Asklepios Klinik St. Georg als überregionales Zentrum für Herzschwäche erfolgreich zertifiziert

• Asklepios Klinik St. Georg erhält überregionale Heart Failure Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
• Patienten mit schwerer Herzschwäche profitieren von höchsten Qualitätsstandard

Patienten mit einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche, englisch Heart Failure) werden in der Asklepios Klinik St. Georg in einer spezialisierten Herzinsuffizienz-Einheit behandelt, die jetzt durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie als überregionales Zentrum zur Behandlung einer Herzschwäche („Heart Failure Unit“) ausgezeichnet worden ist. Diese Behandlungseinheit ist mit modernstem Monitoring und technischen Überwachungs- und Behandlungssystemen ausgestattet und für die Stabilisierung von Patienten mit verminderter Herzfunktion besonders geeignet. Die Zertifizierung stellt höchste Ansprüche an das Behandlungsangebot, die Behandlungspfade, die Personalstrukturen und –qualifikationen sowie die intensivmedizinische Versorgung der Patienten. Dabei erfolgt eine interdisziplinäre Therapieplanung gemeinsam durch Kardiologen und Herzchirurgen der Klinik. Zudem bestehen Kooperationen mit Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten und speziellen Fachabteilungen anderer Kliniken. Hierdurch wird eine qualitätsgesicherte, integrierte Versorgungsstruktur für Herzinsuffizienzpatienten sichergestellt.

Foto Prof. Dr. Stephan Willems, Chefarzt kardiologie St. Georg
Prof. Stephan Willems, Chefarzt Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin der Asklepios Klinik St. Georg

„In unserer Heart Failure Unit arbeiten wir fachübergreifend auf dem aktuellsten Stand der Herzinsuffizienz-Behandlung und bieten Menschen mit akuter und chronischer Herzschwäche eine optimale Behandlungsqualität von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge“, erklärt Prof. Dr. med. Stephan Willems, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin der Asklepios Klinik St. Georg. Ein interdisziplinäres ärztliches und pflegerisches Team der Kardiologie und Herzchirurgie behandelt in St. Georg gemeinsam Patienten mit einer Herzschwäche - so profitieren diese von einer breiten Fachkompetenz.  „Aber auch die poststationäre Langzeitbetreuung unserer Patienten steht im Rahmen der überregionalen Heart Failure Unit im Fokus. Dafür kooperieren wir eng mit Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten und Fachärzten interdisziplinärer Fächer in anderen Kliniken“, so Willems weiter.
 
Die Heart Failure Unit der Asklepios Klinik St. Georg bietet ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten: Neben medikamentösen Therapien stehen die Implantation eines Defibrillators oder eines Implantats zur kardialen Resynchronisation, interventionelle Therapieansätze wie das Mitral-Clipping sowie Katheterablationsverfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die eine Herzschwäche auslösen oder deren Verlauf verschlechtern können, zur Verfügung. Gerade für junge Patienten sind mannigfaltige chirurgische, häufig auch minimalinvasive Verfahren zur Behandlung einer Herzschwäche möglich, wenn die oben genannten Methoden keinen ausreichenden Erfolg erzielt haben. Dazu zählen die Rekonstruktion von komplexen Mitralklappenfehlern, die Rekonstruktion der linken Herzkammer bei Aussackungen (Herzwandaneurysmen) nach großen Herzinfarkten sowie die komplett endoskopische Ablation (Verödung) von Vorhofflimmern, wenn vorherige Katheterablationen nicht erfolgreich waren. In einer Spezialambulanz für Herzinsuffizienz ist in der Asklepios Klinik St. Georg zudem eine intensivierte ambulante Betreuung von Patienten möglich.

Prof. Michael Schmoeckel, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie der Asklepios Klinik St. Georg

Bei schweren Formen der Herzschwäche kann es erforderlich sein, die Pumpleistung des Herzens durch ein Hilfspumpsystem vorübergehend zu unterstützen. „In seltenen Fällen kann bei einem Patienten mit Herzinsuffizienz die Kreislauftätigkeit aber nur durch ein dauerhaft implantiertes Herzunterstützungssystem (LVAD / sogenanntes Kunstherz) aufrechterhalten werden. Dazu implantieren wir ein hochleistungsfähiges, kleines Pumpsystem komplett in den Brustkorb“, erläutert Prof. Dr. Michael Schmoeckel, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie der Asklepios Klinik St. Georg. Die Behandlung mit einem solchen Herzunterstützungssystem dient v.a. bei jungen Patienten der Überbrückung der Wartezeit bis zu einer Herztransplantation. Aber auch für Patienten, die nicht transplantiert werden können, oder in höherem Lebensalter (>65 Jahre) kann die Therapie mit einem LVAD lebenslang weitergeführt werden. „In beiden Fällen werden die Patienten mit einem implantierten System nach Hause entlassen und ambulant weiterbehandelt. Dank minimalinvasivem chirurgischem Vorgehen und der technischen Weiterentwicklung der Pumpen ist ein weitgehend normales Leben mit Reisen und sportlicher Betätigung möglich“, so PD. Dr. Florian Wagner, chirurgischer Leiter des LVAD-Programms. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung unserer Heart Failure Unit – sie ist ein großer Erfolg für unsere Klinik und ein sichtbares Zeichen für eine sehr gute Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz in St. Georg“, stellen beide Chefärzte übereinstimmend fest.

Herzschwäche häufigste Erkrankung des Herzens

Herzschwäche ist eine der häufigsten Erkrankungen des Herzens und der wichtigste Grund für Krankenhausaufnahmen in Deutschland und Europa. Deutschlandweit sind schätzungsweise 3,4 % aller Patienten, also ca. 2,5 Millionen Menschen, von dieser Herzerkrankung, die meist im höheren Lebensalter auftritt, betroffen. Angesichts des demografischen Wandels steigt die Zahl der Patienten mit Herzinsuffizienz kontinuierlich an; zusätzlich werden Diagnostik und Therapie immer komplexer. Um für diese Patienten bessere Versorgungsstrukturen zu schaffen, empfehlen die medizinischen Fachgesellschaften die Bildung spezialisierter Herzinsuffizienz-Einheiten und deren Zusammenschluss zu bundesweiten Netzwerken.

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