Asklepios Klinik Wandsbek spendet 150 Betten für Kliniken in Weißrussland

Malteser Hilfsdienst organisiert den aufwändigen Transport mit vier Sattelzügen

Die Asklepios Klinik Wandsbek spendet 150 funktionstüchtige Krankenhausbetten an ärmlich ausgestattete Krankenhäuser in Weißrussland. Heute haben ehrenamtliche Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes die Betten auf vier lange Sattelzüge verladen. Die LKW begeben sich nun auf den langen Weg unter anderem nach Usda in der Nähe von Minsk. Anlass der Spende ist die nun fast vollständige Umstellung der Wandsbeker Klinik auf moderne, elektrisch bedienbare Betten. Manfred Volmer, Geschäftsführender Direktor der Asklepios Klinik in Wandsbek: „Mit den neuen Betten setzen wir für unsere Patienten auf mehr Komfort und für unser Pflegepersonal auf deutliche Arbeitserleichterung. Die alten Betten sind aber noch intakt. Da wäre es unsinnig, diese in die Verschrottung zu geben. Ich freue mich, dass sie weiterhin verwendet werden.“
 
Wenn die Krankenhausbetten in Weißrussland ankommen, werden sie vor allem in eher ländlichen Gebieten eingesetzt. Dort haben die Menschen nur sehr wenig zum Leben und die Gesundheitsversorgung ist schwierig. Michael Daemen, Referatsleiter Auslandsdienst des Malteser Hilfsdienstes in Vechta: „Ein Rentner hat dort beispielsweise nur umgerechnet rund 45 Euro im Monat zur Verfügung. Deshalb helfen wir, wo wir können und transportieren die Betten zu den Bezirkskrankenhäusern, zu denen wir in den letzten Jahren gute persönliche Kontakte aufgebaut haben.“ Ein Teil der Spende geht an die Klinik in Voronovo, eine Kleinstadt mit 6500 Einwohnern. Dort gibt es unter anderem eine Chirurgie, eine Kinderabteilung und einen Rettungsdienst. Gleiches gilt für Usda, 55 km südwestlich von Minsk am Fluss Usdjanka gelegen. Hier werden rund 9.600 Erwachsene und Kinder medizinisch versorgt.
 
„Man muss sich das so vorstellen: In Weißrussland wird alles sehr gepflegt, aber manchmal sind die Sachen einfach zu alt, um repariert zu werden,“ berichtet Michael Daemen und führt weiter aus: „Deshalb passen die Betten aus Wandsbek so gut dahin, denn sie sind mechanisch verstellbar. Sollte also irgendwann mal doch etwas instand gesetzt werden müssen, können die Menschen vor Ort es selbst reparieren und sind nicht auf Ersatzteillieferungen aus Deutschland angewiesen.“ Eins ist auf jeden Fall gewiss: Auf die neuen gebrauchten Betten wird schon gewartet. Schließlich kommen endlich höhenverstellbare Betten, die auch hier eine große Erleichterung bedeuten.

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