MS-Tag mit Patientenforum am 11. April am Asklepios Fachklinikum Stadtroda

Chefarzt Prof. Dr. David Weise und DMSG Thüringen-Geschäftsführerin Renate Wida-Vogel führen Patienten und Angehörige durch das Programm

Immuntherapie, Symptomatische Therapie sowie Neues aus der Forschung und Aktuelles aus dem Landesverband stehen im Focus des MS-Tages am Donnerstag, 11. April. Bereits zum 19. Mal veranstaltet das Asklepios Fachklinikum Stadtroda das Patientenforum gemeinsam mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Thüringen. Beginn ist 15.30 Uhr.

„Wir freuen uns, zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie den MS-Tag wieder in Präsenz veranstalten zu können“, sagt Prof. Dr. David Weise, Chefarzt der Klinik für Neurologie, Schmerztherapie und Schlafmedizin.

 

Zum Auftakt wird Renate Wida-Vogel, Geschäftsführerin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Thüringen über Aktuelles aus ihrem Landesverband informieren. Der Fachverband mit Sitz in Erfurt fungiert als Interessenvertretung für Betroffene, sowie als Selbsthilfe- und Beratungsorganisation. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, durch professionelle, unabhängige und lebenspraktische Beratung Ängste abzubauen, Perspektiven zu eröffnen und Lösungswege zur Bewältigung von Problemen aufzuzeigen.

„In meinem Vortrag soll es um die Frage gehen, ab wann und wie lange die MS eigentlich mit Immuntherapeutika behandelt werden soll und welche Aspekte bei dieser Frage eine Rolle spielen“, erläutert Prof. Weise.

Im Anschluss wird sich der Stadtrodaer Oberarzt Dr. Nikolai Schäfer den Behandlungsmöglichkeiten von Symptomen der MS, wie Blasenstörunen oder anhaltender Müdigkeit, Antriebs- und Kraftlosigkeit (Fatique-Syndrom) widmen.

Im Krankheitsverständnis wie auch in der Therapie der MS ergeben sich erfreulicherweise immer wieder neue Entwicklungen. Im letzten Vortrag wird Prof. Matthias Schwab, Leitender Obrarzt der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Jena, Neuigkeiten aus der Forschung zur Multiplen Sklerose berichten.

Während der Veranstaltung soll es auch wieder Gelegenheit zu Diskussion und Austausch geben – nicht zuletzt auch am Imbiss gegen Ende des MS-Tages.  „Wir freuen uns, unsere Gäste in Stadtroda begrüßen zu dürfen und sind gespannt auf die interessanten Vorträge“, sagt Chefarzt Prof. Weise.

„Der gut informierte Patient ist vielfach auch der besser behandelte Patient“, unterstreicht Prof. Weise. Insofern sei der MS-Tag ein wichtiges Datum, sowohl für Information als auch für den Austausch der Betroffenen untereinander. „Wir möchten den Patienten das Gefühl geben, mit ihrem Schicksal nicht allein zu sein“, sagt der Neurologe.   

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark zerstören dabei die Markscheiden, die Umhüllungen der Nervenfasern und die Nervenfasern selbst. Die im Nerv weitergeleiteten Informationen kommen dadurch langsamer oder gar nicht am Zielort an.

Die Folge: Lähmungen, Sehstörungen oder Gefühlsverluste. Für die Betroffenen macht sich die Erkrankung verschieden bemerkbar, abhängig davon, welche Teile des Gehirns oder Rückenmarks entzündet sind. Die Anzeichen und der Verlauf dieser Nervenerkrankung sind von Fall zu Fall unterschiedlich, deshalb wird sie auch als „Erkrankung mit tausend Gesichtern" bezeichnet.

MS ist die häufigste neurologische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter. Sie trifft vor allem jüngere Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Frauen erkranken etwas häufiger als Männer. Eine prominente Betroffene ist Malu Dreyer (SPD), die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, bei der im Alter von 33 Jahren Multiple Sklerose diagnostiziert wurde.

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