Schädel-Hirn-Trauma

Eine Verletzung des Schädels mit Hirnbeteiligung wird als Schädel-Hirn-Trauma (SHT) bezeichnet.

Die folgenden Beschwerden können direkt aber auch erst Stunden nach einem Schädel-Hirn-Trauma auftreten:

  • Bewußtseinsverlust oder im Verlauf zunehmende Bewußtseinsstörung
  • Pupillendifferenz
  • Erinnerungslücken
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Epileptische Krampfanfälle
  • Weitere neurologische Ausfallerscheinungen (Gefühlsstörungen, Lähmungen)

Umfassende Untersuchung

Computertomogramm eines Patienten nach Schädelhirntrauma und ausgedehnten Einblutungen in das Hirngewebe (weiße Flecken in Stirn- und Scheitellappen) sowie in den Subarachnoidalraum (Spalt zwischen Hirn- und Hirnhaut)

Das SHT ist eine potentiell lebensbedrohende Erkrankung, entsprechend muss schnell das Ausmaß der Hirnschädigung erfasst und Behandlungsmöglichkeiten analysiert werden. Da das SHT oft auch im Rahmen eines Polytraumas auftritt, müssen weitere Körperregionen untersucht werden. Dies geschieht in unserer Klinik im Rahmen fester interdisziplinärer Untersuchungsabläufe unseres Traumazentrums (Ärzte der Neurologie und Neurologische Frührehabilitation/Neurochirurgie, Unfallchirurgie, Anaesthesie, ggf. HNO-, MKG- und/oder Augenklinik).

Neben der klinischen Untersuchung sind Schnittbilduntersuchungen des Kopfes und des Halses notwendig (Comptertomografie und/oder Magnetresonanztomografie). Um Verletzungen der hirnversorgenden Gefäße zu untersuchen sind neben den Röntgenverfahren auch Ultraschalluntersuchungen notwendig.

Unser Therapieangebot

Nach Diagnosestellung und Feststellung des Ausmaßes der Verletzungen müssen die unmittelbaren Therapieentscheidungen getroffen werden (Operation, Intensivmedizin, stationäre Überwachung oder Entlassung). Die frühzeitig einsetzende Behandlung vermindert Folgeschäden und ist ausschlaggebend für den Behandlungserfolg und die Genesung des Betroffenen.

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