Netzhautablösung

Die Netzhaut ist für die Lichtwahrnehmung und damit das Sehen verantwortlich ist. Sie ist ein hochkomplexer Teil des Gehirns, der in das Auge „ausgelagert“ ist und die Augenwand von innen auskleidet.

Bilden sich Löcher in der Netzhaut (durch Schrumpfung und Zug des Glaskörpers oder Veränderungen im Rahmen der Zuckerkrankheit), kann sich die Netzhaut von der Augenwand ablösen. Sie merken dies durch eine Sehverschlechterung mit Schatten- oder Schleiersehen.

Eine Netzhautablösung sollte schnell operiert werden. Wir beraten Sie über das beste Verfahren!

Unsere Verfahren

Netzhautlaserung

Sollte Ihr Augenarzt einen Riss in der Netzhaut festgestellt haben und ist es noch nicht zu einer weiteren Ablösung der Netzhaut gekommen, so ist es evtl. möglich, den Riss mit dem Laser zu verschweißen (Netzhaut-Laserung). Dazu wird das Auge mit Augentropfen betäubt. Die Netzhautlaserbehandlung wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Vereisung mittels Kältesonde (Kryoretinopexie)

Ist der Riss zu groß oder liegt er zu weit in der Peripherie des Auges, ist es häufig erforderlich, den Riss mit einer Kältesonde zu vereisen. Dabei wird der Kältestab von außen auf das Auge aufgesetzt und gleichzeitig der Kryoeffekt im Auge über die erweiterte Pupille betrachtet. Diese Operation dauert ca. 15 bis 20 Minuten.

Danach sollten Sie schwere körperliche Belastungen vermeiden. Die nachfolgende Schwellung des Auges wird mit Augentropfen behandelt und klingt innerhalb von 1 bis 2 Wochen folgenlos ab. Die Operation wird in der Regel stationär wegen der drohenden Netzhautablösung durchgeführt.

Eindellende OP-Verfahren mittels Plombe oder Cerclage

Wenn eine Netzhautablösung eingetreten ist, droht die Erblindung des Auges, da die Netzhaut nicht mehr an der sie ernährenden Aderhaut anliegt. Deshalb ist es erforderlich, eine Silikonplombe auf die Rissstelle von außen auf das Auge aufzunähen, um damit die "Unterlage" wieder an die Netzhaut anzudrücken. Dazu wird die Bindehaut eröffnet und die Plombe auf die Lederhaut (Sklera) aufgenäht. Je nach Größe des Risses oder auch abhängig von vorhergegangenen Operationen variiert die Größe dieser Plombe bzw. wird ein Bändchen aus demselben Silikonmaterial um das Auge gelegt. Nach Zunähen der Bindehaut ist äußerlich nach Abklingen der Schwellung nur in seltenen Fällen eine seitliche Vorwölbung am Auge sichtbar. Diese ist kosmetisch jedoch kaum sichtbar. Diese Operationen werden stationär durchgeführt.

Eingabe von verschiedenen Gasen ins Auge (pneumatische Retinopexie)

Zur Unterstützung der Netzhautanlage ist es zum Teil erforderlich, verschiedene Gase oder Luft in das Augeninnere (Glaskörperraum) während der Netzhautoperation einzugeben. Diese werden vom Körper selbständig wieder aufgesaugt, ohne dass eine Entfernung notwendig ist. Auch diese Operationen werden in der Regel stationär durchgeführt.

Operative Behandlung komplizierter Netzhautablösungen und Glaskörperblutungen

Durch Makulaforamina (Netzhautlöcher in der Stelle des schärfsten Sehens) und durch eine Zellophanmakulopathie bzw. einen „macular pucker“ kann nicht nur die Sehschärfe beeinträchtigt werden, sondern es können auch sehr stark störende Verzerrungen der optischen Bildwahrnehmung auftreten.

Durch eine Vitrektomie (Glaskörper-Operation) mit gleichzeitiger Membranentfernung (membrane-peeling) und anschließender Luft- oder Gasinstillation in den Glaskörperraum können diese Veränderungen im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens beseitigt werden. Da die Netzhautglättung nach der Operation in der Regel mehrere Monate beansprucht, ist ein verzerrungsarmes Sehen erst nach diesem Zeitraum möglich. Die Erfolgsraten dieser Operation liegen inzwischen bei über 90%. Die Verfahren werden in der Regel stationär durchgeführt.

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