„Aktion Saubere Hände“ in der Asklepios Klinik Lich

Am 5.5. ist der Welttag der Handhygiene. Das Datum ist nicht zufällig, sondern symbolisiert die zweimal fünf Finger des Menschen – und die Bedeutung der Händehygiene. Denn sie ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Infektionen. Auch die Asklepios Klinik Lich beteiligt sich an der nationalen Kampagne „Aktion Saubere Hände“ und dem Aktionstag am 4. Mai. Die Bevölkerung ist eingeladen, sich über Händedesinfektion und Hygiene vor Ort zu informieren. Dazu gibt es in der Klinik ab 10.00 Uhr einen Informationsstand mit diversen Aktionen.

Hygiene Aktion Saubere Hände
Krankenpflegerin bei Zubereitung einer Mischinfusion

„Für unsere Klinik steht die Hygiene an erster Stelle. Deshalb haben wir ein ganzes Bündel von zusätzlichen Maßnahmen ergriffen“, erläutert Geschäftsführer Uwe List. Dieses reicht von der Händedesinfektion, dem Tragen von Handschuhen, der Nutzung von Pinzetten bis hin zur aktiven Teilnahme am Krankenhaus-Surveillance-System (KISS) am nationalen Referenzzentrum in Berlin. Das KISS dient der Erfassung von relevanten Daten wie beispielsweise dem Verbrauch von Desinfektionsmitteln. Darüber hinaus können die Daten mit anderen Einrichtungen verglichen werden.      

In der Asklepios Klinik Lich besteht für die Mitarbeiter ebenfalls die Möglichkeit, anonym Eingaben machen zu können, die ausgewertet werden und somit Schwachstellen nicht nur in der Hygiene zu entdecken und zu beheben. Ergänzt werden die Maßnahmen durch eine Hygienekommission, die zwei Mal jährlich tagt und die das Auftreten von Keimen und die Antibiotikavergabe behandelt.          

Für die Patienten und ihre Angehörigen stehen Informationsordner auf den Zimmern zur Verfügung sowie ein umfangreiches Informationsangebot zum Herunterladen im Internet.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Aktionstages steht die Prävention von „Blutstrominfektionen“, in der Fachsprache Sepsis genannt. Es handelt sich dabei um eine komplexe systemische Entzündungsreaktion des Organismus auf eine Infektion durch Bakterien, im Volksmund auch „Blutvergiftung“ genannt.

Um das medizinische Personal bei der Durchführung von Tätigkeiten, bei denen das keimfreie Arbeiten primär im Vordergrund steht, zu unterstützen, wurden Checklisten erstellt zu den Themen Pflege und Legen von Kathetern, Mischfusionen zubereiten, Infusionen an- und abschließen und viele weitere mehr. Diese Checklisten wurden von Hygienefachkraft Irene Wille an alle Abteilungen der Klinik verteilt und in das Schulungskonzept aufgenommen.

„Wir schulen regelmäßig unsere Mitarbeiter“, führt PD Dr. Ralf Kraus, Ärztlicher Direktor der Klinik, aus. „Aber Hygiene ist nicht etwas, das man delegiert, sondern an dem alle beteiligt sind, neben dem Personal auch die Patienten selbst und Angehörige und Besucher.“ Kraus hofft, dass die Desinfektionsspender benutzt werden. „Sparsamkeit ist hier völlig falsch am Platz. Und wer einmal im Schwarzlicht gesehen hat, wie viele Erreger er ohne Desinfektion an den Händen hat, benutzt die Spender gern“, davon ist Kraus überzeugt. Dass diese Motivation funktioniert, dafür spricht auch eine Studie, deren Ergebnisse Asklepios vor einem Jahr veröffentlicht hatte: Sie hatte ergeben, dass für zwei von drei Deutschen bei einem Krankenhausaufenthalt die Ansteckung mit einem multiresistenten Erreger die größte Sorge ist. „Umso besser, wenn man selbst dazu beitragen kann, dieses Risiko zu reduzieren“, sagt der Ärztliche Direktor.

Kontakt

Patricia Rembowski
Projektkoordination und Personalentwicklung
Asklepios Klinik Lich GmbH
Goethestraße 4
35423 Lich
Tel.: 06404 / 81-790
Email: p.rembowski@asklepios.com

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