Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117

 

  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
    ► Wählen Sie den Notruf 112

 

  • Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen: Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern können wir Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.

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Ihr Asklepios-Team

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Bild: Mehrsprachige Grafik zum Besuchsverbot in den Asklepios Kliniken

Gliome

Gliome sind hirneigene Tumore, die häufig durch neurologische Symptome wie Seh- und Sprach-störungen, Lähmungen oder epileptische Anfälle auffällig werden.

Der erste Schritt: Die Diagnose

Sie werden in nieder- und höher-gradige Gliome (Astrozytome, Oligodendrogliome, Glioblastome, Ependymome) eingeteilt. Nach der Erstdiagnose besprechen wir gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen, d.h. welche Diagnostik noch durchgeführt werden sollte und ob eine Tumorentfernung oder zunächst eine Probeentnahme (=Biopsie) aus dem Tumor sinnvoll ist.

Für die Diagnostik wie auch für die Operation stehen uns modernste Technologien zur Verfügung. So können wir z.B. mit dem „funktionellen MRT“ die Areale für die Sprache und die Bewegung im Gehirn darstellen und aufgrund ihrer Lagebeziehung zum Tumor das Operationsrisiko einschätzen.

Bei der Operation in besten Händen

Für die Operation verfügen wir neben einem hochmodernen Mikroskop, welches auch Fluoreszenzfarbstoffe anregen und darstellen kann, auch über eine Neuro-navigation, die es uns ermöglicht, auch schwierig gelegene Tumore auf dem optimalen Weg zu er-reichen.

Während der Operation können wir mit der sogenannten Fluoreszenzdiagnostik bei verschiedenen Tumoren die Grenze zwischen Gehirn und Tumor markieren und so eine möglichst komplette Tumorresektion gewährleisten. Noch während der Operation können wir am narkotisierten Patienten ein „intraoperatives MRT“ durchführen und eventuelle Resttumoranteile sowie ihre Nachbarschaft zu wichtigen Hirnarealen (Bewegung, Sprache, Sehen) oder wichtigen Blutgefäßen sehen und die Möglichkeit einer weiteren Tumorentfernung in gleicher Narkose bewerten. Mit Hilfe dieser Verfahren gelingt uns in vielen Fällen eine komplette Tumorentfernung! In Einzelfällen, bei welchen uns der Erhalt der Sprachfunktion und die möglichst komplette Entfernung des Tumors wichtig erscheint, kann die Operation auch am wachen Patienten (sog. „Sprachmonitoring“) unter laufender Testung der Sprache durch einen Neuropsychologen durchgeführt werden ohne, dass wir auf die obengenannten technischen Hilfsmittel verzichten müssten.

Das entfernte Tumorgewebe wird im Rahmen eines „Schnellschnittes“ bereits während der Operation durch die Kollegen der Neuropathologie untersucht und erlaubt eine erste Einschätzung des Tumors.

In den Tagen nach der Operation erfolgen weitere Untersuchungen am Tumorpräparat, um so eine optimale evtl. auch individualisierte Tumortherapie zu ermöglichen. Diese Therapie wird im Rahmen unserer interdis-ziplinären Tumorkonferenz, dienstags 16.00 Uhr, gemeinsam mit Onkologen, Strahlentherapeuten und Radiologen festgelegt. Zu unserem hochprofessionellen interdisziplinären Team gehören neben den Kolleginnen und Kollegen der Neuroradiologie auch die Kolleginnen und Kollegen der Anästhe-siologie, der Intensivstation und der Neuropathologie sowie unsere hochspezialisierten Pflegekräfte im OP und auf den Stationen. Natürlich werden regelmäßige Nachsorgetermine über unsere neurochi-rurgische MVZ-Ambulanz angeboten.

Selbsthilfegruppe: Deutsche Hirntumorhilfe e.V. - Wissen schafft Zukunft ...

https://www.hirntumorhilfe.de

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