Koronare Herzerkrankung / Herzinfarkt

Die koronare Herzerkrankung ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße die zu chronischen oder akuten Durchblutungsstörungen des Herzmuskels führt. Sie hat eine hohe Bedeutung, da sie die häufigste Todesursache in Deutschland ist. Entsprechend liegt ein Schwerpunkt der Abteilung für Kardiologie in der kompetenten und in akuten Fällen sehr zeitnahen Behandlung dieser Erkrankung.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Wir verfügen über alle Verfahren, die zur  Diagnostik dieser Erkrankung notwendig sind. Hierzu gehören beispielsweise auch modernste Techniken wie der  intrakoronare Ultraschall (IVUS) und die intrakoronare Druckmessung (FFR), die eine für Sie maßgeschneiderte, effektive Behandlung sicherstellen können. Der Zugang zu den Herzkrankgefäßen erfolgt in unserer Abteilung in 90% der Fälle über die Handgelenksarterie (radialer Zugang) in örtlicher Betäubung, so dass wir eine möglichst schonende Behandlung gewährleisten können. Bei Bedarf geben wir Ihnen ein zusätzlich ein mildes Beruhigungsmittel, damit die Untersuchung für Sie in möglichst entspannter Atmosphäre stattfinden kann.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Sollten wir durch die Herzkatheteruntersuchung bei Ihnen krankhafte Veränderungen der Herzkranzgefäße finden, so kann in den allermeisten Fällen eine unmittelbare Reparatur des verengten Gefäßes durch Aufdehnung mit einem Ballon (PTCA) und die Implantation von Gefäßstützen (sogenannte Stents) vorgenommen werden. Hierfür Verwenden wir im Normalfall sogenannte medikamentenbeschichtete Stents (DES), die einen dauerhaften Therapieerfolg sicherstellen sollen. Auch moderne medikamentenbeschichtete Ballons (DEB) wenden wir je nach Bedarf an.

Eine weitere Spezialität ist die Behandlung von langbestehenden kompletten Herzkranzgefäßverschlüssen (CTO). Nach Spezialuntersuchungen, mit deren Hilfe wir die Notwendigkeit der Wiedereröffnung eines chronisch verschlossenen Herzkrankzgefäßes nachweisen, führen wir eine komplexe Herzkatheterbehandlung durch. Hier stehen viele verschiedenartige Techniken zur Wiedereröffnung zur Verfügung, die eine hohe Erfahrenheit des Untersuchers voraussetzen. In einem hohen Anteil der Fälle können wir ein chronisch verschlossenes Gefäß wiedereröffnen. Für die Patienten, in denen die Katheterbehandlung nicht ausreicht wird durch uns eine Therapie durch Bypasschirurgie in die Wege geleitet.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Nach der Untersuchung kommen Sie je nach Art der Katheteruntersuchung entweder zurück in Ihr Zimmer oder werden z.B. nach einer Ballon oder Stentbehandlung vorübergehend per Monitor auf einer Überwachungsstation behandelt. Je nach Schwere des Eingriffs kann in den meisten Fällen nach 1-2 Tagen die Monitorüberwachung beendet werden und Sie entweder direkt nach Hause oder bei Bedarf in eine Rehabilitationseinrichtung entlassen werden

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