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Krebs ohne Ursprung (CUP)

Eine Krebserkrankung wird oftmals anhand von Metastasen (Tochtergeschwülste) entdeckt. Häufig handelt es sich dabei um Lebermetastasen und/oder Lungenmetastasen. Die betroffenen Patienten gehen wegen sich verschlimmernden Symptomen zum Arzt, zum Beispiel Schwäche, Druck im rechten Oberbauch oder Luftnot. Bei etwa 5 % aller Patienten, bei denen Krebs aufgrund von Metastasen diagnostiziert wird, lässt sich auch nach ausführlicher Suche und sorgfältigen Untersuchungen kein Ursprung (Primärtumor) finden. In diesem Fall sprechen wir von einem „Krebs ohne Ursprung“ oder von einem „Krebs bei unbekanntem Primärtumor“. Die Abkürzung CUP steht für das englische „Cancer of Unknown Primary“ und hat sich auch in Deutschland eingebürgert. Wir wägen alle Schritte der Diagnostik und Therapie gemeinsam mit Ihnen ab – unser Ziel ist Ihre individuelle und bestmögliche Behandlung.

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Eine Krebserkrankung wird oft anhand von Metastasen (Tochtergeschwülste) entdeckt. Häufig handelt es sich dabei um Lebermetastasen und/oder Lungenmetastasen. Die betroffenen Patienten gehen wegen sich verschlimmernden Symptomen zum Arzt. Dieser leitet dann die weitere Diagnostik ein, zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) und/oder eine Computertomografie. Oftmals erfolgt als nächster Schritt die Entnahme einer Gewebeprobe unter Ultraschallkontrolle oder Computertomografiekontrolle. Bestätigt sich der Krebsverdacht in der Gewebeprobe, stellt sich die Frage, ob die Krebszellen an der Entnahmestelle der Gewebeprobe entstanden sind oder ob es sich um eine Metastase handelt, bei der die Krebszellen ihren Ursprung (Primärtumor) in einem anderen Organ haben (zum Beispiel Lebermetastasen bei Darmkrebs). Die modernen Methoden der Pathologie lassen auch bei Gewebeproben aus Metastasen oftmals den Rückschluss zu, aus welchem Organ (Primärtumor) die Krebszellen ursprünglich stammten.

Bei etwa 5 % aller Patienten, bei denen die Diagnose Krebs aufgrund von Metastasen gestellt wird, lässt sich auch nach ausführlicher Suche und sorgfältigen Untersuchungen kein Ursprung (Primärtumor) finden. Dann sprechen wir von einem „Krebs ohne Ursprung“ oder von einem „Krebs bei unbekanntem Primärtumor“. Die Abkürzung CUP steht für das englische „Cancer of Unknown Primary“. Für den „Krebs ohne Ursprung“ gibt es verschiedene Erklärungsmodelle. Vermutlich kann der Körper über das Immunsystem den Primärtumor auflösen, nicht aber die von ihm bereits gebildeten Metastasen. Wichtig ist das Verständnis, dass die Diagnose „Krebs ohne Ursprung“ nicht auf mangelnder Sorgfalt beruht. Hier liegen vielmehr besondere Eigenschaften der Krebszellen vor, die sich früh von einem Primärtumor ablösen, im Körper verteilen und sehr schnell Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden.    

Für die Behandlung von Krebs bei unbekanntem Ursprung (CUP) ist es entscheidend, ob die Krebszellen in der feingeweblichen Untersuchung Rückschlüsse darauf zulassen, aus welchem Primärtumor sie ursprünglich stammten. Das ist in 80 % der Fälle möglich. Wir behandeln die betroffenen Patienten dann entsprechend der Behandlungsleitlinie für die jeweilige Krebsart. Ein Beispiel: Die Krebszellen in der Gewebeprobe aus einer Lebermetastase weisen Eigenschaften auf, die vermuten lassen, dass sie ursprünglich aus dem Darm stammen. Dann erhalten Sie eine Behandlung, wie sie auch bei Patienten mit Lebermetastasen durch Darmkrebs üblich ist – auch wenn kein Primärtumor im Darm zu finden ist. Auch wenn die Krebszellen sich so verändert haben, dass ihr Ursprung in der Gewebeprobe nicht mehr erkennbar ist, ist eine Behandlung möglich. In diesem Fall orientieren wir uns bei der Therapieauswahl an speziellen Eigenschaften der Krebszellen in der Gewebeprobe aus einer Metastase, die unter dem Mikroskop sichtbar werden – und behandeln Sie entsprechend mit einer Chemotherapie und/oder einer zielgerichteten Therapie.

Wir sind Spezialisten für die Behandlung von Patienten mit „Krebs ohne Ursprung“. Häufig haben Patienten viele Untersuchungen hinter sich, ehe der Verdacht aufkommt, dass kein Primärtumor zu finden ist. Viel wichtiger sind oftmals folgende Fragen: Gibt es eine oder mehrere Metastasen? Wo genau sitzen die Metastasen? Welche Eigenschaften haben die Krebszellen in der Gewebeprobe? Aus welchem Krebs ist die Metastase vermutlich entstanden? Bei allen Untersuchungen und Therapien stimmen wir mit Ihnen gemeinsam den Nutzen und die Belastung ab. Häufig können wir auf weitere Tests verzichten, da sie keinen Einfluss auf die Therapie nehmen. Patienten mit „Krebs ohne Ursprung“ benötigen häufig eine engmaschige und fachübergreifende Betreuung. Unser erfahrenes Team aus Fachärzten der Onkologie und den anderen Abteilungen arbeitet fachübergreifend in der Behandlung dieser komplexen Tumore zusammen, um Ihnen als Patient die bestmögliche Therapie zur Verfügung stellen zu können. Unser Ziel ist eine auf Ihre individuelle Situation und Ihr individuelles Krankheitsbild optimal zugeschnittene Behandlung. Dabei setzen wir im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium auf die zunehmend besser wirksame und besser verträgliche Chemotherapie, neuartige zielgerichtete Antikrebsmittel und die Kombination von Therapieverfahren.

 

Wir sind in der Asklepios Klinik Barmbek auch organisatorisch exzellent aufgestellt. Wir bieten Ihnen - insbesondere in fortgeschrittenen Stadien einer „Krebserkrankung ohne Ursprung (CUP)“- ein sehr gut abgestimmtes Konzept zwischen ambulanter und, wenn nötig, stationärer Behandlung. Unsere eng verzahnte, fachübergreifende ambulant-stationäre Organisationsstruktur bildet ein Netz, das Sie auch in schwierigen Krankheitssituationen auffängt.

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