Männerspezifische Probleme

Die Andrologie ist ein Spezialgebiet der Medizin, das sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes und deren Störungen befasst. Die Andrologie ist also die männliche Entsprechung der Gynäkologie.

Ganz auf Sie abgestimmt: unser Behandlungsangebot

Beschneidung der Vorhaut (Circumcision)

Bei der Beschneidung der Vorhaut wird der bewegliche Hautlappen (Vorhaut) teilweise oder gänzlich in einem kleinen operativen Eingriff entfernt, um unter anderem Entzündungen der Vorhaut oder der Eichel zu vermeiden. Je nach Ihren individuellen Wünschen können Sie hierfür lokal betäubt werden oder eine Vollnarkose erhalten. Hierbei arbeiten wir eng mit der Anästhesie zusammen, die Sie gerne ausführlich über Risiken und Vorteile beider Narkoseverfahren informiert. Hier finden Sie unsere Patienteninformation zum Verhalten nach einer Beschneidung. Ihre Fragen beantworten unsere Experten gerne.

Hodenkrampfadern (Varikozele)

Bei Hodenkrampfadern handelt es sich um die Erweiterung der Venen am Hodensack. Dies kann eine herabgesetzte Zeugungsfähigkeit und Schmerzen im Hodensack zur Folge haben. Hodenkrampfadern entstehen in Folge einer Störung des Blutabflusses aus dem den Hoden umgebenden Venengeflecht des Samenstrangs. Eine Hodenkrampfader kann angeboren sein, aber auch erst zu einem späteren Zeitpunkt auftreten. Häufig kommen Varikozelen zwischen dem 14. und dem 25. Lebensjahr vor, sie finden sich jedoch auch bei älteren Männern. Sofern die Varikozele Schmerzen oder Zeugungsprobleme verursacht, raten wir entweder zu einer Verödung unter lokaler Betäubung (antegrade Sklerosierungstherapie) oder zur Unterbindung der erweiterten Gefäße (laparoskopische Varikozelenligatur).

Ansammlung von Flüssigkeit in den hodenumgebenden Gewebehüllen (Hydrozele)

Bei einer Hydrozele, dem sogenannten Wasserbruch, handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Ansammlung von Flüssigkeiten um den Hoden. Bei dieser Problematik empfehlen wir die Entfernung der Hodenhüllen über einen Zugang am Hodensack, um weitere Flüssigkeitsansammlungen zu verhindern (skrotale Hydrozelektomie nach von Bergmann).

Retentionszyste des Nebenhodens (Spermatozele)

Eine Retentionszyste ist eine Zyste im Nebenhoden, die aufgrund einer Abflussbehinderung mit sowohl eiweißreicher als auch spermienhaltiger Flüssigkeit gefüllt ist. 80 % aller Männer fühlen sich aufgrund geringer Größe bei einer daraus resultierenden Entzündung beschwerdefrei, lediglich 5 % haben eine problemhafte Erweiterung des Nebenhodens. Als Therapiemethode führen unsere erfahrenen Experten hier eine Entfernung der Spermatozele über einen Zugang am Hodensack durch.

Samenleiterunterbindung (Vasektomie)

Die Vasektomie stellt nicht nur die sicherste, sondern auch die dauerhafteste Methode der Schwangerschaftsverhütung dar. Während der Operation, die unter lokaler Betäubung erfolgt, werden die Samenleiter durchtrennt und verödet, um so Samenzellen im Ejakulat zu verhindern. Zu unserem operativen Leistungsspektrum gehört außerdem auch die Vasovasostomie – die Wiederverbindung der durchtrennten Samenleiter nach einer Vasektomie.

Penisverkrümmung (Induratio penis plastica)

Als Verkrümmung bezeichnet man jedes richtungsunabhängige Abweichen des Penis von der geraden Achse. Eine Verkrümmung kann sowohl angeboren sein als auch im Laufe des Lebens entstehen. Sie kann zu starken Schmerzen bei Erektionen führen. Mit einer Penisbegradigungs-Operation (Nesbit oder Schröder-Esset-Technik) können wir den Defekt und die Schmerzen beheben.

Feigwarzenentfernung (Condylomentfernung)

Bei Feigwarzen handelt es sich um eine durch sexuellen Verkehr übertragbare Viruserkrankung, die nicht zwangsläufig zum Ausbruch kommt. Vermehrt treten Feigwarzen an der Eichel, an der Vorhaut am Penis sowie am Hodensack auf. Dies kann zu Juckreiz, Schmerzen oder vereinzelt auch zu Blutungen führen. Nach einer Blickdiagnose und histologischen Untersuchung entfernen wir Feigwarzen im Urogenitalbereich schonend mit dem Thulium-Laser.

Operative Spermiengewinnung

Um auf operativem Wege Spermien zu gewinnen, nutzen wir die sogenannte testikuläre Spermienextraktion (TESE, Gewinnung von Spermienextrakten aus dem Hoden).

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