Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112
     

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Ihr Asklepios-Team

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Für Ihre Lebensqualität: Supportive Therapie

Das Ziel der sogenannten „supportiven Therapie“ ist es, Ihre Lebensqualität auch während einer Krebserkrankung und -behandlung zu erhalten. Es handelt sich also um ergänzende bzw. unterstützende Behandlungen, die zusätzlich zur eigentlichen Krebstherapie erfolgen.

Beschwerden können entweder durch die Krebserkrankung selbst oder aber durch ihre Behandlung, z.B. Chemotherapie oder Bestrahlung, entstehen. Zu den möglichen – aber längst nicht bei allen Patienten auftretenden! – Problemen zählen unter anderem

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit (Fatigue)
  • Mundschleimhautentzündung
  • Hautprobleme
  • Haarausfall
  • Durchfälle und / oder Verstopfung
  • Blutarmut
  • Mangel an weißen Blutzellen oder Blutplättchen
  • Schädigungen von Nerven (Polyneuropathie)
  • Schmerzen
  • Kurzatmigkeit
     

Insgesamt ist die Krebstherapie heute personifizierter als noch vor wenigen Jahren. Außerdem gibt es wirksame Möglichkeiten, den meisten der oben genannten Nebenwirkungen vorzubeugen. So konnte z.B. in mehreren aussagekräftigen Studien belegt werden, dass sogenannte „Antiemetika“, spezielle Medikamente, Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie deutlich reduzieren oder ganz verhindern.

Sollten bei Ihnen dennoch Probleme auftreten, können wir diese meist gut behandeln. Wir können aber nur dann etwas gegen Nebenwirkungen unternehmen, wenn wir sie kennen. Deshalb sprechen Sie bitte mit Ihrem Behandlungsteam über alle Veränderungen, Beschwerden und Probleme. Ihnen muss nichts peinlich oder unangenehm sein, Sie müssen nichts „aushalten“. Einige Patienten haben auch Befürchtungen, dass die Krebstherapie abgebrochen wird, wenn sie Nebenwirkungen zugeben – diese Angst ist überflüssig. Im Gegenteil: Je gezielter wir eventuelle  Nebenwirkungen behandeln, desto besser können Sie eine für den Körper anstrengende Krebstherapie durchhalten.

Neben der Art der Krebserkrankung, Ihren körperlichen Voraussetzungen und den aufgetretenen Nebenwirkungen richten wir die supportive Therapie auch an Ihren individuellen Bedürfnissen aus. Denn Lebensqualität bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Jeder Patient misst den Aspekten körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohlbefinden eine andere Bedeutung zu. Ob es um ein Leben ohne Schmerzen und andere körperliche Beschwerden geht, Ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben besonders wichtig ist oder Sie vor allem Wert auf eine selbstständige Bewältigung Ihres Alltags legen: Mit gezielten Maßnahmen der supportiven Therapie können wir dazu beitragen, Ihre persönliche Lebensqualität bestmöglich zu erhalten.

Sie selbst können ebenfalls viel dazu beitragen, Nebenwirkungen vorzubeugen oder ihre Auswirkungen zu verringern. Gern beraten wir Sie z.B. zu Fragen der körperlichen Aktivität, zur Ernährung oder zu weiteren Aspekten in persönlichen Gesprächen. In jedem Fall sprechen Sie uns bei auftretenden Nebenwirkungen unbedingt an. Dies ist umso wichtiger, da manche Nebenwirkungen nicht nur akut – also während der Behandlung – auftreten, sondern chronisch (dauerhaft) werden können. Mit einer gezielten Behandlung der Nebenwirkungen schon während der Therapie können wir dieser „Chronifizierung“ entgegenwirken.

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