Chronische Wunden

Die Behandlung chronischer Wunden ist eine herausfordernde Aufgabe. Insbesondere ältere Menschen und Menschen, die lange Zeit mit Cortison behandelt wurden, haben eine sehr empfindliche Haut und neigen zu Verletzungen und Wundheilungsstörungen.

Am häufigsten treten chronische Wunden am Unterschenkel oder am Fuß auf. Heilt eine Wunde nicht, liegt die Ursache häufig in Durchblutungsstörungen und Nervenschäden, die zu einer Unempfindlichkeit des Fußes gegen Verletzungen oder Druck führen (zum Beispiel bei der Polyneuropathie des Diabetikers, die mit einem flächenhaften Funktionsverlust peripherer Nerven einhergeht). Ein weiteres Problem sind Druckgeschwüre, die sich nicht selten bei schwerstkranken Patienten entwickeln und eine chirurgische Behandlung mit plastischer Deckung erfordern. Wir sind Ihre Partner für eine zielgerichtete und individuelle Behandlung.

Wir helfen Ihnen bei

  • Druckgeschwüren
  • Nervenschäden
  • Wundheilstörungen

Der erste Schritt: Die Ursache finden

Um Sie möglichst effizient und individuell behandeln zu können, ermitteln wir zunächst die wichtigste Ursache der Wunde. Hierzu setzen wir moderne Verfahren der Gefäßdiagnostik ein, wie zum Beispiel die MRT-Angiografie (Darstellung der Blutgefäße mithilfe eines starken Magnetfeldes) und die digitale Subtraktionsangiografie (eine computerisierte Röntgenuntersuchung, die Blutgefäße mithilfe von geringen Kontrastmittelmengen wenig belastend darstellt).

Die Abteilung für Radiologie in unserer Klinik führt spezielle Kathetertechniken zur Gefäßerweiterung mit Einlage von Gefäßstützen (Stents) durch. Für eventuell erforderliche gefäßchirurgische Operationen pflegen wir eine enge Kooperation mit dem Asklepios Gefäßzentrum Hamburg – Ost.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Wundauflagen bei bakterieller Besiedlung einer Wunde

Die bakterielle Besiedelung einer Wunde ist ein weiterer Grund für eine ausbleibende Heilung. Zur Keimreduktion und Vorbereitung der Wunde auf die spätere plastische Deckung setzen unsere zertifizierten Wundtherapeuten eine Vielzahl moderner Wundauflagen ein, zum Beispiel Alginate, Hydrokolloid und silberhaltige Lokaltherapeutika, die in der Wunde vorhandene Bakterien vernichten. Das Vorgehen in Ihrem persönlichen Fall stimmen wir umfassend mit Ihnen ab.

Die chirurgische Wundreinigung

Die chirurgische Wundreinigung im Operationssaal mit nachfolgender Vakuumversiegelung ist eine sehr effektive Methode, um bei größeren Wunden den Wundgrund auf eine geplante plastische Deckung vorzubereiten. Bei diesem Verfahren wird ein offenporiger Schwamm in die Wunde eingepasst und mit einer Spezialfolie, die mit einem Saugsystem verbunden ist, abgeklebt. Der Schwamm ist ein starker lokaler Reiz zur Wundverkleinerung und Gewebsneubildung (Granulation) mit Verbesserung der Durchblutung. Eine tragbare elektrische Saugpumpe entfernt das Wundsekret samt der darin enthaltenen Bakterien.

Den Wundverschluss erreichen wir schließlich durch eine sogenannte Spalthauttransplantation (einfache Wiederherstellung der Hautoberfläche) oder Haut- und Muskellappenplastiken in enger Zusammenarbeit mit der plastisch-chirurgischen Abteilung unseres Hauses.

Wir beraten uns eng mit weiteren Fachabteilungen unserer Klinik (zum Beispiel Neurologie, Nephrologie/Diabetologie, Kardiologie), um Begleiterkrankungen angemessen therapieren und individuell auf Sie eingehen zu können. So arbeiten unsere Experten eng und vertrauensvoll für Ihre Genesung zusammen.

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