Dr. Mirja Katrin Modreker leitet seit Januar die Geriatrie im Asklepios Westklinikum Hamburg

Dr. Mirja Katrin Modreker - neue Geriatrie-Chefärztin im Asklepios Westklinikum Hamburg - warnt vor Mangelernährung im Alter. Die neue Chefärztin ist Ernährungsmedizinerin und erforscht Mangelernährung im Alter in wissenschaftlichen Studien.
Nach einer DGE-Studie ist jeder zweite Patient über 75 bei der Klinikaufnahme mangelernährt.

Porträt Dr. Mirja Katrin Modreker,  Chefärztin
Dr. Mirja Katrin Modreker - Neue Chefärztin der Geriatrie am Asklepios Westklinikum Hamburg

Hamburg, 4. Januar 2019. Seit dem neuen Jahr leitet Dr. Mirja Katrin Modreker die Abteilung für Akutgeriatrie und Frührehabilitation am Asklepios Westklinikum Hamburg im Stadtteil Rissen.

Diese Abteilung ist Teil des standortübergreifenden altersmedizinischen Netzwerks Ancoris.

Dr. Modreker ist Internistin mit den Zusatzbezeichnungen Geriatrie, Ernährungsmedizin und Palliativmedizin und war zuletzt Chefärztin des Zentrums für Altersmedizin im Sana Hanse-Klinikum Wismar. Mit ihrer Expertise in Ernährungsmedizin, Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit, ergänzt sie die Kompetenzen bei Ancoris. Wie wichtig dieses Thema für ältere und vor allem hochbetagte Patienten ist, hat eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin ergeben: Demnach ist jeder zweite Krankenhauspatient über 75 Jahre bei der Aufnahme mangelernährt.

„Ich freue mich, dass wir mit Frau Dr. Modreker und ihrer Erfahrung aus den Kliniken in Schwerin und Wismar den Standort Rissen unseres Geriatrie-Netzwerks Ancoris stärken können“, sagt Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg. „Denn für die Patienten ist es wichtig zu wissen, dass sie an jedem Standort unseres Zentrums eine hervorragende geriatrische Betreuung erhalten - und mit ihrem Profil passt sie perfekt in unser Konzept“, so Gemmel weiter.

Dr. Modreker (41) ist in Karlsruhe geboren und hat in Homburg (Saarland) und in Essen studiert. Schon früh hat sich die Internistin auf die Altersmedizin spezialisiert und dabei Erfahrungen in der Akutgeriatrie wie auch der Frührehabilitation gesammelt, was ihr in der neuen Position zugutekommt.

Auch die Zusatzbezeichnung „Ernährungsmedizin“ dürfte von Vorteil sein, denn mit der Abteilung für Diabetologie, dem Referenzzentrum für Adipositaschirurgie und einer ebenso überregional renommierten Gastroenterologie verfügt das Asklepios Westklinikum Hamburg gleich über drei Abteilungen, in denen dieser Bereich eine bedeutende Rolle spielt.

Besonders wichtig: Im Geriatrie-Netzwerk Ancoris kann sie diese Expertise bei der Behebung von Mangelernährung im Alter einbringen. Denn die kommt weitaus häufiger vor, als allgemein bekannt. Dr. Modreker hat sich schon früh mit dem Thema beschäftigt: Bereits als Stipendiatin des Forschungskollegs der Robert Bosch Stiftung erwachte ihr Interesse für Geriatrie und Ernährung im Alter. Heute gehört sie der Arbeitsgruppe Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) an und führt regelmäßig wissenschaftliche Studien durch.
 
Über Ancoris, das Netzwerk für Altersmedizin
Die demografische Entwicklung führt zu einem steigenden Bedarf geriatrischer Behandlungsangebote – am liebsten wohnortnah und zugleich von hoher medizinischer Kompetenz. Dazu hat Asklepios „Ancoris“ gegründet, ein neues, standortübergreifendes Geriatriezentrum. Unter diesem Namen haben sich alle Hamburger Asklepios Kliniken mit einer Geriatrischen Abteilung zusammengeschlossen und gemeinsame Standards festgelegt. So bieten die Asklepios Kliniken Nord, Wandsbek, Harburg und das Westklinikum Hamburg alle eine Gedächtnissprechstunde vor Ort und eine Tagesklinik an.

Zudem wird in allen Häusern ein Alterstraumatologisches Zentrum (ATZ) wie in Nord, Barmbek und Rissen eingerichtet werden. Das erste hausübergreifende ATZ wurde am 11. April 2018 von der DIOcert offiziell zertifiziert. Außerdem garantiert Ancoris eine geriatrische Betreuung älterer Patienten in allen sieben Asklepios Kliniken in Hamburg. Das Ziel von Ancoris ist es, die Qualität der geriatrischen Versorgung nicht nur in den spezialisierten Kliniken, sondern auch in der Breite zu verbessern. Sowohl die Ambitionen im Bereich der Qualität wie auch die engere Verzahnung von stationären und ambulanten Behandlungsangeboten entsprechen den Zielen des Hamburger Senats, der die bundesweite Vorreiterrolle in der geriatrischen Versorgung ausbauen will.

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