Pleuraempyem

Beim Pleuraempyem handelt es sich um eine Eiteransammlung in der Brusthöhle, meist in Folge einer Lungenentzündung.

Als bakterielle Erreger kommen vor allem in Frage:

  • Streptococcus pneumoniae und weitere Streptokokken-Arten
  • Staphylococcus aureus
  • Pseudomonas aeruginosa (vor allem nosokomial)
  • Escherichia coli

Symptome: In der Regel bestehen Fieber, Husten und Nachtschweiß.  Die Symptomatik eines Pleuraempyems kann jedoch unter der Therapie einer begleitenden Pneumonie sehr mild sein.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose erfolgt durch eine Punktion des Ergusses nach Durchführung eines Computertomogramms des Bruskorbes (Thorax CT).

Im Erststadium (bernsteinfarbener Erguss) erfolgt die Therapie, beim einkammerigem Erguss durch Einlage einer Thoraxdrainage und einer Spülung der Brusthöhle. Liegen mehrere Kammern vor erfolgt die Sanierung über eine Thorakoskopie und eine anschließende Drainagetherapie.

Im fortgeschritten Stadium (Eiter im Punktat) stellt die thorakoskopische Ausräumung des Empyems die Therapie der Wahl dar.

Im chronischen Stadium hat eine teilweise Verschwartung des Ergusses stattgefunden, die  die Lunge in  Ihrer Ausdehnung beeinträchtigt. Die Therapie besteht in einer kompletten Entfernung der Schwarte über eine  Eröffnung des Brustkorbes. Anschließend erfolgt wieder die  Drainagetherapie. Kann die entfesselte Lunge die Brusthöhle nicht komplett ausfüllen, muss nach einer Teilentfernung einer oder mehrerer Rippen die Resthöhle durch das Eischlagen der Thoraxwandmuskulatur verkleinert werden (Thorakoplastik) um das Risiko des  Wiederauftretens des Empyem zu minimieren. Bei inoperablen Patienten stellt die Vakuumtherapie die Behandlung der Wahl dar.

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