Pflegeforum: Experten informierten über Krankenhausapotheke und Medikamentenversorgung

Beim 7. Pflegeforum auf Einladung der Asklepios Harzkliniken informierte die Leitung der Krankenhausapotheke der Harzkliniken, Mechthild Wenke, die rund 20 Teilnehmer des 7. Pflegeforums über Aufgaben und Abläufe der Apotheke, unter anderem ging es auch um die Verteilung von Medikamenten durch den hochmodernen Verpackungsautomaten „Unit Dose“. Das Pflegeforum wurde im Jahr 2015 auf Initiative des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Goslar und der Asklepios Harzkliniken ins Leben gerufen. Ziel des Arbeitstreffens: eine stärkere Vernetzung aller (ambulant und stationär) an der Pflege und Versorgung pflegebedürftig Patienten beteiligten Institutionen.

Ziel des Arbeitstreffens: eine stärkere Vernetzung aller an der Pflege und Versorgung pflegebedürftig Patienten beteiligten Institutionen

Bild: Pflegerin schreibt in Patientenakte
Pflegexperten tauschten sich bei der Konferenz über wichtige Themen aus, um Abläufe weirter zu optimieren

Die Gäste waren interessiert, mehr über die Details zu erfahren: Insgesamt 42 Mitarbeiter in der Apotheke der Asklepios Harzkliniken gewährleisten unter Einsatz mordernster Technik die Versorgung von bis zu 3.000 Patienten täglich mit den für sie notwendigen Arzneimitteln.

Mit 389 Planbetten, 14 Fachabteilungen und drei Standorten sind die Asklepios Harzkliniken der zentrale Gesundheitsversorger der Harzregion, rund um die Uhr. Die Harzkliniken lagern rund 2600 unterschiedliche Arzneimittel und Medikamente. Außer die hauseigenen  Stationen beliefern sie weitere Krankenhäuser in Niedersachsen, ausgerichtet auf eine Patientenversorgung von 3000 Betten, insgesamt an 14 Standorten ­ -  die Asklepios Kliniken an den Standorten, Goslar, Bad Harzburg und Clausthal-Zellerfeld, in Seesen, die Asklepios Fachkliniken Tiefenbrunn und Göttingen, sowie weitere Institutionen und Kliniken in Niedersachsen. Die Krankenhausapotheke Goslar stellt nicht nur für Patienten individuelle Medikamente her (etwa Salben, Kapseln), sondern auch beispielsweise hochwertige Zytostatika, diese werden im Rahmen der Chemotherapie von Krebserkrankungen eingesetzt. Seit 2018 gibt es auch in den Harzkliniken das Medikamentenverpackungssystem Unit Dose, in der hochmodernen Form ist es einzigartig im Landkreis.

Unit Dose ist nur einer von mehreren „Bausteinen“, die in den Harzkliniken etabliert wurden, um das Risiko von Medikationsfehlern weiter zu verringern, denn Patientensicherheit genießt höchste Priorität. Auch sogenannte „Stationsapotheker“ sorgen längst für mehr Sicherheit: Bei dem System überprüfen Apotheker der Kliniken die Medikation auf den Stationen mit, ob die Auswahl der Medikamente und die geplante Dosierung stimmen. Die Zusammenarbeit mit den Ärzten wurde so bereits intensiviert. Dadurch konnten zweifelsfrei Medikationsfehler vermieden werden. „Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit erbracht“, resümiert Apothekenleitung Mechthild Wenke, zugleich Fachapothekerin für klinische Pharmazie und Antibiotic stewardship Expertin (DGI). Zudem gibt es unterstützend eine neue Medikationssoftware, „Meona“. Mit den „Stationsapothekern“ wurde eine weitere Dimension der Zusammenarbeit zwischen Apothekern und Ärzten erreicht.

„Konkret geht es darum, sich im Forum besser miteinander auszutauschen, Abläufe im Alltag, beispielsweise beim Entlassmanagement von Patienten an den Schnittstellen noch weiter zu harmonisieren und so die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten zu verbessern, zum Wohl der Patienten“, sagt Harzkliniken-Pflegedirektorin Kerstin Schmidt.   Das Pflegeforum tagte bisher in der Regel zweimal im Jahr, künftig soll es viermal im Jahr stattfinden: Leitungs-Verantwortliche, Pflegefachkräfte von Pflegeheimen, Pflegediensten, Geschäftsführer von Sanitätshäusern und andere Pflege-Fachleute, externe und interne Fachleute, gehören zum Kreis, insgesamt sind es mehr als 60 Mitglieder. Abstimmungs-Probleme beispielsweise beim Entlassmanagement wurden dort in der Vergangenheit erfolgreich besprochen.  

 Bereits nach dem dritten Treffen im Februar 2017 hatten DRK und die Teilnehmer eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Es ist ein wirklich konstruktiver inhaltlicher Austausch, der uns gemeinsam weiterhilft, zum Wohl der Patienten.“

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