Altersmedizin (Geriatrie)

Bild: Ältere Patienten mit Therapeutin

Geriatrie ist die Medizin der Zukunft

Der demografische Wandel hält Einzug in die deutschen Krankenhäuser und stellt sie vor neue Herausforderungen. So hat etwa im Ballungszentrum Hamburg der Anteil der Patienten im Alter über 70 Jahre in den dortigen Asklepios Kliniken in nur fünf Jahren von 33 auf 40 Prozent zugenommen. Im übrigen Bundesgebiet dürfte die Tendenz die gleiche sein.

Die Zahl der Krankenhausfälle je 1000 Einwohner ist eng mit dem Alter verknüpft. In der Altersgruppe zwischen 50 und 60 Jahren sind es 200 Klinikbehandlungen, zwischen 80 und 90 dagegen 600. Da sich die Zahl der Hochbetagten – über 80 Jahre alt – von 4 Millionen im Jahre 2009 auf 10 Millionen im Jahre 2030 steigern wird, ist eine entsprechende Zunahme der stationären Behandlungen zu erwarten.

Die Geriatrie ist eine anspruchsvolle Fachdisziplin. Denn viele Patienten sind multimorbide, sie leiden unter vielen Krankheiten zugleich. Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel, Bewegungsapparat und Nervensystem können beeinträchtigt sein. Zugleich steigt das Risiko für Komplikationen im Alter. Die Therapie muss die häufig auftretenden Wechselwirkungen der medikamentösen Behandlungen berücksichtigen.

In den Asklepios Kliniken hat man schon vor Jahren begonnen, sich auf die demografischen Veränderungen einzustellen. Unser generelles Ziel ist es, die Patienten mobil und unabhängig zu halten, ihre Lebensqualität zu sichern und eine Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich zu vermeiden..

Die Geriatrie ist immer auch eine Schnittstelle, in der die Kompetenzen verschiedener medizinischer Fachrichtungen zusammenkommen. Entscheidend ist dabei eine gute, abgestimmte und an den individuellen Erfordernissen des Patienten orientierte fachübergreifende Zusammenarbeit. Denn die geriatrische Versorgung eines Patienten umfasst nicht nur die Akutbehandlung, sondern nicht selten auch die Einleitung von Maßnahmen zur Rehabilitation – etwa nach Schlaganfällen – bis hin zur Klärung der häuslichen Versorgung. Auch im Alter haben Patienten einen Anspruch darauf, die bestmögliche und notwendige medizinische Versorgung zu bekommen.

Entscheidend ist nach übereinstimmender Meinung der meisten Ärzte nicht das kalendarische Alter, sondern das biologische Alter. Daher erhalten ansonsten gesunde und rüstige Hochbetagte auch beispielsweise ein neues Hüftgelenk, wenn es medizinisch indiziert ist. Damit können sie weiter mobil und unabhängig bleiben. Selbst über hundertjährige Menschen kommen immer öfter als Patienten und werden erfolgreich behandelt. 

Bis heute sind in Deutschland nur wenige Kliniken als alterstraumatische Zentren durch die Fachgesellschaften zertifiziert,  darunter die Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden und die Geriatrie der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll in Hamburg.

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