Über die Biobank Gauting

Biobanken bilden die Basis, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Praxis zu übertragen (auch „translational research“ genannt). Durch die Untersuchung einer großen Anzahl von Gewebe- und Blutproben können das Verständnis von Ursache und Verlauf von Krankheiten vertieft und Methoden der Dianostik und Behandlung verbessert werden.

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Aus diesem Grund können unsere Patienten ihr Gewebe, welches im Rahmen einer Operation oder zu diagnostischen Zwecken entnommen wird, und welches für die Diagnostik nicht mehr benötigt wird, der Asklepios Biobank überlassen. Sie helfen dadurch der medizinischen Forschung und tragen dazu bei, die medizinische Versorgung ständig zu verbessern.

Es ist das Ziel der Biobank, Gewebe, Blut und andere Körperflüssigkeiten in hoher Qualität zu sammeln, zu lagern und für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung zu stellen. Sie ist Teil des „Comprehensive Pneumology Centers München“ (CPC-M) und Mitglied im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL), einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Einrichtung, die sich die weitere Erforschung und die Entwicklung neuer Therapieverfahren von und für Lungenerkrankungen zum Ziel gemacht hat. Als Teil dieser Bemühungen sind in der Plattform Biobanking im DZL Biobanken an den verschiedenen Standorten, u.a. auch in Gauting, etabliert.

Obwohl Lungenkrebs eine der häufigsten Krebsarten ist, steht der Forschung doch relativ wenig Gewebe zur Verfügung. Zum Teil weil viele Lungenkrebspatienten nicht mehr operativ behandelt werden können, sondern sofort eine Chemotherapie eingeleitet wird. Lediglich in relativ frühen Stadien kann der befallene Lungenlappen mit dem Tumor operativ entfernt werden. Umso wichtiger ist es, diese Ressource zu nutzen.

Auf Initiative von Herrn Dr. Michael Lindner, leitender Oberarzt der Klinik für Thoraxchirurgie an der Asklepios Klinik Gauting, wurde deshalb 2008 begonnen, einen Teil des operierten Gewebes, welches für die Diagnostik nicht benötigt wurde, frisch in flüssigem Stickstoff einzufrieren und zu archivieren. Somit war der Grundstein für eine Lungen-Biobank gelegt. Mitte 2008 übernahm Frau Dr. Ina Koch die Leitung, unterstützt von Frau Anja Stowasser im Labor und Frau Christine Friedrich in der Dokumentation.

Ein entsprechender Antrag bei der Ethikkommission sowie die enge Zusammenarbeit mit Datenschutzexperten sichern den Umgang mit sensiblen Daten. Die Ethikkommission hat der Asklepios Biobank für Lungenerkrankungen die ethisch-rechtliche Unbedenklichkeit bestätigt.

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