Konzern

Medizinische Forschung

Für eine kontinuierliche Verbesserung unserer Gesundheitsversorgung

Medizinische Forschung an den Asklepios Kliniken

Bild: Mehr Transparenz in der Gesundheitsversorgung

Warum uns Forschung wichtig ist

Medizinische Forschung in Krankenhäusern spielt eine entscheidende Rolle, da sie den direkten Austausch zwischen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und der klinischen Praxis ermöglicht und dadurch die Patientenversorgung kontinuierlich verbessert.

Jedes Jahr werden an den Asklepios Kliniken zahlreiche Forschungsprojekte initiiert und umgesetzt. Die Forschung erstreckt sich dabei über drei übergeordnete Bereiche, die unterschiedliche Herangehensweisen und verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit weiteren externen Partner:innen ermöglicht: 

Zulassungsstudien für Arzneimittel und Medizinprodukte

Im Bereich der medizinischen Forschung spielen Zulassungsstudien eine wichtige Rolle. Diese Projekte werden von Pharmaunternehmen oder Herstellern medizinischer Geräte initiiert und verantwortet. Das Hauptziel solcher Studien besteht darin, neue Medikamente, Therapien oder Geräte unter streng kontrollierten Bedingungen zu testen und ihre Sicherheit sowie Wirksamkeit nachzuweisen. An den Asklepios Kliniken wurden im Jahr 2023 mehr als 150 Zulassungsstudien durchgeführt.

Durch den Einsatz fortschrittlichster medizinischer Verfahren konnten wir unseren Patientinnen und Patienten bereits frühzeitig die neuesten Herzschrittmacher sowie modernste Herzklappenersatz zur Verfügung stellen. Die Asklepios Klinik St. Georg hat beispielsweise als erste Klinik Norddeutschlands ein neues Verfahren zur Katheter Ablation von Vorhofflimmern eingesetzt, der sogenannten Pulsed Field Ablation (PFA). Dieses Verfahren wurde dort bereits in mehreren Studien untersucht und es wird inzwischen in mehreren Asklepios Kliniken eingesetzt. In St. Georg steht eine weitere Zulassungsstudie für das neueste PFA-Kathetersystem kurz vor dem Start.

In der Onkologie sind in den letzten Jahren viele neue Wirkstoffe zugelassen worden, die den Erfolg der Krebstherapie maßgeblich verbessert haben. Die Entwicklung ist hier rasant und gibt den betroffenen Personen völlig neue Perspektiven. In fast allen onkologischen und hämatologischen Abteilungen bei Asklepios werden solche Studien durchgeführt, insbesondere an der Asklepios Lungenklinik München-Gauting mit der dazugehörigen Asklepios Biobank für Lungenerkrankungen sowie dem Asklepios Tumorzentrum Hamburg.

Eigen-initiierte Studien und Forschungsprojekte

Neben der kommerziell geförderten Forschung gibt es auch eigen-initiierte Forschungsprojekte. Diese Studien werden von Forschern eigenständig konzipiert und durchgeführt. Sie zielen darauf ab, wichtige wissenschaftliche Fragen zu beantworten, die direkt aus der klinischen Erfahrung und dem Bedarf der Patienten entstehen. Durch diese Projekte wird das bestehende Wissen über medizinische Behandlungen erweitert, neue Anwendungsbereiche für bereits zugelassene Medikamente erforscht oder innovative Therapieansätze getestet.

Ein spannendes Beispiel für eigen-initiierte Forschung an den Asklepios Kliniken ist das Projekt "Circulating DNA for Treatment and Follow-up in Squamous Cell Cancers". Unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Arnold untersucht dieses Projekt, wie DNA-Fragmente im Blut von Krebspatienten genutzt werden können, um die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen und frühzeitig Rückfälle zu erkennen. Mit dem Ziel einer individuellen Anpassung der Krebstherapie und einer schnellen Reaktion auf Veränderungen im Krankheitsverlauf trägt diese Forschungsarbeit maßgeblich zur fortschrittlichen Patientenversorgung bei.

Real-World-Evidence-Studien - Versorgungsforschung

Eine weitere Art von Studien, die an den Asklepios Kliniken durchgeführt werden, sind Real-World-Evidence (RWE) Studien. Diese innovativen Forschungsprojekte bieten Einblicke in die tatsächliche Wirksamkeit medizinischer Interventionen unter realen Bedingungen. Anstatt in streng kontrollierten Studienumgebungen zu agieren, nutzen RWE-Studien Daten, die sich aus der alltäglichen klinischen Praxis ergeben. Dadurch wird eine realistische Beurteilung der Behandlungseffekte ermöglicht, indem sie die Praxiserfahrung der Ärzte und die individuellen Bedürfnisse der Patienten widerspiegeln.

Mit fast 40 Jahren Erfahrung und als führender privater Klinikbetreiber in Deutschland behandeln die Asklepios Kliniken jährlich über 3,5 Millionen Patient:innen. Dieses enorme Potenzial wird durch den Einsatz des noch jungen Health Data Hub maximiert. Diese fortschrittliche Datenplattform erleichtert das Sammeln, Einsehen und Verwalten medizinischer Daten, was wiederum das Qualitätsmanagement und die Entwicklung von Behandlungsstandards unterstützt.

Untersuchungen zur Corona-Pandemie sind Beispiele für Real-World-Evidence-Studien, die von unseren Wissenschaftler:innen in internationalen Fachjournalen veröffentlicht wurden. Hier gab es Publikationen zu unterschiedlichen Aspekten der Infektion, wie den Risikofaktoren, dem Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse, dem Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen oder dem Vergleich zur Influenza-Infektion.

Kontakt: realworldstudies@asklepios.com

Mehr Informationen finden Sie hier: Geschäftsbericht 2023

Organisationsstruktur der Forschung an den Asklepios Kliniken

Die Forschung an den Asklepios Kliniken umfasst eine breite Palette medizinischer Fachbereiche, einschließlich der Onkologie, Kardiologie, Neurologie, Gastroenterologie und vielen anderen. Eine effiziente Organisation und Strukturierung der Forschungsaktivitäten wird durch ein gut vernetztes Konzernnetzwerk ermöglicht. Zwei wesentliche Bereiche, ASKLEPIOS proresearch und Science & Research, sind als sogenannte Site Management Organisationen für sämtliche Forschungsinitiativen zuständig. Diese bieten Dienstleistungen im Projektmanagement, Datenmanagement, Vertragsmanagement, Drittmittelmanagement, der Beantragung von Ethikvoten und anderen Schlüsselbereichen an, um das Forschungsvorhaben reibungslos voranzutreiben.

Ergänzend hierzu unterstützt das Institut für klinische Forschung (IKF) am Campus Hamburg der Semmelweis Universität die Mitarbeitenden der Asklepios Kliniken und Studierende des Asklepios Campus Hamburg bei Eigen-initiierten Forschungsprojekten, den sogenannten Investigator Initiated Trial (IIT). Als gemeinnützige Organisation agiert das IKF als zentrale Koordinationsinstanz für Forschungsprojekte und fördert diese unter anderem durch medizinisch-fachliche Begleitung. Finanziert wird das Institut ausschließlich durch Spenden und Forschungsstipendien.

Der jährliche Forschungsbericht der Asklepios Kliniken Hamburg bietet umfassende Einblicke in ausgewählte Forschungsinitiativen und stellt eine wertvolle Quelle für Informationen über die neuesten Entwicklungen in der medizinischen Forschung dar. Interessierte können den aktuellen Bericht für das Jahr 2023 herunterladen, um tiefer in die faszinierende Welt der medizinischen Forschung einzutauchen.