Destruierende (zerstörende) Wirbelsäulenerkrankungen

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Entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen

Spondylodiszitis

Unter einer Spondylodiszitis versteht man eine bakterielle Infektionskrankheit von Bandscheiben und den angrenzenden  Wirbelkörpern. Die Ursachen einer solchen Infektion sind meist Bakterien, die von einem anderen Entzündungsherd über die Blutbahn zur Wirbelsäule gelangen, zum Beispiel einer eitrigen Zehe. Diese Bakterien siedeln sich an der Wirbelsäule an und können so eine Entzündung verursachen. Eine Spondylodiszitis kann auch als Komplikation bei Eingriffen an der Wirbelsäule auftreten. Dazu gehören Operationen an der Wirbelsäule, aber auch Injektionen und Punktionen.

Eine Spondylodiszitis ist eine schwere, potentiell lebensbedrohende Erkrankung: Sie kann zu der Zerstörung von angrenzenden Wirbelkörpern, dem Fortschreiten der Infektion mit Bildung weiterer Abszesse oder der Entstehung einer Sepsis (Blutvergiftung) führen. Auch eine Querschnittlähmung ist eine mögliche Folge der Spondylodiszitis.

Konservative Therapie:

Die konservative Therapie besteht in einer langfristigen (etwa 6 bis 12 Wochen) intravenösen Gabe von Antibiotika und konsequenter Ruhigstellung der betroffenen Wirbelsäule durch Bettruhe und das Anlegen eines Korsetts. Sie ist nur bei beginnenden Spondylodiszitiden ohne Abszeß oder knöcherne Destruktion angezeigt.

Operative Therapie:

Oft wird die konservative Therapie mit einer Operation ergänzt. Es werden dabei Abszesse sowie erkranktes Bandscheiben- und Knochengewebe ausgeräumt. Zusätzlich müssen die angrenzenden Wirbelkörper miteinander verblockt und gegebenenfalls ein Bandscheiben- oder Wirbelkörperersatz implantiert werden.

Nachbehandlung:

Ziel der Nachbehandlung bei operativen Eingriffen ist es, Sie möglichst schnell wieder zu mobilisieren, um eine längere Bettlägerigkeit zu vermeiden. Außerdem wird nach einer operativen Versorgung die Gabe von Antibiotika für einen längeren Zeitraum fortgesetzt, um die im Körper verbliebenen Bakterien zu bekämpfen.


Sonstige entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen

Zu den entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen zählen überwiegend rheumatische Krankheitsbilder, wie Morbus Bechterew oder die Rheumatoide Arthritis.

Bei der Rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine chronisch entzündliche, krankhafte Abwehrreaktion des Körpers gegen sich selbst (Autoimmunerkrankung). Sie verläuft in Schüben und zerstört hauptsächlich Gelenke, Sehnen, Sehnenscheiden sowie Schleimbeutel durch die immer wiederkehrenden Entzündungsprozesse.

Morbus Bechterew (Spondylitis ankylopoetica) ist eine chronisch entzündliche, rheumatische Erkrankung, die ebenfalls in Schüben verläuft. Sie beginnt überwiegend an den Kreuz-, Darm-, Bein-Gelenken und kann auf Dauer zur Versteifung der Wirbelsäule führen. Zur umfassenden Behandlung dieser Erkrankung steht Ihnen das spezialisierte Team der Klinik für Rheumatologie im Hause zur Verfügung.

In seltenen Fällen können auch Entzündungen von Wirbeln und Bandscheiben auftreten, die infolge einer bakteriellen Infektion hervorgerufen werden (infektiöse Spondylodiszitis). Nähere Informationen hierzu siehe oben.

Tumore an der Wirbelsäule

Tumorthermoablation

Bisherige Therapiekonzepte umfassen neben einer rein operativen Vorgehensweise die palliative Strahlentherapie und gegenwärtig auch innovative Therapieansätze wie die Anwendung der Thermoablation bei Wirbelsäulenmetastasen. Dieses Verfahren kombiniert eine Tumorradiofrequenztherapie mit einer nachfolgenden Zementstabilisierung und eignet sich somit als minimalinvasives Therapieverfahren für Patienten mit ossären Metastasen.

Wir sind Teil des Asklepios Tumorzentrums Hamburg

Wir stehen für interdisziplinäre und standortübergreifende Spitzenmedizin in der Onkologie für ganz Norddeutschland. Erfahren Sie hier mehr über die Zusammenarbeit von mehr als 200 Experten an allen sieben Standorten der Stadt.

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