COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)

Wenn die Lunge ihre Elastizität verliert - COPD

COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease), also chronisch obstruktive Lungenerkrankung, ist eine Erkrankung, die zu Luftnot und Husten führt. Der Begriff umfasst zwei unterschiedliche Erkrankungen, die häufig zusammen auftreten: Die chronisch Obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Hauptursache dieser Erkrankung ist das Rauchen/ Passivrauchen. Auch wiederholte Atemwegsinfekte und Luftverschmutzung (z. T. auch am Arbeitsplatz) sowie genetische Faktoren (z. B. der alpha-1-Antitrypsinmangel) spielen eine Rolle.

„Chronisch“ ist die Erkrankung, da die ihr zugrunde liegenden Veränderungen an der Lunge lebenslang bestehen bleiben und langsam weiter fortschreiten können.


Folge ist eine Entzündung der Atemwege mit Husten und Auswurf (chronische Bronchitis) und eine Zerstörung des Lungengewebes (Lungenemphysem). Die Patienten leiden unter fortschreitender Atemnot, zunächst nur bei Belastung, schließlich auch in Ruhe. Dazu kommt eine Einschränkung der Lungenfunktion. Symptome, die scheinbar harmlos klingen, jedoch sehr ernst sind: Luftknappheit schwächt den Körper, häufig ist auch die seelische Belastung groß, besonders bei akuten Schüben (sog. Exazerbationen).

Risikofaktoren

In seltenen Fällen kann eine genetische Veranlagung zu COPD führen. Weitaus häufiger ist allerdings das aktive Rauchen Ursache für die Erkrankung. Tabakrauchen erhöht das Risiko, an einer COPD zu erkranken um das 13-fache, und ist der wesentliche Risikofaktor für COPD. Schätzungen besagen, dass bis zu 50 Prozent der älteren Raucher eine COPD entwickeln. Etwa 7- 10 Millionen Menschen in Deutschland leben mit dieser Diagnose.

Der erste Schritt: Die Diagnostik

Alle Patienten, die über einen längeren Zeitraum an Husten und Auswurf leiden und die Risikofaktoren erfüllen werden einer gründlichen körperlichen Untersuchung unterzogen. Unsere Lungenfunktionsabteilung ist hierfür bestens ausgerüstet. Wichtig für eine richtige Diagnose sind:

  • Lungenfunktionsprüfung
  • Röntgenuntersuchung
  • Blutuntersuchung

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Bei der Behandlung der COPD liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit darin, Symptome zu lindern und Krankheitsschübe zu reduzieren oder zu vermeiden. Uns stehen dafür medikamentöse und nicht-medikamentöse Methoden zur Verfügung. Mit verschiedenen Verfahren von endoskopischer Emphysemtherapie wird die Lungenüberblähung reduziert und so die Atemnot wirksam gelindert. Als Alpha-1-Center beraten wir Patienten mit Alpha-1-Antitrypsinmangel und niedergelassene Kollegen hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten und prüfen die Indikation für eine evtl. erforderliche Lungentransplantation.

Die wirksamste Therapie ist jedoch die Vermeidung von Risikofaktoren. Deshalb stehen Ihnen unsere Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite und helfen Ihnen bei der Rauchentwöhnung. Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe: In intensiven Schulungen zeigen wir unseren Patienten, wie sie die unterschiedlichen Inhalationshilfen nutzen und diese Behandlung auch zu Hause fortführen können. Neben Ernährungsberatung und Unterstützung bei körperlichem Training stellen wir gerne Kontakt zu Selbsthilfegruppen. So tragen wir zur Steigerung Ihrer Lebensqualität bei.

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