Kooperation zwischen Asklepios Klinik Oberviechtach und Hospizinitiative Schwandorf

Im Leben begleiten: Wertvolle Unterstützung für Schwerstkranke und deren Angehörige

Sonja Dirscherl, Dr. Christian Glöckner, Ronny Lachmann (Stationsleitung Klinik), Andrea Schinner (stellvertretende Stationsleitung), Veronika Rudolf, Katja Koller, Manuela Singer-Bartos, Leitende Hospizkoordinatorin Hospizinitiative Caritas Schwandorf
v.li.: Sonja Dirscherl, Dr. Christian Glöckner, Ronny Lachmann (Stationsleitung Klinik), Andrea Schinner (stellvertretende Stationsleitung), Veronika Rudolf, Katja Koller, Manuela Singer-Bartos, Leitende Hospizkoordinatorin Hospizinitiative Caritas Schwandorf © Doris Kölbl

OBERVIECHTACH. Ab sofort können schwerstkranke Patient*innen in der Asklepios Klinik Oberviechtach und deren Angehörige das Angebot der Hospizinitiative Schwandorf in Anspruch nehmen: Auf Wunsch kommen eigens ausgebildete, ehrenamtliche Mitarbeiter*innen zu Besuch ans Krankenbett, nehmen sich Zeit und hören zu – und begleiten in den letzten Wochen und Tagen des Lebens. Es gibt aber auch Begleitungen über Jahre hinweg, die zuhause fortgeführt werden.

Zur Unterzeichnung des entsprechenden Kooperationsvertrages zwischen Hospizinitiative und Krankenhaus trafen sich die Leitende Hospizkoordinatorin Manuela Singer-Bartos und Dr. Christian Glöckner in Oberviechtach. Der Ärztliche Direktor der Asklepios Klinik, der im Ehrenamt auch als Koordinator des Palliativ-Hospiz-Netzwerks Schwandorf fungiert, unterstrich dabei „die Wichtigkeit dieses wertvollen Angebots: Mit der Kooperation möchten wir die bestmögliche Versorgung für Menschen in der letzten Lebensphase noch einmal verbessern. Einfach da sein, sei es zum Zuhören, Reden, Hand halten oder mal eine liebevolle Streicheleinheit – Sterbende brauchen besonders viel Pflege und Fürsorge. Diese intensive Betreuung ist über unsere Pflegekräfte oft nicht abzudecken."

Den Kontakt zwischen Patient*in und Hospizinitiative stellt der Sozialdienst der Klinik her, der seit Juni 2022 mit den beiden neuen Mitarbeiterinnen Katja Koller und Veronika Rudolf besetzt ist.

Seit 1999 gibt es die „Hospizinitiative der Caritas für den Landkreis Schwandorf“, als deren Träger die Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck e.V. fungiert. Die Leitende Koordinatorin ist Manuela Singer-Bartos, die aktuell von über 80 ehrenamtlichen Hospizbegleitern*innen unterstützt wird. Zusammen mit ihrer Kollegin Sonja Dirscherl ist ihr wichtig: „Auch wenn Patient*innen bis zum Tod und Angehörige bei der Trauerbewältigung begleitet werden, begleiten wir die Patienten vor allem im Leben. Mit uns zu sprechen zwingt nicht zum Sterben.“

Ganz konkret werden Menschen mit schweren Erkrankungen von der Hospizinitiative begleitet. Das können Krebspatienten sein, Menschen mit Parkinson, Multipler Sklerose, Demenz oder einer Behinderung, um einige Beispiele zu nennen. Singer-Bartos: „Wir unterstützen, hören zu, sind einfach da“. Dabei melden sich viele Angehörige und Patienten häufig erst sehr spät im Krankheitsverlauf, dabei kann die Hospizinitiative bereits viel früher unterstützen. Nicht zuletzt deshalb habe man die Kooperation beschlossen.

Kontakt

Hospizinitiative der Caritas für den Landkreis Schwandorf
Tel: 09436/3009313
E-Mail hospiz@caritas-sad.de

Mehr Informationen unter
https://www.caritas-schwandorf.de/beraten-und-helfen/hospizbegleitung/hospizarbeit

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