Knochenbrüche und Weichteilverletzungen

Die Behandlung unfallverletzter Patienten mit Knochenbrüchen und Weichteilverletzungen ist ein großer Aufgabenbereich unserer Klinik. Um Ihnen eine optimale Versorgung von Frakturen (Knochenbrüchen) zu bieten, verwenden wir in der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Asklepios Klinik Barmbek spezialisierte Instrumente und Implantate. Vor allem jedoch sorgt unser langjährig erfahrenes und kompetentes medizinisches Personal für die optimale Behandlung unserer Patienten.

Seit der Einführung der operativen Knochenbruchbehandlung im Jahre 1958 durch die Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen hat sich dieses Gebiet rasant weiterentwickelt. Insbesondere die technische Verbesserung der Implantate sowie die Einführung schonender minimalinvasiver Operationstechniken (Eingriffe erfolgen über sehr kleine Schnitte) ermöglichten große Fortschritte. Der entscheidende Vorteil der operativen Knochenbruchbehandlung (Osteosynthese) ist, dass die Gelenke frühzeitig wieder bewegt werden können, was zu einer Verminderung des Muskelschwunds und zumeist zu einer Wiederherstellung der vorherigen Form und Funktion führt.

Besonders hervorzuhebende Entwicklungen:

  • Knochenfreundliche und allergiearme Materialien (Titan unterschiedlicher Legierungen und Oberflächenbehandlung) sind heute selbstverständlich.
  • Die Weiterentwicklung der Marknagelung stellte einen entscheidenden Entwicklungsschritt dar (ursprünglich entwickelt für Schaftfrakturen an Ober-und Unterschenkel von Prof. Gerhard Küntscher 1939 in Kiel, später Hafenkrankenhaus in Hamburg). Dabei konnte in einem ersten Schritt durch die Einführung der Verrieglungsnagelung mit und ohne Markraumbohrung eine Erweiterung des Anwendungsbereiches auf Trümmerfrakturen und offene Frakturen erreicht werden. Spezielle anatomisch geformte Marknägel mit Verrieglungsmöglichkeiten, die dem Anwendungsbereich angepasst wurden, erlauben heute auch bei gelenknahen Brüchen am Oberarm- und Oberschenkelknochen eine stabile Versorgung in weichteilschonender minimalinvasiver Technik.
  • Bei den Metallplatten, die für die Stabilisierung von Knochenbrüchen verwendet werden, war der größte Entwicklungssprung die Einführung der Winkelstabilität durch Prof. Dietmar Wolter in der Hamburger Asklepios Klinik St. Georg Ende der 1990er Jahre. Dabei wurde durch die Einführung einer Gewindeverbindung zwischen dem Kopf der Knochenschraube und der zu befestigenden Osteosyntheseplatte eine starre Schrauben-Plattenverbindung in Form einer Klammer erzeugt. Diese Konstruktion, die auch als „Fixateur interne“ bezeichnet wird, führt zu einer wesentlich höheren Ausreißfestigkeit als bei konventionellen Osteosyntheseplatten. Dies ist insbesondere bei der Operation von älteren Patienten mit Osteoporose sehr wichtig. Spezielle Zielgeräte erlauben es dem Operateur heute, minimalinvasiv mit kleinen Hautschnitten zu arbeiten. Wir verfügen zudem über eine große Anzahl von winkelstabilen Osteosyntheseplatten, die der Form der jeweiligen Knochenregion, insbesondere bei Brüchen an Schulter-, Ellenbogen-, Hand-, Knie- und Sprunggelenk, genau angepasst sind. Diese Implantate sichern eine höhere Stabilität der Osteosynthese und bewirken eine drastische Verkürzung der Operationszeit.
  • Ergänzend sind für die Versorgung von Trümmerbrüchen mit Gelenkbeteiligung und für Knochenbrüche mit schweren Weichteilverletzungen Schrauben-Stangensysteme („Fixateur externe“) zur äußeren minimalinvasiven Stabilisierung verfügbar.

Eine optimierte Frakturversorgung auf Basis des heutigen Kenntnisstandes und auf Höhe der technischen Entwicklung erfordert es, eine große Anzahl spezialisierter Instrumente und Implantate vorzuhalten. Zudem ist ein speziell geschultes und erfahrenes medizinisches Personal von besonderer Bedeutung. Unsere Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie wird diesen technischen und personellen Anforderungen voll gerecht – gemeinsam sind wir im Einsatz für Ihre Gesundheit.

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