen Tumore behandeln wir mit der klassischen transurethralen Resektion (TUR) in bipolarer oder monopolarer Technik, das heißt, wir entfernen nur das erkrankte Gewebe. Der Eingriff ist auch mit dem Laser möglich. Zur besseren Darstellung des Tumorbefunds kommen modernste Formen der fotodynamischen Diagnostik und Therapie zum Einsatz.

Beim aggressiven Blasenkrebs stellt die Entfernung der Harnblase (Zystektomie) die Therapie der Wahl dar. In ausgewählten Einzelfällen kann eine Blasenteilresektion erfolgen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um einen Ersatz für das Speicherorgan Harnblase zu finden: Sie reichen von einer Urinableitung in einen Beutel (Ileum-conduit nach Bricker) bis zum vollständigen Ersatz der Blase durch eine „neue Blase“ aus eigenem Darm (Neoblase nach Hautmann).

Wir bevorzugen den Dünndarm zur Harnableitung, bieten Ihnen aber selbstverständlich das gesamte Spektrum des Harnblasenersatzes an. Die radikale Entfernung der Blase mit anschließendem Blasenersatz kontinenter oder inkontinenter Art ist eine sehr anspruchsvolle Operation. Nicht nur der eigentliche operative Eingriff erfordert ein erfahrenes Team, bestehend aus Operateur, Assistent, OP-Schwestern und Anästhesiepersonal, sondern auch die Phase nach der Operation ist für einen erfolgreichen Verlauf entscheidend. Hierzu bedarf es einer fachurologischen Pflege, einer angepassten Schmerztherapie, die von einer speziell geschulten Schmerzschwester („pain nurse“) begleitet wird, einer frühzeitigen Krankengymnastik und eines engmaschigen speziellen postoperativen Regimes (Therapieplan).

Im Vorfeld der Operation besprechen wir mit Ihnen und Ihren Angehörigen die verschiedenen Möglichkeiten der Operation. Unser Ziel ist es, für Sie eine Lösung zu finden, welche eine maximale Sicherheit und eine hohe Lebensqualität gewährleistet. Mit über 25 Jahren Erfahrung in diesem Bereich und bis zu 80 durchgeführten Operationen pro Jahr sind wir eines der größten Behandlungszentren in Deutschland.

Expertenvideo

Prof. Dr. Andreas Gross erläutert in diesem Interview die Zystektomie: Die operative Entfernung der Harnblase, die z.B. bei einer Krebserkrankung der Blase erforderlich werden kann.

Weitere Informationen

©Asklepios

In diesem Video erläutert Oberarzt Dr. Holger Böhme die Zystektomie, also die operative Entfernung der Harnblase. Außerdem können Sie ihm im OP und auf Station über die Schulter schauen.

Unsere Patienteninformation gibt Hinweise zum Verhalten nach einer Blasen-OP durch Harnröhre / Transutherale Resektion.

Seite teilen: