Dr. med. habil. Axel Stang zum Universitätsprofessor der Semmelweis Universität ernannt

Zum 1. November wurde Dr. med. habil. Axel Stang, Chefarzt der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin sowie Fachverantwortlicher Dozent am Asklepios Campus Hamburg (ACH), vom ungarischen Staatspräsidenten zum ordentlichen Universitätsprofessor der Semmelweis Universität ernannt.


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Dr. med. habil. Axel Stang wurde zum 1. November zum ordentlichen Universitätsprofessor der Semmelweis Universität ernannt.

Als zweitem Asklepios Chefarzt ist damit Prof. Dr. Axel Stang die hohe Ehre zu Teil geworden, in die Gruppe der ordentlichen Universitätsprofessoren aufgenommen worden zu sein. Vermittelt wurde der Schritt über den ACH und die Semmelweis Universität; verliehen wurde der Titel zum 1. November durch den ungarischen Staatspräsidenten, János Áder. Und veröffentlicht wurde die Ernennung bereits im Oktober im Amtlichen Anzeiger der Republik Ungarn. Die Ernennungsurkunde konnte angesichts der Corona-Pandemie leider nicht im Rahmen des ursprünglich geplanten Festakts übergeben werden, sondern wurde als Schriftstück zugestellt. Wie feierlich üblicherweise die Zeremonie in Budapest geplant gewesen wäre, durfte Prof. Dr. med. Karl J. Oldhafer, Repräsentant des Rektors der Semmelweis Universität und des Dekans der dortigen Medizinischen Fakultät am ACH erfahren, der genau vor zwei Jahren als erster deutscher Akademiker zum ordentlichen Professor der Semmelweis Universität ernannt worden war (Bericht 11/2018). Im Interview unten gibt Prof. Stang Antworten darauf, warum er dennoch von einem feierlichen Rahmen für die Übergabe der Ernennungsurkunde ausgehen darf und was der neue Titel für ihn in vielerlei Hinsicht bedeutet.

Asset im Wettbewerb um die besten Ärzte

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Die offizielle Ernennungsurkunde erhielt Prof. Stang vorab per eMail.

Mit der Ernennung zum Professor wurde Prof. Stang insbesondere für seine wissenschaftlichen Leistungen und sein langjähriges Engagement in Forschung und Lehre am ACH gewürdigt. Für den ACH und Asklepios stellt dies einen weiteren Meilenstein dar. Seit 2018 haben wissenschaftlich und akademisch ambitionierte Oberärzte und Chefärzte bei Asklepios die Möglichkeit, mit der Option zu lehren und zu forschen ihre Karriere über den ACH in Verbindung mit der international renommierten Semmelweis Universität in einer Habilitation fortzusetzen und sogar mit einer Professur zu krönen. Dies wiederum bedeutet für Asklepios ein Asset im Wettbewerb um die besten Ärzte.

Interview mit Prof. Dr. Axel Stang: „Ansporn, um weiterzumachen“

Herr Prof. Stang, wann ist Ihnen zum ersten Mal der Gedanke gekommen, eine Habilitation über die Semmelweis Universität anzustreben? 

Prof. Dr. med. Axel Stang: Eigentlich ist die Habilitation für mich die zwangsläufige Konsequenz meiner gesamten Berufs-Biographie. Ich habe immer intensiv klinisch gearbeitet. Parallel habe ich rund zwei Jahrzehnte Lehre und Forschung in verschiedenen großen Lehrkrankenhäusern kontinuierlich betrieben. Vor 20 Jahren habe ich sogar an der Semmelweis Universität im englischen und deutschen Studiengang Vorlesungen über das Thema Chemotherapie-Resistenz gehalten! Schon damals habe ich die Semmelweis Universität als herausragend erlebt – ein Eindruck, den ich mit vielen meiner Mediziner-Freunde und -Kollegen, die an der Uni Heidelberg, der TU oder LMU München lehren, teile.

Was bedeutet Ihnen diese Ernennung persönlich, was bedeutet sie für Sie akademisch? 

AS: Das lässt sich in zwei Worten ausdrücken: Anerkennung und Bestätigung. Dabei kann und möchte ich persönlich nicht von akademisch trennen, denn meine Biographie ist immer akademisch gewesen. Durch den Titel wird meine jahrelange Arbeit in Klinik, Forschung und Lehre nun sichtbarer.

Inwieweit hat dieser Titel Einfluss auf Sie in Forschung und Lehre?

AS: Kurze und klare Antwort: Sie ist für mich Ansporn, weiterzumachen. Das betrifft meine gesamte bisherige Tätigkeit. Ich bin Kliniker durch und durch. Ich mag den Umgang mit Patienten, und ich mag es gleichzeitig, mein Wissen weiterzugeben und zu erweitern, also zu forschen und zu lehren.

Was bedeutet aus Ihrer Sicht diese zweite Ernennung innerhalb von zwei Jahren für den ACH? 

AS: Für mich macht meine Ernennung deutlich, dass die Kooperation zwischen Semmelweis Universität und Asklepios vor mehr als einem Jahrzehnt eine wirklich gute Idee war – und das nicht nur hinsichtlich der gemeinsamen Studentenausbildung. Darüber hinaus trägt diese länderübergreifende Kooperation nun immer mehr Früchte in Forschung und Lehre. Ich hoffe übrigens sehr und gehe davon aus, dass die Übergabe der Urkunde durch den Rektor der Semmelweis Universität im Rahmen der feierlichen Unterzeichnung des Fortsetzungsvertrags der Kooperation zwischen Asklepios und der Semmelweis Universität erfolgen kann – wann auch immer in 2021.Das wäre ein schönes und sichtbares Zeichen.

Denken Sie, dass Ihre Professur für Kolleginnen und Kollegen, die selbst an eine Professur denken, ein Vorbild sind?

AS: Ein Vorbild vielleicht, bestimmt aber ein gutes Beispiel, dass es am ACH erfolgversprechende Perspektiven gibt. Aber das gilt nicht nur für Kolleginnen und Kollegen, sondern ganz besonders auch für die Studierenden am ACH. Besonders in den dortigen WSKs, den Wissenschaftlichen Studentenkreisen nach ungarischem Vorbild (Link Bericht), finden sich viele forschungsbegeisterte angehende Medizinerinnen und Mediziner, denen ich immer wieder diese Perspektive zu vermitteln versuche.

Welche Bedeutung rechnen Sie dem ungarischen Titel zu?

AS: Ich fühle mich geehrt, dass die renommierte Semmelweis Universität, die schon immer in der internationalen Szene ein Gewicht hatte, meine klinische Arbeit und meinen Einsatz in Lehre und Forschung auf diese Weise offiziell anerkennt. Ich freue mich einfach, dass mir das gelungen ist. Gleichzeitig empfinde ich dadurch eine innere Verpflichtung, den bislang beschrittenen Weg weiterzugehen, die WSKs weiter auszubauen und zu der Intensivierung der engen Kontakte zwischen der Semmelweis Universität als Zentrale und dem ACH beizutragen.

Welcher Moment in dem ganzen Prozess hat Sie besonders berührt? 

AS: Auch wenn ich die Nachricht von der Ernennung Anfang November Pandemie-geschuldet am 19.11. zunächst nur per Mail und die Urkunde als Scan erhalten habe, war das tatsächlich der Moment, der mich sehr berührt hat. Zwar lief der Prozess schon länger, und die Nachricht stand quasi im Raum, aber dann war es plötzlich berührende Realität.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Prof. Stang. Der gesamte ACH und seine Studierenden gratulieren Herrn Prof. Stang zu diesem akademischen Erfolg und wünschen ihm für die weiteren Jahre in Klinik, Forschung und Lehre viel Glück!

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