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Restless-Legs-Syndrom

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) beschreibt – wie der Name schon vermuten lässt – eine äußerst unangenehme Unruhe, ein Kribbeln oder Ziehen, allgemein gesagt eine Missempfindung, in den Beinen, häufig begleitet von großem Drang, die Muskeln zu bewegen, zu dehnen oder anzuspannen. Die Beschwerden treten in der Mehrheit der Fälle nur in Ruhe und zumeist abends oder nachts auf, was den Schlaf erheblich beeinträchtigt und damit auch Auswirkungen auf das Alltagsleben der Betroffenen hat.

Warum genau das Restless-Legs-Syndrom entsteht, weiß man bis heute nicht. Vermutlich ist der Dopamin-Stoffwechsel gestört. Dopamin ist als Botenstoff für die Übermittlung von Nachrichten zwischen Nervenzellen zuständig. „Unruhige Beine“ können aber auch auf Basis einer anderen Grunderkrankung wie Nierenfunktionsstörungen, verschiedenen neurologischen Krankheitsbildern, Eisenmangel oder während einer Schwangerschaft auftreten.

Unsere Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten

Die Diagnose eines RLS basiert vor allem auf den typischen Symptomen, dementsprechend ist ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient sehr wichtig. Gegebenenfalls müssen wir – um andere Erkrankungen auszuschließen – eine Blutprobe labormedizinisch untersuchen sowie die Leistungsfähigkeit von Muskeln und Nerven mit neurologischen Untersuchungsverfahren prüfen.

Therapie

Die durch ein Restless-Legs-Syndrom auftretenden Beschwerden lassen sich meist gut mit Medikamenten behandeln. Da der Ursprung der Erkrankung wie beschrieben im Dopamin-Mangel vermutet wird, lässt sich das Restless-Legs-Syndrom zumeist gut mit Medikamenten bekämpfen, die das körpereigene Dopamin nachahmen. Gelegentlich können wir auch gezielt Schmerzmittel einsetzen, um die Beschwerden zu lindern. Gehen die „unruhigen Beine“ auf eine andere Grunderkrankung zurück, steht die Behandlung dieser Erkrankung im Mittelpunkt. In Ergänzung helfen vielen Patienten gezielte sportliche Aktivitäten, Ausgleichsbeschäftigungen oder meditative Übungen. Da Außenstehende die große Unruhe oft nur schwer nachvollziehen können, hilft Ihnen vielleicht auch das Gespräch in einer Selbsthilfegruppe.

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