Klinik-Chef findet klare Worte für sogenannten „Krankenhaus-Rettungsschirm“

Das Delir ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung mit Bewusstseinstrübung und einer Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, mit der Patienten teilweise bei einem längeren Krankenhausaufenthalt kämpfen müssen. Allerdings können Ärzte, Pflege und auch Angehörige dem entgegenwirken.

Aufgrund der aktuellen Situation befinden sich seit mehreren Wochen alle Kliniken in Deutschland im Ausnahmezustand, um sich bestmöglich auf die Auswirkungen der Pandemie vorzubereiten. "Auch wir mussten in unserer Klinik drastische Maßnahmen für Patienten und Mitarbeiter, wie Besucherverbote und das Herunterfahren von elektiver Patientenversorgung vollziehen, um uns bestmöglich auf die neue, nie dagewesene Herausforderung vorzubereiten. Alle Mitarbeiter der Klinik sind hochmotiviert und stehen trotz der großen Ungewissheit und vielen organisatorischen Veränderungen für die anstehenden Aufgaben bereit," berichtet Geschäftsführer Alexander M. Gross.

 

Nun hat  Bundesgesundheitsminister  Spahn mit dem Entwurf des „Covid-19-Entlastungsgesetzes, den sogenannten „Krankenhaus-Rettungsschirm“ allen Kliniken regelrecht vor den Kopf gestoßen.

Während in den vergangenen Wochen der Bundesgesundheitsminister vollmundig die Krankenhäuser für ihre wichtigen Aufgabe in der Corona-Krise von jeglichem finanziellen Schaden freihalten wollte und ein „what-ever-it-takes“ Gesetz angekündigt hat, ist er nun vor den Forderungen des GKV Spitzenverbandes eingeknickt und hat faktisch sein Wort von letzter Woche gebrochen.

Die Krankenhäuser brauchen dringend umfassende finanzielle Unterstützung und Sicherheit, um so viele Menschenleben wie möglich während der bevorstehenden Hochphase der Corona-Pandemie retten zu können.

"Allein  in unserer Klinik wurde eine komplette Station freigezogen und als Isolierstation eingerichtet, auch die Vielzahl der Intensivbetten sind derzeit nicht genutzt, um diese für den Ausbruch bereit zu halten." Das bedeutet für ein Krankenhaus natürlich sehr hohe Umsatzeinbrüche während Personalkosten weiterlaufen müssen und die Kosten für Verbrauchsmaterialien regelrecht explodieren, da ohne wichtige Materialien für die Patientenversorgung auf der Intensivstation als auch für Schutzausrüstung der Mitarbeiter kein Krankenhausbetrieb mehr möglich ist.

"Dieses Gesetz sichert nicht die Krankenversorgung, es gefährdet sie: den Kliniken wird in Kürze das Geld ausgehen. Dieser Gesetzentwurf bedeutet für viele Kliniken das Todesurteil. Die Kliniken werden insgesamt in eine Liquiditätskrise und damit in die Insolvenz getrieben." ermahnt Gross weiter.

 

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