ACH Studierende treffen Mitglied der Konzerngeschäftsführung

Asklepios Medical Director Prof. Dr. med. Christoph U. Herborn präsentiert am ACH Asklepios als Arbeitgeber und stellt sich den Fragen der Studierenden vor allem des 10. Semesters.

Prof. Dr. med. Christoph U. Herborn

Der Termin am 30. April fand im Rahmen der jährlichen Veranstaltungen statt, die der ACH seinen Studierenden zum Ende ihres Studiums und zum Beginn der Bewerbungsphase anbietet. Nachdem erst zwei Wochen davor sechs Chefärzte ihre jeweiligen Werdegänge und Fachrichtungen vorgestellt sowie Tipps für die Bewerbung gegeben hatten (link Bericht), stellte nun Prof. Herborn Asklepios als möglicher Arbeitgeber vor und stand für – viele – Fragen zur Verfügung, auch über die vorgesehene Zeit einer knappen Stunde hinaus.

In seiner tour d’horizon nannte er zunächst Zahlen aus dem kürzlich veröffentlichten Jahresabschluss 2017 der Asklepios-Gruppe, die den Konzern als ein finanziell kerngesundes Unternehmen mit einer stetigen Steigerung an Patientenzahlen und Umsatz und einem soliden, dynamischen aber vorsichtigen Wachstumskurs zeigen. Danach erläuterte er die drei Elemente der Asklepios Strategie: Qualität, Innovation, soziale Verantwortung, und ging als Medical Director, der zu angehenden Ärzten sprach, besonders auf das Stichwort Qualität ein. Hier illustrierte er anhand konkreter Initiativen, Mitgliedschaften und Rankings von Asklepios die zentrale Bedeutung, die der Konzern und nicht zuletzt Prof. Herborn selber als Medical Director dem Qualitätsthema in allen Einrichtungen und allen Bereichen beimisst. Natürlich erwähnte er in diesem Zusammenhang auch die rund 40 Centers of Excellence mit überregionaler Bedeutung, auf die Asklepios stolz sein kann und die sich den ACH Studierenden in der laufenden Ringvorlesung vorstellen, für die er, Prof. Herborn, gern die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Prof. Herborn präsentierte sich so authentisch, locker und glaubwürdig offen auch für kritische Fragen der Studierenden, dass solche nicht ausblieben – wobei seine immer konkreten Antworten bisweilen sichtlich zu Überraschungen und Aha-Erlebnissen im Publikum führten.

So beispielsweise, als Prof. Herborn auch von sich aus das Image ansprach, mit dem Asklepios in Hamburg vor dem Hintergrund der LBK-Historie immer noch zu kämpfen habe, und dem bisweilen erhobenen pauschalen Vorwurf der Ausbeutung schlicht die Tatsache entgegenhielt, dass Asklepios die gleichen Tarifverträge habe und die gleichen Gehälter zahle wie alle anderen Kliniken in Hamburg, egal von welchem Träger. Oder als dann ein Student fragte, warum Asklepios nicht schneller reagiere bei akutem Bedarf wie in der Harburger Klinik, wo er neulich gesehen habe, dass „sich die Patienten im Flur stapelten“, weil eine entsprechende Abteilung in einer nahe gelegenen, nicht zu Asklepios gehörenden Klinik geschlossen worden sei. Prof. Herborn erklärte, dass sämtliche Hamburger Kliniken Jahr für Jahr mit der zuständigen Behörde einen verbindlichen Bettenplan aushandelten: „Eine Klinik kann nicht einfach 20 Prozent mehr Betten anbieten und spontan mehr Ärzte einstellen, wenn sie merkt, dass wegen unvorhersehbaren Entwicklungen die bestehenden Kapazitäten nicht ausreichen. Da sind Asklepios - wie anderen Häusern auch - die Hände gebunden“. Oder als er schließlich auf die zu erwartende Frage, was Asklepios gegen den Pflegenotstand unternehme, darauf hinweisen konnte, dass Asklepios in seinem Berufszentrum für Gesundheitsberufe selber in großem Stil Pflegekräfte ausbilde. Außerdem wolle das Unternehmen zur Linderung der akuten Situation pilothaft einen Plan der Hamburger Kliniken umsetzen, nämlich philippinische Pflegekräfte, die dort unter anderem zum Einsatz im Ausland ausgebildet würden, für allgemeine Pflegeaufgaben einzustellen, um das erfahrene Pflegepersonal in den Kliniken für spezialisierte Pflegeaufgaben einsetzen zu können.

Bei der Frage, warum Asklepios jungen Assistenzärzten nicht standardmäßig Facharztverträge anbiete, zeigte sich umgekehrt allerdings Prof. Herborn überrascht: Das sei ihm neu und könne er sich nicht vorstellen, wolle dies aber einmal prüfen; er gehe davon aus, dass Assistenzärzte mit Facharztverträgen bei Asklepios einsteigen könnten.

Prof. Herborn, der sich am UKE habilitiert und dort auch eine Weile gearbeitet hatte, präsentierte Asklepios als verlässlichen und engagierten Partner der Gesundheitsbehörde und aller anderen Kliniken in Hamburg. Mit ihnen sitze man schließlich bei vielen wichtigen Themen, die alle beträfen und für alle die gleichen schwierigen Herausforderungen enthielten, in einem Boot - angefangen bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen und den zu niedrigen Fallpauschalen.

Bei aller ausdrücklichen und fairen Anerkennung der guten Medizin, die auch die Wettbewerber zu bieten hätten, versuchte Prof. Herborn abschließend selbstverständlich eine Lanze für Asklepios zu brechen: Er hob hervor, dass Asklepios sehr an ACH Absolventen interessiert sei und ja auch schon eine stattliche Anzahl eingestellt habe. Nicht zuletzt legte er den Studierenden für ihren bevorstehenden Berufseinstieg ans Herz, auch kleinere Häuser außerhalb der begehrten Metropolregionen in ihre Erwägungen mit einzubeziehen. Sie bemühten sich sehr um die jungen Kolleginnen und Kollegen und böten häufig die Möglichkeit, schon früh mehr zu sehen und mehr selber machen zu dürfen als in großen Kliniken. Auf jeden Fall wünsche er allen einen guten Studienabschluss und hoffe, dass man sich früher oder später einmal wieder sehe.

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