Regionale Asklepios-Kliniken gründen „Bildungsverbund Südniedersachsen“

Es ist eine große Offensive für den Pflegenachwuchs: Das Asklepios Fachklinikum Göttingen, die Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen und die Asklepios Harzkliniken mit Hauptsitz in Goslar planen die Gründung eines neuen „Asklepios Bildungsverbundes Südniedersachen“. Das beschlossen die beteiligten Geschäftsführungen beziehungsweise Verwaltungsgremien und Träger. „Wir wollen uns damit noch stärker für den Pflegenachwuchs engagieren“, sagt Adelheid May, Geschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken und der Asklepios Kliniken Schildautal Seesen, Regionalgeschäftsführerin Region Harz.

May: „Mit der einzigartigen Initiative sollen zugleich Kapazitäten erweitert und stärker vernetzt werden"

Adelheid May Geschäftsführerin
Adelheid May, Geschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken und der Asklepios Kliniken Schildautal Seesen, Regionalgeschäftsführerin Region Harz

Seit Anfang dieses Jahres wird an dem Projekt gearbeitet.

„Mit der einzigartigen Initiative sollen zugleich Kapazitäten erweitert und stärker vernetzt werden, davon werden die Auszubildenden und die Region profitieren", betont Regionalgeschäftsführerin Adelheid May.

 

Es geht in dem neuen Bildungsverbund einerseits um die dreijährige Ausbildung ab 2020 zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann (bisher heißt der Beruf: „Gesundheits-  und Krankenpfleger“), aber zudem auch um die Fort- und Weiterbildung von examinierten Pflegekräften. Hierbei wird die neue Vereinigung mit zahlreichen Kooperationspartnern wie beispielsweise ambulanten Pflegediensten, psychiatrischen Einrichtungen und anderen Institutionen aus den Regionen zusammenarbeiten, etwa mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) Bad Harzburg, Abteilung Pflege/Gesundheit.

 

Die betreffenden regionalen Asklepios Kliniken reagieren damit auch auf Entwicklungen des bundesweit bestehenden und sich in der Zukunft nach Expertenmeinungen noch verschärfenden Mangels an Pflege-Fachkräften. Mit dem Projekt will Asklepios die Ausbildung in den Regionen noch attraktiver, die einzelnen Ausbildungseinrichtungen dort noch schlagkräftiger machen. 

Bestehende Ausbildungs-Einrichtungen in Göttingen und Seesen werden dazu zusammengeführt,  deren Leistungen gebündelt: In dem Asklepios Fachklinikum Göttingen gibt es bisher schon ein sehr gut aufgestelltes von Asklepios betriebenes Bildungszentrum, in Seesen ebenfalls eines, die Kranken-Pflegeschule Seesen (KPS). In Goslar existiert bisher das „Pflegeschulzentrum Goslar“ (PSZ), seit dem Jahr 2004 in Form eines Vereins, dessen Träger  sind bisher die Klinik Dr. Fontheim und die Asklepios Harzkliniken. Aus diesem Verein  ziehen sich die Harzkliniken in den nächsten drei Jahren in Folge der Neugründung des Bildungsverbundes Südniedersachsen  zurück.

Eine Steuergruppe aus Vertretern der Pflege, Praxisanleitern und Lehrern der beteiligten Pflegeschulen wird den „Asklepios Bildungsverbund Südniedersachsen“ in den kommenden Monaten weiter entwickeln und begleiten, die Neuausrichtung erfolgt dann schrittweise: Das Bildungszentrum Seesen soll im Rahmen des neuen Bildungsverbundes ab dem Jahr 2020 mindestens die doppelte Anzahl von Ausbildungsplätzen erhalten.

Die  derzeit im PSZ laufenden und diejenigen Kurse, die dort  noch im September 2019 begonnen haben, werden  dort gemeinsam mit dem PSZ bis zum August 2022 durchgeführt.

Hintergrund:

Das Asklepios Bildungszentrum Seesen

 

Es verfügt derzeit über 85 Plätze, bildet pro Jahr 29 Schülerinnen und Schüler aus. Insgesamt sieben Lehrer unterrichten die angehenden Pflegekräfte, Ausbildungsbeginn ist jeweils der 1. August. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und umfasst den theoretischen und praktischen Unterricht in Form von mehrwöchigem Blockunterricht und eine  praktische Ausbildung an unterschiedlichen Standorten, auch beispielsweise in den Asklepios Harzkliniken werden die Azubis eingesetzt. Die Praktische Ausbildung umfasst 2500 Stunden und  erfolgt in folgenden Bereichen: Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie, Allgemein- und Unfallchirurgie, Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Psychiatrie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie und ambulanter Pflegebereich. Die Schüler lernen an verschiedenen Einsatzorten die relevanten Arten und Anforderungen der Pflege kennen. Im Mittelpunkt  der Ausbildung steht, die pflegerische Kompetenz für die künftige Berufspraxis zu vermitteln. Daneben geht es aber auch darum, die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zu entfalten sowie Eigenverantwortung und selbständiges Handeln zu fördern.  

 

Das Asklepios Bildungszentrum Göttingen

 

In den vergangenen 15 Jahren haben wir unser Bildungsangebot dort stetig erweitert. Während der Fokus im Jahr 2000 noch auf den Bereichen Gesundheits- und Krankenpflege (75 Ausbildungsplätze) und der staatliche anerkannten Fachweiterbildung zur Fachkraft in der psychiatrischen Pflege lag, umfasst das Seminarspektrum nun  dort noch  vielfältigere Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

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